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Neues Innovationsfondsprojekt gestartet: Pflegeheimbewohner im Krankenhaus – welche Fälle sind vermeidbar?

Wenn ältere Patienten aus dem Pflegeheim ins Krankenhaus kommen, besteht immer die Gefahr, dass sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert – sei es durch die psychische Belastung, Infektionen oder zu lange Immobilisation. Viele Hospitalisierungen wären sicherlich vermeidbar, aber welche sind das? Welche neuen Strukturen bräuchten wir dafür? Und wie müsste das Fachpersonal geschult werden? Diese spannenden und für die Finanzierbarkeit der Gesundheitsversorgung relevanten Fragen untersuchen wir gemeinsam mit der Universität Witten/Herdecke und werden dabei vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesauschusses gefördert. Der Startschuss für das Projekt fiel am 1. April.

Hintergrund ist, dass immer mehr Menschen vollstationär gepflegt werden und dadurch sowohl die Krankenhausaufenthalte als auch die Kosten für die GKV steigen. Gleichzeitig ist der Klinikbesuch für die pflegebedürftigen Menschen oft belastend. Welche Hospitalisierungen aber tatsächlich erforderlich sind, ist nicht einfach zu ermitteln. Zwar gibt es bereits Listen mit vermeidbaren Krankenhausfällen, den so genannten Ambulant-sensitiven Krankenhausfällen (ASK). Diese sind allerdings nur als ein konzeptioneller Rahmen zu verstehen, der an verschiedene Versorgungssettings adaptiert werden kann.

Entwicklung einer Liste Pflegeheim-sensitiver Krankenhausfälle

Im Rahmen des Projekts „Bedarfsgerechte Versorgung von Pflegeheimbewohnern durch Reduktion Pflegeheim-sensitiver Krankenhausfälle“ wollen die Projektpartner die oben genannten Fragen klären, eine Liste Pflegeheim-sensitiver Krankenhausfällen (PSK) erarbeiten sowie das jeweilige Vermeidungspotenzial schätzen. Gleichzeitig wollen sie Maßnahmen identifizieren, die den Anteil der PSK reduzieren könnten, und die Einsparpotenziale für das GKV-System hochrechnen.

InnovationsfondsprojektSchematische Übersicht zu den Prozessschritten inklusive korrespondierender Forschungsfragen und Methoden des geplanten PSK-Forschungsprojektes. Grafik: OptiMedis.

Die Konsortialführung liegt bei Prof. Sabine Bohnet-Joschko, Stiftungsprofessorin für Management und Innovation im Gesundheitswesen an der Universität Witten/Herdecke. OptiMedis entwickelt die Methodik und wird die GKV-Routinedaten verschiedener Krankenkassen in Hamburg, Baden-Württemberg und dem Werra-Meißner-Kreis analysieren. Als Experten mit einbezogen sind der Forschungs- & Innovationsverbund an der Evangelischen Hochschule Freiburg e.V. sowie Pflege e.V..

Weitere Informationen zum Projekt  gibt es auf der Seite des Gemeinsamen Bundesauschusses.

Mehr über die Analysemöglichkeiten von OptiMedis lesen Sie in der Broschüre „Aus Daten Mehrwehrt schaffen: Analyse von Versorgungs- und Gesundheitsdaten“.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Timo Schulte, Head of Health Data Analytics & IT. Tel: +49 40 22621149-0; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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