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OptiMedium 07/2010

Regionale Versorgung stärken: Gesundes Kinzigtal bei Minister Rösler

Die Vertreter fünf erfolgreicher regionaler Gesundheitsunternehmen – darunter Gesundes Kinzigtal – fordern gleiche Wettbewerbsbedingungen für regionale Selektivverträge und mehr Anreize für Krankenkassen zum Vertragsschluss mit regional vernetzten Gesundheitsanbietern. Ende Juli in Berlin stellten sie Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler ihre Konzepte und die positiven medizinischen und wirtschaftlichen Ergebnisse der vergangenen Jahre mit Einsparungen im zweistelligen Prozentbereich vor.

Gesundes Kinzigtal bei Minister Rösler

Von links: Mark Kuypers (solimed), Prof. Thomas Wolf (MainArzt), Dr. Veit Wambach (QuE), Helmut Hildebrandt (Gesundes Kinzigtal), Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler, Dr. Ulrich Orlowski, Dr. Susanne Becker (beide Bundesgesundheitsministerium), Dr. Hermann Dandorfer, Dr. Thomas M. Bahr (beide UGOM).

Zu der Initiative gehören neben Gesundes Kinzigtal das Unternehmen Gesundheit Oberpfalz Mitte (UGOM), das Gesundheitsnetz Qualität und Effizienz (QuE), MainArzt sowie solimed – Unternehmen Gesundheit. Ihr Ziel ist es, ihre Modelle der regionalen Vollversorgung, bei der Haus- und Fachärzte gemeinsam eine Versorgungsverantwortung für die regionale Bevölkerung übernehmen, in weiteren Regionen Deutschlands aufzubauen.

Rösler: Effiziente regionale Strukturen stärken – Limit für Hausarztverträge

Minister Rösler hält die Stärkung effizienter regionaler facharzt-, hausarzt- und pflegeübergreifender Strukturen für wichtig, das machte er im Gespräch deutlich. Einsparungen dürften nicht zu Lasten der Patienten gehen, sagte er. Dies könne man nur durch effiziente Strukturen erreichen. Der Minister will die integrierten regionalen Konzepte nun näher prüfen und die Netze vor Ort besuchen. Er kündigte an, den künftigen Dialog zwischen Krankenkassen und Versorgungsnetzen zu fördern.

Im Bezug auf Selektivverträge gibt es auch in Röslers am 6. Juli vorgelegtem Reformkonzept eine interessante Entscheidung: Das Vergütungsniveau bei den Hausarztverträgen soll auf das im KV-System gültige Honorarniveau gesenkt werden. Rösler verspricht sich dadurch Einsparungen von rund 500 Millionen Euro. Laut Krankenkassen führten die Verträge im Durchschnitt zu einer um 20 Euro höheren Honorierung als in der Regelversorgung, begründete der Minister. Wichtig dabei: Für Hausarztverträge, die bis zum Kabinettsbeschluss unterschrieben werden, soll Bestandsschutz gelten.

Mehr Qualität bei sinkenden Kosten

Die fünf regionalen Gesundheitsunternehmen sind in ihren Kernelementen vergleichbar: Sie verändern nachhaltig die Strukturen, ermöglichen ein sektorenübergreifendes Versorgungsmanagement und fördern Prävention. Gleichzeitig sorgen sie für eine Ergänzung der Anreize in der Vergütung: Zusätzlich zu der Behandlung des Kranken wird die Gesunderhaltung belohnt. Das Konzept und die Forderungen an die Politik haben wir in einer Broschüre zusammengestellt – bei Interesse schicken Sie uns bitte ein E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.