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OptiMedium Februar 2013

 Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

im Umweltschutz fordern wir alle mittlerweile „clean production“, anstatt die Schadstoffe später, am „end-of-the-pipe“, durch aufwändige Sortier- und Reinigungsanlagen wieder herauszuholen. Im Gesundheitswesen dagegen werden die Systemfehler einfach als „gottgegeben“ akzeptiert. Immer wieder versuchen wir mit kurzfristig aufgeklebten „Pflastern“ die grundlegenden Systemprobleme abzudecken, statt letztere als die Wurzel des Übels zu begreifen und direkt anzupacken – was zugegebenermaßen sehr viel aufwändiger ist.

Da wird das Verbot von Chefarzt-Boni-Verträgen durch die Talkshows dieser Republik getragen, man scheut sich aber davor, die dahinter stehenden Fehlanreize der DRG-Gesetzgebung grundlegend zu reformieren. Vorstände von Krankenkassen werden beschimpft, wenn sie sich kurzfristig auf ökonomische und /oder marketingmäßige Optimierung konzentrieren, aber der Gesetzgeber weigert sich, das diesem Verhalten zugrunde liegende ökonomische Anreizmodell des Morbi-RSA und der Zusatzbeiträge neu zu justieren. Diese zwei Beispiele mögen verdeutlichen, woran es bei uns mangelt.

Die von der Heinrich-Böll-Stiftung im März 2012 einberufene Fachkommission Gesundheitspolitik, deren Co-Vorsitzender ich bin, hatte den Auftrag erhalten, grundlegender vorzugehen. Statt mit immer neuen Detailregulierungen immer tiefer in die Handlungsfreiheiten der Agierenden im Gesundheitswesen einzugreifen, hat sie ein aufeinander aufbauendes Bündel von Vorschlägen erarbeitet, wie das Anreiz- und Vergütungssystem in Richtung Qualität und Effizienz reformiert werden kann. Das geht von A wie Rolle des Arztes in einem integrierten, modernen und multiprofessionellen Gesundheitswesen bis hin zu Z wie Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds, die stärker die Sozialstruktur der Versicherten berücksichtigen sollen. Mehr über die Empfehlungen der Kommission und die Fachtagung „Wie geht es uns morgen?“ erfahren Sie in dieser Ausgabe.

Dass diese Fragen keine rein deutschen sind, zeigt das Programm der Internationalen Konferenz zur Integrierten Versorgung, die im April in Berlin stattfindet. Organisations- und Vergütungsfragen im Kontext mit der Integrierten Versorgung werden ebenso diskutiert wie die Rollenverteilung von Medizinern und Pflegenden. Bei dieser Konferenz können deutsche Experten aus Gesundheitswesen und -politik ihre Positionen und Sichtweisen in die internationale Diskussion einbringen, aber auch wertvolle Erfahrungen aus dem Ausland sammeln.

Als Mitglied des Vorstandes der International Foundation of Integrated Care lade ich Sie herzlich ein, an dieser spannenden, hochkarätig besetzten Konferenz, die erstmals in Deutschland stattfindet, teilzunehmen. Im Anschluss daran bringen wir das Gesunde Kinzigtal nach Berlin-Neukölln und werden zeigen, wie man mit den richtigen Anreizen gute Qualität und hohe Effizienz erzielen kann. Mehr dazu erfahren Sie in dieser Ausgabe.

Eine spannende und kurzweilige Lektüre wünscht

 

Helmut Hildebrandt

Helmut Hildebrandt

 

 

Helmut Hildebrandt

 

 

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Editorial
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