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OptiMedium Juni 2019

Aus den Regionen

Gesunder Werra-Meißner-Kreis: Interventionsmix für Einwohner und lokale Akteure startet in die Umsetzung

EschwegeIm nordhessischen Werra-Meißner-Kreis ist der sukzessive Aufbau einer Intergierten Vollversorgung gestartet. Foto: pixabayDer Aufbau einer populationsorientierten, gesundheitsfördernden Versorgung nach dem OptiMedis-Modell läuft in einer dritten deutschen Region aktuell auf Hochtouren. Dank des 2018 geschlossenen Vertrags zur Integrierten Versorgung mit der BKK Werra-Meißner* und dem über die vergangenen Monate gesicherten Startinvestment beginnt im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis nun die konkrete Umsetzungsphase, bei der Prävention, Gesundheitsförderung, Kooperation und digitale Innovationen im Fokus stehen. Organisiert werden alle Aktivitäten unter dem Dach der regionalen Managementgesellschaft „Gesunder Werra-Meißner-Kreis GmbH“, die OptiMedis im Dezember 2018 gegründet hat. „Wir stellen gerade unser interdisziplinäres Team vor Ort zusammen, das die regionalen Akteure vernetzt, ein abgestimmtes Gesundheits- und Versorgungsmanagement aufbaut und innovative Instrumente in der Versorgung etabliert“, erklärt Projektentwickler Justin Rautenberg, der auch die enge Zusammenarbeit zwischen dem lokalen Team und den Hamburger OptiMedis-Kollegen koordiniert. 

Multiprofessionelle Zusammenarbeit stärken

WMK InfoAnfang des Jahres wurden den lokalen Akteuren des Gesundheits- und Sozialwesens bei einer ersten Informationsveranstaltung das Modell der Integrierten Versorgung und erste Kooperationspartner vorgestellt. Foto: Gesunder Werra-Meißner-Kreis GmbH Ein Mix aus verschiedensten Interventionen soll zum einen die Menschen der Region aktivieren, zum anderen aber auch attraktiv für die Akteure des Gesundheits- und Sozialwesens sein. „Wir sind fest davon überzeugt, dass die im Gesundheitswesen Tätigen mehr Unterstützung erfahren sollten, zum Wohle der Patienten zu kooperieren“, sagte Dr. h. c. Helmut Hildebrandt, (Aufbau-)Geschäftsführer der Gesunder Werra-Meißner-Kreis GmbH, Anfang des Jahres bei einer ersten Informationsveranstaltung mit über 150 Fachleuten. Damit eine lebendige „Integrierte Versorgungsgemeinschaft“ entsteht, gibt es künftig – über die Professionen hinweg – spezielle Weiterbildungs- und Informationsprogramme sowie Extrahonorare, wenn die Akteure zusätzlich Zeit in die Gesundheit der Bevölkerung und den Ausbau des zusätzlichen Versorgungsangebotes im Netzwerk investieren.

Zu den ersten Angeboten zählen beispielsweise Arzneimittelkonsile, interprofessionelle Qualitätszirkel und ein eHealth-Tag inklusive Fortbildung rund um das Thema digitale Innovationen. Möglich machen dies bereits aufgebaute Kooperationspartnerschaften, u. a. mit der DIPLOMA Hochschule, der Gesellschaft zur Förderung Medizinischer Kommunikation e.V. (GeMeKo) und FORTA – „Fit for the aged“ (Prof. M. Wehling).  Parallel wird ein neuartiges Weiterbildungsprogramm aufgesetzt, das sogenannte „Gesundheitslotsen“ in der ambulanten Versorgung als gut erreichbare und qualifizierte Ansprechpartner für die Bevölkerung aus-bildet.

Bevölkerung profitiert von ersten Angeboten

WMK PatientenErste zusätzliche Angebote, die Patienten aktivieren und ihre Gesundheitskompetenz fördern, können bereits von den Versi-cherten der BKK Werra-Meißner genutzt werden. Foto: iStockErste wohnortnahe und niedrigschwellige Angebote können die Bewohner des Landkreises ab sofort in Anspruch nehmen. Bereits gestartet sind spezielle Selbstmanagement-Kursreihen für chronisch Kranke (siehe INSEA Selbstmanagement) zur Ergänzung der medizinischen und therapeutischen Versorgung. Nach viel positivem Feedback der Teilnehmer werden diese Kursreihen, ebenso wie in Gesundes Kinzigtal, fester Bestandteil des Integrierten Versorgungsangebots sein. Darüber hinaus wird gemeinsam mit dem Partner Thieme TeleCare eine strukturierte, telemedizinische Beratung für Menschen mit komplexen chronischen Krankheiten angeboten.

Über das gesamte Präventions- und Beratungsangebot des Gesundheitsnetzwerks inklusive der BKK-eigenen Präventionskurse können sich die Menschen im Werra-Meißner-Kreis über die Gesundheitsplattform www.gesunder-wmk.de informieren. Neben Terminen und allen Infos rund um Gesunder Werra-Meißner-Kreis werden u. a. hilfreiche, getestete Gesundheits- und Medizin-Apps (teilweise mit Sonderkonditionen für Mitglieder des Gesundheitsnetzwerks) vorgestellt.

Sukzessiver Ausbau zur Integrierten Vollversorgung

„Um die ganze Region langfristig gesünder zu machen, müssen viele Hände aus dem medizinischen und sozialen Bereich ineinandergreifen“, weiß Dr. h. c. Helmut Hildebrandt nach fast 15 Jahren Erfahrung im Aufbau Integrierter Versorgungsmodelle wie Gesundes Kinzigtal. Dafür werden wir den verschiedenen Professionen und Interessengruppen im Werra-Meißner-Kreis spezifische und konkrete Vorteile durch die Zusammenarbeit im Netzwerk eröffnen. „Deshalb arbeiten wir jetzt intensiv am Ausbau der Angebote und digitaler Strukturen. Gleichzeitig sollen von der besonderen Versorgung natürlich möglichst viele Versicherte im Kreis profitieren – dafür verhandeln wir mit weiteren Krankenkassen der Region.“

Weitere Informationen unter: www.gesunder-wmk.de oder bei Justin Rautenberg (Kontakt).

 

*Anteil von knapp 25 % der gesetzlich Krankenversicherten im Werra-Meißner-Kreis