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Gesundes Kinzigtal zieht positive Bilanz – AOK Baden-Württemberg und Gesundes Kinzigtal wollen Zusammenarbeit verlängern

Gemeinsame Pressemitteilung der AOK Baden-Württemberg und Gesundes Kinzigtal GmbH vom 24. Juni 2014

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Anhänge zu dieser Pressemitteilung:
Ein Panorama-Foto der Region Kinzigtal finden Sie hier (Quelle: Gesundes Kinzigtal GmbH).

Stuttgart/Haslach 24.06.2014. Eine qualitativ gute Versorgung und eine hohe Wirtschaftlichkeit schließen sich nicht aus. Die Integrierte Versorgung (IV) Gesundes Kinzigtal beweist dies erneut. Dort gelang es bereits im sechsten Jahr in Folge, einen verbesserten Deckungsbeitrag zu erzielen. Für das Jahr 2012 konnte ein positiver Deckungsbeitrag von 146 Euro je AOK-Versicherten bzw. 4,6 Millionen Euro für alle 31.000 AOK-Versicherten in der Region erzielt werden. Das heißt, die tatsächlichen Kosten der Versicherten waren fast sieben Prozentpunkte niedriger als die zu erwartenden Kosten. „Das Ergebnis ist umso bemerkenswerter, weil wir für die Ergebnisberechnung nicht nur die in den IV-Vertrag eingeschriebenen AOK-Versicherten einbeziehen, sondern alle AOK-Versicherten in der Region“, betont Helmut Hildebrandt, Geschäftsführer der Gesundes Kinzigtal GmbH.

Die Auswertung des Kinzigtaler Jahresergebnisses hatte sich aufgrund der Umstellung auf den morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) im Jahr 2009 verzögert. Die ursprüngliche Berechnungsgrundlage des 2006 gestarteten Vertrages, die sich auf den alten Risikostrukturausgleich bezogen hatte, musste erst daran angepasst werden.

Aktuelle Auswertung unterstreicht Versorgungsqualität

Eine aktuelle Evaluation der PMV Forschungsgruppe der Universität zu Köln kommt ebenfalls zu positiven Ergebnissen. Auf Basis der GKV-Routinedaten wird die Versorgungsqualität der Kinzigtaler AOK-Versicherten mit einer Vergleichsgruppe aus Baden-Württemberg seit dem Jahr 2004 anhand von Qualitätsindikatoren bewertet. Die Forscher stellen fest, dass für die Region Kinzigtal in vielen Bereichen ein Rückgang der Über-, Unter- und Fehlversorgung und damit verbunden eine Qualitätssteigerung zu beobachten sei. Im Kinzigtal habe auch keine Risikoselektion gesunder Versicherter stattgefunden. Dies ist besonders bemerkenswert, da im Kinzigtal vor allem ältere Versicherte eingeschrieben sind und diese eine höhere Morbidität aufweisen.

Positive Effekte zeigen dabei offensichtlich die speziellen Kinzigtaler Gesundheitsmanagementprogramme für chronisch erkrankte Versicherte, beispielsweise für Osteoporose-Risikopatienten: So treten bei diesen signifikant weniger schmerzhafte und im Alter schwer verheilende Knochenbrüche auf als in der Vergleichsgruppe. „Das im Kinzigtal initiierte Bündnis von Arzt und Patient hilft, die Versorgung zum Nutzen des Patienten zu verbessern“, unterstreicht Martin Wetzel, Allgemeinmediziner aus Hornberg und Vorsitzender des Kinzigtaler Ärztenetzes MQNK. Die gute Versorgungsqualität spiegelt sich auch im Mitgliederzuwachs wider. „Von 2006 bis 2012 haben sich rund 1.500 Menschen im Kinzigtal für die AOK Baden-Württemberg entschieden“, berichtet Petra Spitzmüller, stellvertretende Geschäftsführerin der Bezirksdirektion Südlicher Oberrhein der AOK Baden-Württemberg. „Ich bin davon überzeugt, dass wir diesen Erfolg auch auf die besondere Versorgungsqualität und das gemeinsame Engagement von AOK und Gesundes Kinzigtal zurückführen können.“

Partner beabsichtigen Vertragsfortführung ab 2016

Der bestehende Vertrag läuft noch bis Ende 2015. Die AOK Baden-Württemberg und die Gesundes Kinzigtal GmbH beabsichtigen jedoch, den Vertrag ab dem 1. Januar 2016 unbefristet fortzusetzen. Die Vertragspartner haben eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Danach soll der Vertrag inhaltlich weiter entwickelt werden und Erfahrungen der vergangenen Jahre einfließen. „Wir möchten dem neuen Vertrag zusätzliche Innovationsimpulse geben. Hierzu gehört die direkte Verbindung der integrierten Versorgung im Kinzigtal mit den erfolgreichen landesweiten AOK-Verträgen zur Hausarztzentrierten Versorgung und zu den Facharztprogrammen“, betont Dr. Christopher Hermann, Vorsitzender des Vorstandes der AOK Baden-Württemberg.

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