Mitgliederbefragung - OptiMedis AG

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Mitgliederbefragung: Kinzigtal-Mitglieder leben gesünder seit Einschreibung

Jedes dritte Mitglied von Gesundes Kinzigtal gibt an, seit seiner Einschreibung in die Integrierte Versorgung gesünder zu leben. Dies ist ein Ergebnis der zweiten „Gesundes Kinzigtal-Mitgliederbefragung“ (GeKiM), die vom Lehrbereich Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Freiburg durchgeführt wurde. Die erste Mitgliederbefragung wurde 2014 veröffentlicht. Die Trendstudie erfasst die Zufriedenheit, die gesundheitsbezogene Lebensqualität sowie die Einschätzungen des Gesundheitsverhaltens oder des gesundheitsbezogenen Wissens der eingeschriebenen Versicherten (Mitglieder) von Gesundes Kinzigtal. Im Rahmen einer Zufallsstichprobe wurden 3.471 Mitglieder angeschrieben, wovon 863 antworteten.

Steigender Trend bei gesundheitsbezogenen Kennzahlen

„Wir sehen bei den gesundheitsbezogenen Kennzahlen einen leichten bis starken Anstieg im Vergleich zu der ersten Befragung“, betont Studienleiter Dr. Achim Siegel vom Universitätsklinikum Freiburg. 30,7 Prozent der Mitglieder sagten, sie würden jetzt gesünder zu leben als vor der Einschreibung. Ein Anstieg von 5,2 Prozentpunkten gegenüber der ersten Befragung – alters- und geschlechtsadjustiert. Und 58,1 Prozent der Mitglieder teilten mit, über mehr Gesundheitswissen als vor der Einschreibung zu verfügen. Die Frage, ob sie sich gesundheitlich besser betreut fühlen, bejahten 41,5 Prozent der Mitglieder. „Die Aktivierung der Versicherten und die Stärkung ihrer Gesundheitskompetenz sind wichtige Erfolgsfaktoren für die Integrierte Versorgung im Kinzigtal “, betont Dr. h.c. Helmut Hildebrandt, Vorstand der OptiMedis AG und Geschäftsführer der Gesundes Kinzigtal GmbH.

Infografik GeKiM 2016 Beurteilung der IVGK

Konstant hohe Zufriedenheit mit der Integrierten Versorgung

„Die Zufriedenheit der Mitglieder mit der Integrierten Versorgung im Kinzigtal bleibt konstant auf hohem Niveau“, sagt Siegel. 91,8 Prozent gaben an, sie würden die Mitgliedschaft auch Freunden oder Verwandten bestimmt oder wahrscheinlich weiterempfehlen; 2014 waren dies 92,0 Prozent, adjustiert nach Alter und Geschlecht. Die Freiburger Forscher analysierten auch, welche Variablen die Weiterempfehlungsbereitschaft für die Integrierte Versorgung erklären. Die stärkste Korrelation besteht zu der gesundheitlichen Betreuung. „Je besser die Patienten seit der Einschreibung betreut werden, umso stärker ist die Weiterempfehlungsbereitschaft“, unterstreicht Siegel. Das neu erworbene Wissen über die eigene Gesunderhaltung und die Zufriedenheit mit dem eigenen Arzt sind ebenfalls bedeutsame Erklärungen für die Weiterempfehlungsbereitschaft der Mitglieder.

Erstmals Patientenaktivierung erhoben

In der aktuellen GEKIM-Studie wurden die Mitglieder erstmals umfassend zur ihrer Einstellung zu dem Modell eines aktiven Patienten befragt. „Aktivierte und gesundheitskompetente Patienten haben bessere Behandlungserfolge vor allem bei chronischen Erkrankungen und können sich letztendlich ein besseres Maß an Gesundheit erhalten““, unterstreicht Martin Wetzel, Vorsitzender des Medizinischen Qualitätsnetzes Ärzteinitiative Kinzigtal e. V. und Allgemeinmediziner aus Hornberg, die Gründe für die Fragestellung. Auf der Basis des Befragungsinstruments PAM13-D wurden die Mitglieder in vier Kategorien eingeteilt, die den unterschiedlichen Aktivierungsgrad widerspiegeln. Knapp 50 Prozent aller befragten Mitglieder (Grad 4) haben den Status einen aktiven Patienten erreicht, gut 22 Prozent (Grad 3) beginnen bereits, aktiv zu werden, während 28 Prozent (Grad 2 und 1) als wenig oder gar nicht aktiv gelten können.

Infografik GeKiM 2016 Aktivierungsgrad Patienten

Studienergebnisse für Versorgungsoptimierung nutzen

„Die Studie liefert uns Erkenntnisse für das Veränderungs- und Optimierungspotenzials sowohl für die Einzelpraxis als auch für das Gesamtsystem“, betont Hildebrandt. Die Ergebnisse werden in den Kinzigtaler Gremien, wie dem Ärztlichen Beirat und dem Patientenbeirat, erörtert. Die Kommunikation der Studienergebnisse gegenüber Ärzten und Praxisteams erfolgt auf vielfältigem Wege. So erhält jede Praxis die Studie, um diese für ihr Qualitätsmanagement zu nutzen. Die zentralen Ergebnisse werden den Praxismitarbeiter/innen zudem in einem eigenen Qualitätszirkel vorgestellt. Ferner fließen die Studienergebnisse in die Reportingberichte an die Arztpraxen und in die Jahresgespräche zwischen Geschäftsführung und Praxisteam ein. Und den Mitgliedern von Gesundes Kinzigtal werden die Ergebnisse auf der jährlichen Mitgliederversammlung vorgestellt und mit ihnen diskutiert. „Wir nutzen die Ergebnisse und deren Reflexion mit Ärzten, Praxismitarbeitern, Mitgliedern und unseren Angestellten in der Geschäftsstelle, um unsere Interventionsinstrumente weiter zu verbessern“, so Hildebrandt.

Design und Stichprobe der GeKiM-Studie

Die GeKiM-Studie ist eine Trendstudie, mit der zeitliche Trends bei der Beantwortung bestimmter Fragen festgestellt werden. In regelmäßigen Abständen wird aus allen Mitgliedern von Gesundes Kinzigtal eine Zufallsstichprobe gezogen, die dann mithilfe eines standardisierten Fragebogens befragt wird. Die Stichprobe wird für jede Befragungswelle aus der Grundgesamtheit der Mitglieder neu gezogen. Das heißt, die Teilnehmer nachfolgender Befragungswellen sind – jedenfalls mehrheitlich – nicht identisch mit den jeweils vorher befragten Mitgliedern. Die Befragung zur zweiten Studie fand zwischen Januar und Mai 2015 statt. Es wurden insgesamt 3.471 Fragebögen an Mitglieder von Gesundes Kinzigtal verschickt. Die Rücklaufquote fiel mit 24,9 Prozent (863 Fragebögen) etwas höher aus als in der ersten Studie.

Die teilnehmenden Mitglieder waren zu 55 Prozent weiblich und zu 45 Prozent männlich. Ihr Durchschnittsalter betrug 57,9 Jahre. Gut 60 Prozent gaben an, einen Haupt- bzw. Volksschulabschluss zu haben, und die Mehrheit der Befragungsteilnehmer hat eine chronische Krankheit (54,9 Prozent).

GeKiM 2016 Soziodemografische MerkmaleAbb.: GeKiM - Soziodemografische Merkmale der Befragungsteilnehmer (Gesamtstichprobe)

Download

Vollständige Studie „GeKiM – Gesundes Kinzigtal Mitgliederbefragung. Bericht zur zweiten Mitgliederbefragung 2015“ des Universitätsklinikums Freiburg Lehrbereich Allgemeinmedizin (2016)

Kurzzusammenfassung der Studie „GeKiM – Gesundes Kinzigtal Mitgliederbefragung. Bericht zur zweiten Mitgliederbefragung 2015“