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OptiMedium 06/2011

Von P4P zu P4O oder "No outcome, No income!"

Sind Sie nicht sympathisch verspielt, die Amerikaner mit Ihren Abkürzungen? Der Arzt und Epidemiologe Prof. David Nash, Dean der Jefferson School of Population Health at Thomas Jefferson University in Philadelphia, empfahl kürzlich unter diesem Titel in seinem Blog den Austausch von P für Performance zu O für Outcomes. Er beschrieb den Ansatz wie folgt: "In a P4O approach, hospitals, physicians, and other provider groups are offered incentives for reducing potentially preventable events (PPEs) -- events that both harm patients and raise costs." Er bezog sich dabei auf einen Aufsatz von John E. McDonough, von der School of Public Health, Harvard University, in Kaiser Health  News v. 9. Mai 2011.

Unser Eindruck: Der Schritt von der Performance-Messung (verstanden als Einhaltung bestimmter Richtlinien) hin zur Outcome-Überprüfung überzeugt zunächst.  Aber: So plausibel das Konzept der potentially preventable events (PPEs) ist, und 3M-Forscher konnten durchaus interessante Erfolge damit nachweisen, so fraglich könnte der Netto -Kosten-Nutzen einer solchen Intervention sein, da in einem solchen Konzept wieder Transaktionsaufwände in erheblichem Maße entstehen, vom Aufwand für die Messung und Risikoadjustierung, der Vermeidung von Risikoselektion bis hin zur Vergütung für das Outcome. Wir setzen deshalb weiterhin auf einen populationsorientierten Ansatz mit einer Vergütung für das aggregierte Deckungsbeitrags-Plus über die Gesamtpopulation. Dies ist deutlich einfacher zu berechnen, stabiler und weniger manipulationsgefährdet. Aber wir sind keine Puristen: In dem Erfolgsbeteiligungskonzept, das wir im Kinzigtal anwenden wollen, nutzen wir eine Mischung von ökonomischem Outcome-Anteil und Performance- sowie Engagement-Indikatoren. D.h. "No outcome - no (Zusatz-)income".