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OptiMedium 09/2011

Die sechs größten Missverständnisse über Integrierte Versorgung

Wir berichteten bereits über die Gesundheitsreformen in den USA mit ihrem Konzept der „Accountable Care Organisations“. Diese sektorübergreifenden regionalen Gesundheitsnetze gehen ein Vertragsverhältnis mit den staatlichen Versicherungen Medicare und Medicaid ein, das „shared savings“ genannt wird und dem Einsparcontracting im Kinzigtal sehr ähnlich ist.

Die große Mehrheit der Gesundheitsexperten in den USA – traditionell eher auf der Seite der Demokraten stehend – setzt große Erwartungen in die bessere Koordination und Integration der Gesundheitsversorgung durch „Accountable Care Organisations“ und die dadurch erzielbaren besseren Ergebnisse und verminderten Kosten. Gerade aus den Reihen der stärksten Befürworter kommen aber auch kritische Stimmen und Warnhinweise, dass derartige Entwicklungen komplexe Anforderungen stellen, die nicht unterschätzt werden sollten. In einem Kommentar für das Journal of the American Medical Association (JAMA) warnen Sara Singer, von der Harvard University, und Stephen Shortell, Dean der School of Public Health an der University of California, Berkeley, vor den häufigen Missverständnissen und Fehlern, die Organisationen auf dem Weg zu einer ACO unterlaufen können.

Inspiriert durch die Aufstellung von Sara Singer und Stephen Shortell und angeregt durch die Fragen von Gesundheitspolitikern, welche Hindernisse sich der intensiveren Umsetzung von Integrierter Versorgung entgegen stellen, haben wir hier unsere eigene Liste  der sechs größten Missverständnisse und Fehler entwickelt, die Krankenkassen und Ärztenetzen bzw. Krankenhäusern bei der Einführung von Integrierter Versorgung mit einem „shared savings Ansatz“ unterlaufen können:

  1. Integrierte und effiziente Versorgung ist einfach – die „quick wins“ liegen auf der Straße.
  2. Die Ärzte steuern, die Patienten braucht man nur zur Einschreibung.
  3. Sobald die richtige technische Lösung für eine elektronische Vernetzung mit einer netzübergreifenden zentralen Patientenakte vorhanden ist, hat man es geschafft.
  4. Qualität und Effizienz lassen sich einfach nachweisen.
  5. Das Management ist klassische Betriebswirtschaft und erfordert keine besonderen Fähigkeiten.
  6. Investitionen sind – bis auf eine geringe Anschubfinanzierung - nicht erforderlich.

Falls wir Ihr Interesse geweckt haben, fordern Sie den gesamten Artikel an unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

   
Vision 2015: Diskutieren Sie mit uns über die Zukunft der regionalen Gesundheitsversorgung.

Vision 2015 In unserer Vision 2015 behandeln die Ärzte nach der Shared Decision Making-Methode, d. h., Arzt und Patient kommu- nizieren intensiv und entscheiden gemeinsam über die angemessene Behandlung. Im „Valentinstal“ – unserem Zukunftsszenario - wollen die Ärzte sogar noch ein Stück weiter gehen: Wenn der Patient nicht in seiner Entscheidungs- findung eingeschränkt ist, soll ihm die Entscheidung überlassen werden. Grundlage für dieses Modell ist die Salutogenese, die nicht die Defizite eines Patienten, sondern seine Stärken und positiven Ressourcen in den Vordergrund stellt.

So sollen die Patienten befähigt werden, ihre Krankheit ein Stück weit selbst zu managen und Verantwortung dafür zu übernehmen. Sollen Arzt und Patient gemeinsam entscheiden? Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit Salutogenese wirklich wirksam werden kann? Diskutieren Sie hier mit uns.