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OptiMedium März 2012

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

investiere in der Zeit, dann hast du in der Not. Leicht abgewandelt sollte diese Weisheit auch für das GKV-System gelten. Die Krankenkassen schwimmen – wenn auch je nach Kasse sehr unterschiedlich – in einem Rekordüberschuss von 19,5 Milliarden Euro, wovon knapp die Hälfte Überschüsse aus dem Gesundheitsfonds sind. Seit Wochen streiten Politik und Kassen, was mit dem Geld geschehen soll. Praxisgebühr abschaffen? Krankenkassenbeträge senken? Staatshaushalt sanieren? Satzungsleistungen verbessern? Ideen und Vorschläge, die dem GKV-System dauerhaft nicht helfen werden, die Versorgung zu verbessern.

Die Überschüsse sollten vielmehr in nachhaltige und innovative Strukturen investiert werden. Diese könnten eine höhere Effizienz und optimierte medizinische Gesundheitsversorgung der Versicherten gewährleisten. Vorschläge hierzu kommen auch aus der Politik, vornehmlich aus dem Gesundheitsministerium. Daniel Bahr (FDP) hat auf der diesjährigen KBV-Messe an die Kassen appelliert, in Integrierte Versorgung zu investieren (siehe Bericht). Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz (CDU) bekräftigte dies Mitte März noch einmal. So leicht, wie es klingt, ist es dann aber auch nicht. Denn das jetzige Finanzierungsmodell aus Gesundheitsfonds und Zusatzbeiträgen bietet den Kassen nur wenige Anreize für Innovationen.

Die Lösung des Dilemmas könnte ein Innovationsfonds oder Innovationsbudget sein. Wir hatten bereits 2008 nach einem breiten Delphi Prozess eine konkrete Umsetzungsvariante vorgeschlagen („Anreize für Forschung und Entwicklung für Versorgungs- und Systeminnovationen im Gesundheitswesen“). Prof. Neubauer hat eine solche Lösung soeben wieder ins Spiel gebracht. Danach sollen fünf Milliarden Euro in einen Innovationfonds eingezahlt werden, um neue Versorgungsformen umzusetzen. Nicht als einmalige, sondern als dauerhafte Zuweisung versteht hingegen der Bundesverband Managed Care (BMC) seine Idee eines Innovationsbudgets. Zwei Prozent der jährlichen Gesundheitseinnahmen sollen in innovative Versorgungsformen wie die Integrierte Versorgung investiert werden.

Bis zur Umsetzung dieser Ideen wollen wir allerdings nicht mehr warten. Wir wollen jetzt mit Hilfe Dritter die Anschubfinanzierung für weitere Regionale Voll-Versorgungssysteme sicherstellen (siehe Bericht). Jetzt fehlen nur noch die Krankenkassen, die mit uns weitere „Kinzigtäler“ in Deutschland, seit Neuestem auch in Bochum (siehe Bericht), aufbauen möchten. Selten war die Gelegenheit für die Kassen so gut, in innovative Versorgungsformen und -strukturen zum Nutzen ihrer Versicherten zu investieren.

Eine spannende und kurzweilige Lektüre wünscht

 

Helmut Hildebrandt

Helmut Hildebrandt

 

 

Helmut Hildebrandt

 

 

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