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OptiMedium Juli 2012

Sprießen im Land der Tulpen bald weitere Kinzigtäler?

Weitere „Kinzigtäler“ könnten bald in den Niederlanden entstehen. Mehrere niederländische Krankenkassen überlegen, integrierte Populationslösungen zu realisieren. Und auch aufseiten der Ärzte herrscht daran großes Interesse. Dieses geht sicherlich auch auf die Verfasstheit der Ärzteschaft zurück: Einzelkämpfer gibt dort kaum, denn 90% der Ärzte sind in Zorggroeps (= Versorgungsunternehmen bzw. gemanagte Ärztenetze) organisiert. Seitens der niederländischen Kassen, Krankenhäuser und Ärzte besteht großes Interesse an dem Modell Gesundes Kinzigtal. Es haben bereits mehrere Regionen bei der OptiMedis AG hinsichtlich einer Zusammenarbeit und Unterstützung bei Management und Datenanalyse angefragt.

Auslöser für das rege Interesse war der Besuch einer niederländischen Delegation rund um Prof. Guus Schrijvers von der Universität Utrecht Anfang des Jahres im Kinzigtal. Mit Prof. Schrijvers, der auch Vorsitzender der International Foundation for Integrated Care (IFIC) ist (siehe vorigen Artikel), besteht seit dem letzten Jahr ein reger Austausch und Kontakt. Im Zuge des Besuchs der Delegation kam es zu der Interviewanfrage von Medisch Contact, dem Magazin der niederländischen Ärztekammer KNMG. Dieses berichtete Ende März in einer Titelstory umfassend über die Integrierte Versorgung im Kinzigtal. Das Kinzigtal wird in dem Artikel als ein Vorbild für das niederländische Gesundheitswesen vorgestellt. Aufgrund des Artikels und des Vortrags in San Marino häufen sich die Anfragen von Interessierten aus den Niederlanden. Am 29. Juni präsentierte Helmut Hildebrandt auf Einladung von Prof. Schrijvers die Integrierte Versorgung Gesundes Kinzigtal als Eröffnungsvortrag auf der Dutch Conference on Chronic Care in Utrecht. Krankenkassen und Ärztegruppen sowie Regierungsinstitutionen nutzten einen anschließenden Workshop, um das Konzept besser verstehen zu lernen. Auf besonderes Interesse stieß dabei das Erfolgsteilungsmodell im Kinzigtal mit dem Referenzieren auf die morbiditätsadjustierten Durchschnittskosten in Deutschland, der langen Vertragsdauer, der umfangreichen externen Evaluation und dem Einbeziehen der Patienten und ihrer sozialen Umwelt. Die Teilnehmer sahen in der Kombination dieser Elemente eine hervorragende Balance von Über- und Unterversorgungsanreizen gängiger Finanzierungssysteme, die zusammen mit präventiven Elementen die optimale Architektur einer modernen verantwortlichen Versorgung darstellten.

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