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Pressemitteilungen

Gesundes Kinzigtal GmbH startet Förderprogramm für Ärztenachwuchs

„Praktische Zukunft – junge Ärzte im Kinzigtal“ heißt ein umfangreiches Förderprogramm für Allgemeinmediziner, das im Januar 2009 startet. Bis zu fünf Jahre können die Assistenten an der organisierten Weiterbildung in Kliniken und Praxen der Region Kinzigtal teilnehmen – bei einer Vergütung auf Klinikniveau und mit der Chance, später einen Arztsitz zu übernehmen. Hinzu kommen medizinische und gesundheitsökonomische Fortbildungen sowie Studienreisen.

Initiatoren des Förderprogramms sind die Gesundes Kinzigtal GmbH, die in der Region eines der bekanntesten Projekte zur Integrierten Vollversorgung steuert, sowie die auf Integrierte Versorgung spezialisierte Management- und Beteiligungsgesellschaft OptiMedis AG aus Hamburg. Gemeinsam mit dem Medizinischen Qualitätsnetz – Ärzteinitiative Kinzigtal (MQNK), Krankenhäusern, Wissenschaft-lichen Hochschulen, regionalen Unternehmen, der AOK Baden-Württemberg sowie der LKK Baden-Württemberg haben sie ein umfassendes Verbundnetzwerk aufgebaut und wollen so eine der  attraktivsten Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich Allgemeinmedizin in Deutschland schaffen. Kooperationspartner ist das Kompetenzzentrum Allgemeinmedizin, ein Zusammenschluss der fünf medizinischen Fakultäten in Baden-Württemberg zur Förderung von Forschung, Lehre, Weiter- und Fortbildung in der Allgemeinmedizin. In Kürze soll das Förderprogramm auf andere Fachgruppen ausgeweitet werden.

Helmut Hildebrandt, Geschäftsführer der Gesundes Kinzigtal GmbH und Vorstand der OptiMedis AG, erläutert: „Wir möchten jungen, motivierten Ärzten die Chance geben, in einem deutschlandweit einmaligen, sehr patientennahen Projekt mitzuarbeiten und von den Erfahrungen anderer Ärzte in diesem Verbund zu profitieren. So können wir die Präventions- und Versorgungsgrundsätze des Gesunden Kinzigtals an den Nachwuchs weitergeben und auch in Zukunft eine hohe Versorgungsqualität sichern.“

Die Assistenten haben zudem den Vorteil, dass es einen Träger als zentralen Ansprechpartner gibt, der den Rotationsplan für die gesamte Weiterbildungszeit in den Praxen und Kliniken mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten zusammenstellt. Dr. Bruno Maria Kaufmann, Chefarzt für Innere Medizin am Ortenau Klinikum Wolfach erklärt: „Für junge Ärzte ist es oft nicht einfach, ihre Weiterbildung ohne große Lücken und eventuell finanzielle Engpässe selbst zu organisieren. Umso wichtiger ist es, sie mit zielgerichteten und strukturierten Weiterbildungskonzepten zu unterstützen, die ihnen die berufliche und private Planung erleichtern.“

"Auch die AOK, die insgesamt mehrere Millionen Euro in den Aufbau und die wissenschaftliche Beforschung des Modells Kinzigtal investiert hat, ist von der Initiative begeistert", betont Dr. Rolf Hoberg, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. "Das Förder-programm zeigt, wie mit jungen Nachwuchsmedizinern auch in ländlichen Regionen eine stabile ärztliche Basis aufrechterhalten werden kann. Zum Nutzen unserer Versicherten wollen wir mit dieser  zukunftsorientierten Versorgungsform eine vernetzte Zusammenarbeit zwischen Arzt und Krankenkasse erreichen. Wir ergänzen deshalb auch das Ausbildungsprogramm um ein zusätzliches 14-Tage-Praktikumsangebot bei der AOK Bezirksdirektion Südlicher Oberrhein, das wir auch attraktiv vergüten werden."

Der Hausarzt Dr. Wolfgang A. Stunder sieht in dem Programm eine große Chance für den Nachwuchs: „Wir Ärzte im Kinzigtal arbeiten über alle Fachgruppen hinweg besonders intensiv und auf vielfältige Weise zusammenmit dem Ziel, die Gesundheit der Patienten durch Prävention zu erhalten bzw. durch frühzeitige Therapie wiederherzustellen. Hiervon können die jungen Kolleginnen und Kollegen für Ihre berufliche Zukunft profitieren.“ Damit auch Studenten schon frühzeitig einen Eindruck von der täglichen Arbeit eines Allgemeinmediziners bekommen können, bieten die niedergelassenen Ärzte Famulaturen in ihren Praxen an.

Zusätzliche Angebote für Weiterbildungsassistenten

Neben der Patientenversorgung arbeiten die Weiterbildungs­assistenten an neuen Versorgungs- und Präventionsprojekten mit und können Themen für ihre Doktorarbeiten entwickeln. Hildebrandt unterstreicht: „Hierbei unterstützen wir sie zum Beispiel mit Datenanalysen und vermitteln Kontakte zu Lehrstühlen im deutschen Sprachraum.“ Geplant ist außerdem der Aufbau einer betrieblichen Gesundheitsförderung mit einigen Unternehmen aus dem Kinzigtal. Außerdem können die Assistenten an Studienreisen in die Schweiz teilnehmen.

Medizinische und interdisziplinäre Qualifikationsmöglichkeiten bieten die Fortbildungen des Ärztenetzes MQNK und des Heidelberger Kompetenzzentrums Allgemeinmedizin. Prof. Joachim Szecsenyi, Leiter des Zentrums, erklärt: „Wir möchten die jungen Ärzte nicht nur medizinisch fortbilden, sondern auf die praktische Arbeit als Allgemeinmediziner vorbereiten. So lernen sie beispielsweise, wie man ein Team leitet oder mit diagnostischen Unsicherheiten umgeht. Außerdem möchten wir mit unseren Veranstaltungen den Austausch der Ärzte untereinander fördern.“

Wichtig ist den Initiatoren auch, den Ärzten unternehmerisches Wissen zu vermitteln und sie auf die Zukunft in einer eigenen Praxis vorzubereiten. In zertifizierten Fortbildungen der Wissenschaftlichen Hochschule Lahr erlernen die Assistenten Grundlagen zu Rechnungs-wesen und Controlling, Finanz- und Personalmanagement, Organisation und Gesundheitsökonomie.

Auch finanziell ist das Förderprogramm für die angehenden Allgemeinmediziner attraktiv: Die Vergütung richtet sich während der gesamten Zeit nach dem Tarifvertrag für Ärzte in Krankenhäusern und ist damit überdurchschnittlich hoch. In der Regel werden Weiterbildungsassistenten in den Praxen deutlich schlechter bezahlt als in den Kliniken.

Die Förderphase für die ersten Weiterbildungsassistenten startet 2009. Interessenten können sich ab sofort auf der Homepage www.foerderprogramm-allgemeinmedizin.de bewerben. Teilnehmen können auch Assistenzärzte, die sich zurzeit in ihrem klinischen Ausbildungsabschnitt befinden und denen nur noch ein kleiner Teil der Weiterbildung in den Praxen fehlt.

Diese Pressemitteilung, weitere Informationen und Statements sowie Fotos finden Sie auf der Webseite www.foerderprogramm-allgemeinmedizin.de.

Über die OptiMedis AG

Die OptiMedis AG ist eine Management- und Beteiligungsgesellschaft, die sich auf den Aufbau und den Betrieb innovativer medizinischer Versorgungssysteme spezialisiert hat. Gemeinsam mit Leistungsanbietern und Krankenkassen entwickelt sie maßgeschneiderte Lösungen für die Integrierte (Voll-)Versorgung ganzer Populationen und setzt dabei auf enge Vernetzung, Prävention und erfolgsabhängige Vergütung. Zusätzlich betreibt OptiMedis eigenständig datengestützte Real-Life-Versorgungsforschung und macht sie für Integrierte Versorgungsmodelle nutzbar.

Über die Gesundes Kinzigtal GmbH

Die Gesundes Kinzigtal GmbH ist eine Gemeinschaftsgründung der OptiMedis AG und des Medizinischen Qualitätsnetzes – Ärzteinitiative Kinzigtal e.V. (MQNK). Sie koordiniert und steuert die medizinische Gesamtversorgung für alle 32.000 AOK/LKK-Versicherten der Region Kinzigtal, für alle medizinischen Diagnosen und über alle Leistungs-erbringer hinweg – auch außerhalb der Region. Grundlage ist ein Vertrag zur Integrierten Versorgung.

Der Erfolg ist langfristig angelegt: Ziel ist, heute mehr in die Prävention zu investieren und Versorgungsprozesse intelligent zu steuern, um langfristig die Gesundheit auf einem hohen Level zu halten, die Lebensqualität der Patienten zu steigern und unnötige Kosten zu sparen. Die Gesellschaft finanziert sich über ein Einsparcontracting, verdient also nur dann, wenn sich der Gesundheitszustand der Bevölkerung messbar verbessert.

Über die AOK Baden-Württemberg

Die AOK Baden-Württemberg versichert 3,7 Millionen Menschen und zahlt fast 9,8 Milliarden Euro pro Jahr an Leistungen in der Kranken- und Pflegeversicherung. Im Kinzigtal leben zirka 30.000 Versicherte der AOK Baden-Württemberg. Die AOK Baden-Württemberg ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit paritätischer Selbstverwaltung von Versicherten- und Arbeitgebervertretern.

Pressekontakt

Gesundes Kinzigtal GmbH
Tanja Schillinger
Strickerweg 3d | 77716 Haslach
Tel. 07832.974 890 | Fax 07832.974 898-8
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! | www.gesundes-kinzigtal.de

OptiMedis AG
Britta Horwege
Borsteler Chaussee 53 | 22453 Hamburg
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