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OptiMedium Dezember 2017

Neues von OptiMedis

Pflegereport 2017 der DAK-Gesundheit: OptiMedis analysiert Versorgungssituation von Menschen mit Demenz

Die DAK-Gesundheit widmet sich in ihrem diesjährigen Pflegereport der Versorgungssituation von demenzkranken Patienten sowie den Möglichkeiten, Betroffene und Angehörige intensiver zu unterstützen. Wie schon im vergangenen Jahr hat die OptiMedis AG einen Teil der Versorgungsforschung im Rahmen des Reports mit dem Titel „Gutes Leben mit Demenz“ übernommen. Das Analyse-Team hat hierfür Abrechnungsdaten der DAK Gesundheit für alle pflegebedürftigen und demenzerkrankten Versicherten der Jahre 2014 bis 2016 (etwa 100.000 Patienten pro Jahr) ausgewertet.

Der Beitrag liefert zentrale Erkenntnisse zur Struktur der Demenzpatienten sowie dazu, wie sich die Versorgungssituation nach der ersten Diagnose verändert. Rechnet man etwa die Prävalenzen, also den Anteil der insgesamt an Demenz Erkrankten, der DAK-Versicherten auf Deutschland hoch, leiden derzeit schätzungsweise 1,4 Millionen Menschen an einer Demenz und etwa 282.000 Menschen erkranken jedes Jahr neu. Im Schnitt sind Frauen zum Zeitpunkt ihrer ersten Demenzdiagnose 84 Jahre und Männer 81 Jahre alt. DemenzMenschen mit Demenz und ihre Versorgungssituation stehen im Fokus des Pflegereport 2017 der DAK-Gesundheit. Foto: pixabayIn Dreiviertel der Fälle wird die erste Diagnose vom Hausarzt oder einem anderen Arzt im ambulanten Bereich gestellt.Nach der Erstdiagnose steigt die Inanspruchnahme von Leistungen der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung erwartungsgemäß sprunghaft sehr stark an. Besonders intensiv werden Pflegeleistungen wie häusliche Krankenpflege oder stationäre Pflege in Heimen genutzt, aber auch stationäre Krankenhausaufenthalte treten signifikant häufiger auf: Über 75 Prozent aller Demenzpatienten werden im Zeitraum von einem Jahr nach ihrer ersten Diagnose mindestens einmal im Krankenhaus behandelt. Dort werden sie häufiger als vor der Demenzdiagnose wegen Flüssigkeits- bzw. Elektrolytmangel oder Blutverlust, diverser Frakturen (hauptsächlich Brüche der Oberschenkel, der Lendenwirbelsäule und des Beckens durch erhöhte Sturzneigung) oder deliriösen Zuständen (z. B. Störungen der Wahrnehmung, des Bewusstseins oder der Motorik) behandelt.

Zahlreiche Arzneimittel werden nach der Demenzdiagnose ebenfalls häufiger verordnet. Dazu gehören einerseits Antidementiva, die das Fortschreiten der Erkrankung verzögern sollen, aber ebenso auch umstrittene Medikamente wie Antipsychotika, Hypnotika und Sedativa, die zur Therapie von Wahnvorstellungen sowie bei Unruhe, Angst und Erregungszuständen vermehrt bei Patienten in Pflegeheimen eingesetzt werden.

Weitere Informationen zum Pflegereport finden Sie auf der Webseite der DAK-Gesundheit. Die Publikation inklusive des von OptiMedis verantworteten Analytikteils findet sich unter diesem Link. Der Bericht kann auch in gedruckter Form bestellt werden.

Wenn Sie sich über unsere Leistungen im Bereich der Versorgungsforschung informieren möchten, wenden Sie sich bitte an Timo Schulte, Head of Health Data Analytics & IT. Mehr dazu lesen Sie auch in unserer Broschüre „Aus Daten Mehrwert schaffen. Analyse von Versorgungs- und Gesundheitsdaten“.