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Sachverständigenrat fordert koordinierte Versorgung mit regionalem Bezug

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen fordert tiefgreifende Reformen und Zukunftskonzepte für das deutsche Gesundheitswesen. Die Versorgung der Zukunft müsse koordiniert, populationsbezogen und regional differenziert sein, heißt es in einem Sondergutachten, das am 30. Juni 2009 in Berlin an Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt übergeben wurde. In einem Exkurs stellt der Sachverständigenrat darin auch das Integrierte Vollversorgungsmodell Gesundes Kinzigtal vor.

Unter dem Titel „Koordination und Integration - Gesundheitsversorgung in einer Gesellschaft des längeren Lebens“ macht der Sachverständigenrat Vorschläge, was in Prävention, Krankenversorgung, Ausbildung, Finanzierung und Vertragspolitik getan werden müsse, um den künftigen Herausforderungen gerecht zu werden. Unter anderem sollen Hausärzte gestärkt, die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Kliniken neu organisiert und die Prävention ausgebaut werden. Sinnvoll sei, bestimmte Elemente des aus den USA stammenden Managed Care-Konzepts zu übernehmen. Dabei müssten allerdings dort aufgetretene unerwünschte Effekte wie z. B. Risikoselektion ausgeschlossen werden. Sinnvoll sei dabei ein Vergütungssystem mit gezielten Anreizen, die eine medizinisch nicht indizierte Mengenausweitung verhindern.

In einem Exkurs gehen die Sachverständigen auf die Integrierte Vollversorgungslösung Gesundes Kinzigtal ein, die die OptiMedis AG gemeinsam mit dem Medizinischen Qualitätsnetz – Ärzteinitiative Kinzigtal sowie den beiden Krankenkassen AOK Baden-Württemberg und LKK Baden-Württemberg entwickelt und umgesetzt hat. Die Schwerpunkte im Gesunden Kinzigtal liegen auf umfangreichen Präventionsangeboten, gezieltem Versorgungsmanagment schon eingetretener Erkrankungen und einer engen Zusammenarbeit und Vernetzung der Partner unter einer spezifischen Form des Einsparcontractings und der Teilung des erzielten Gesundheitsnutzens. Das Gesunde Kinzigtal hat damit zahlreiche Elemente des Managed Care umgesetzt, verbindet dies aber mit einem Ausschluss von Risikoselektion (das ökonomische Ergebnis bezieht sich auf die erzielten Deckungsbeitragsergebnisse aller Versicherten in der betreffenden Region und nicht nur die der Eingeschriebenen) und einem ungehinderten Zugang zu allen Haus- und Fachärzten und Krankenhäusern. Mehr darüber lesen Sie in dem Artikel „Managementgesellschaft organisiert Integrierte Versorgung einer definierten Population auf Basis eines Einsparcontractings“.