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OptiMedium 04/2010

The cost conundrum: What a Texas town can teach us about health care

Eine Stadt in Texas, McAllen, gibt für ihre Gesundheitsversorgung etwa doppelt so viel aus wie vergleichbare andere Städte in den USA. Und das, obwohl die Menschen dort nicht kränker sind als anderswo. Sie werden auch nicht qualitativ besser versorgt. Sie erhalten nur mehr Leistungen als andere. Darum geht es in dem Artikel „The cost conundrum: What a Texas town can teach us about health care“, der in der Zeitschrift „The New Yorker" im Juni 2009 erschienen ist.

Der Harvard-Mediziner Atul Gawande hat die Gesundheitsversorgung und die Arbeit der Ärzte in McAllen untersucht. Einen höheren Gesundheitsnutzen für die dortige Bevölkerung konnte er nicht feststellen, aber die Kultur der Medizin hatte sich in den vergangen zehn Jahren dramatisch verändert. Irgendwann hatten die Ärzte begonnen, ihre Einnahmen durch immer mehr Leistungen zu maximieren. Sie bildeten sich in aufwändigen Seminaren fort, um zu lernen, was sie ihren Patienten zusätzlich anbieten könnten. Aus Ärzten wurden Geschäftsleute – und offenbar reicht ein bestimmter Prozentsatz von derartig orientierten Ärzten schon aus, um ganze Gegenden „kippen“ zu lassen.

Gawande kommt zu dem Schluss, dass die Anreize im gegenwärtigen Vergütungssystem und in der Kommerzialisierung dazu führen, die Kostenschraube von McAllen überall wirksam werden zu lassen. Er beschreibt aber auch Initiativen und Wege, die einer solchen Veränderung entgegenwirken. Exakt mit diesem Thema haben wir auch wir uns in unserer Veröffentlichung „Die hohe Kunst der Anreize…“ zum Bedarf für neue Vergütungsstrukturen in Form von Systemangeboten (Helmut Hildebrandt, Dr. Manfred Richter-Reichhelm, Prof. Alf Trojan, Prof. Gerd Glaeske, Hildegard Hesselmann) beschäftigt. Sie finden ihn auf unserer Webseite im Bereich Aktuelles.

Der Artikel aus „The New Yorker“ hat in den USA viel Aufsehen erzeugt. Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.  Wir sind gespannt auf Ihre Meinungen zu diesem Artikel und freuen uns über Rückmeldungen.