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Regionale Versorgung stärken: Gesundheitsunternehmen im Gespräch mit Minister Rösler

Gleiche Wettbewerbsbedingungen für regionale Selektivverträge und mehr Anreize für Krankenkassen gefordert

05. Juli 2010

Die Ausdehnung regionaler medizinischer Vollversorgungsnetze auf ganz Deutschland könnte die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung  nachhaltig senken und gleichzeitig die Qualität der Behandlung steigern. Davon sind die Vertreter mehrerer erfolgreicher regionaler Gesundheitsunternehmen überzeugt. Ende Juni in Berlin stellten sie Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler ihre Konzepte und die positiven medizinischen und wirtschaftlichen Ergebnisse der vergangenen Jahre mit Einsparungen im zweistelligen Prozentbereich vor.
Zu der Initiative gehören das Unternehmen Gesundheit Oberpfalz Mitte (UGOM), Gesundes Kinzigtal, das Gesundheitsnetz Qualität und Effizienz (QuE), MainArzt sowie solimed – Unter-nehmen Gesundheit. Ihr Ziel ist es, ihre Modelle der regionalen Vollversorgung, bei der Haus- und Fachärzte gemeinsam eine Versorgungsverantwortung für die regionale Bevölkerung übernehmen, in weiteren Regionen Deutschlands aufzubauen.

Rösler: Effiziente regionale Strukturen stärken

Minister Rösler hält die Stärkung effizienter regionaler facharzt-, hausarzt- und pflegeübergreifender Strukturen für wichtig, das machte er im Gespräch mit den regionalen Gesundheitsunternehmen deutlich. Einsparungen dürften nicht zu Lasten der Patienten gehen, sagte er. Dies könne man nur durch effiziente Strukturen erreichen. Der Minister will die integrierten regionalen Konzepte nun näher prüfen und die Netze vor Ort besuchen. Er kündigte an, den künftigen Dialog zwischen Krankenkassen und Versorgungsnetzen zu fördern.
Von der Politik fordern die regionalen Gesundheitsunternehmen gleiche Wettbewerbsbedingungen für regionale Selektivverträge und eine Änderung der jetzigen Hausarztverträge sowie mehr Anreize für die Krankenkassen zum Vertragsschluss mit regional vernetzten Gesundheitsanbietern. Sie verweisen auf die Entscheidung des Schweizer Nationalrats, der die Integrierte Versorgung in Netzen zur Regel machen will. So sollen die Krankenkassen verpflichtet werden, in jeder Region mindestens ein Versor-gungsmodell anzubieten.

Mehr Qualität bei sinkenden Kosten

Die fünf regionalen Gesundheitsunternehmen sind in ihren Kernelementen vergleichbar: Sie verändern nachhaltig die Strukturen, ermöglichen ein sektorenübergreifendes Versorgungs-management und fördern Prävention. Gleichzeitig sorgen sie für eine Ergänzung der Anreize in der Vergütung: Zusätzlich zu der Behandlung des Kranken wird die Gesunderhaltung belohnt. Die Ergebnisse und wissenschaftlichen Auswertungen der ersten Jahre zeigen, dass durch die veränderten Strukturen sowohl ökonomische Einsparungen im zweistelligen Prozentbereich pro Jahr als auch mehr Qualität in der medizinischen Versorgung erzielt werden können.

Details zu den Forderungen und den genannten Konzepten sowie erste wirtschaftliche und medizinische Ergebnisse lesen Sie im Anhang „Regional vernetzte Gesundheitsversorgung – Kosten senken und Qualität steigern“, den wir Ihnen auf Nachfrage an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gern zuschicken.

Weitere Informationen über die Netze finden Sie unter www.gesundes-kinzigtal.de, www.ugom.de, www.mainarzt.de, www.que-nuernberg.de und www.solimed-ug.de.