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OptiMedium November 2019

 

Das OptiMedis-Modell in China: Einsparcontracting-Verträge entwickeln sich zu einem Motor für Population Health Management

Mit einem Besuch von Dr. med. Steven Shao, dem Medizinischen Direktor der Chinese Pacific Insurance Company (CPIC), bei OptiMedis in Hamburg wurde der Anstoß zu einer internationalen Kooperation in Sachen Integrierter Versorgung und Population Health Management gegeben.

Als Antwort auf die massiven Kostensteigerungen infolge extremer demografischer Herausforderungen (ausgelöst u.a. durch die Ein-Kind-Politik Chinas), die Zunahme lebensstilbezogener Krankheiten und die Überlastung der Krankenhäuser, hat Dr. Shao in der Provinz Hebei (südöstlich von Peking) nach Vorbild des OptiMedis-Modells das Projekt „Gesundes Huanghua“ etabliert. Genutzt werden – ebenso wie in den deutschen Vorbild-Regionen Gesundes Kinzigtal und Gesunder Werra-Meißner-Kreis – Shared-Savings-Verträge (Einsparcontracting) mit kommunalen Krankenkassen.

shaoDr. med. Steven Shao, Medizinischer Direktor des drittgrößten chinesischen Versicherungsunternehmens Chinese Pacific Insurance Company (CPIC), war im Oktober 2019 zu Gast beim OptiMedis-Team in Hamburg. Foto: OptiMedis

Zukunftsrelevante Versorgungsthemen: Keine spezielle Landesfrage

Die CPIC ist das drittgrößte Versicherungsunternehmen in China und plant, ihre Arbeit im Gesundheitsbereich sowie mit kommunalen Krankenkassen großflächig zu erweitern. „Im Fokus soll dabei der Ausbau des Präventionsbereichs und der Start zugehöriger Pilotprojekte stehen, die langfristig landesweite Anwendung finden sollen“ erklärt Dr. Shao und tauschte sich mit dem OptiMedis-Team intensiv über konkrete Maßnahmen zur Förderung von Präventivmedizin im ländlichen und städtischen Raum sowie den besseren Ausbau und die Incentivierung der ambulanten Versorgung zur Vermeidung unnötiger Inanspruchnahme von Notaufnahmen und Krankenhausleistungen aus. „Wir haben außerdem überlegt, wie mit Hilfe unserer Erfahrungen in Gesundheitsnetzwerken in Deutschland und einzelnen weiteren europäischen Ländern die Versorgung zur seelischen Gesundheit verschiedener Bevölkerungsgruppen verbessert, und chronischen Erkrankungen – insbesondere Adipositas – in China entgegenwirkt werden kann“, berichtet Dr. h.c. Hildebrandt und betont, dafür sei unter anderem die Qualifizierung und erweiterte Nutzung aller Gesundheitsberufe für eine Bevölkerungsmedizin besonders relevant. „Wir freuen uns darauf, uns auch zukünftig zu diesen Themen mit Dr. Shao auszutauschen und Best-Practice-Beispiele aus beiden Ländern anzuwenden – im nächsten Jahr geht es für die weitere Planung der Zusammenarbeit nach China.“

Pionierarbeit: Interkulturelle Zusammenarbeit zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung

Darüber hinaus stellten Dr. Shao und Dr. h.c. Hildebrandt gemeinsam bei dem 32. Fachsymposium der  Deutsch-Chinesischen Gesellschaft für Medizin (DCGM) und der Chinesisch-Deutschen Gesellschaft für Medizin (CDGM) ihre Praxiserfahrungen vor. Die Vertreter der beiden Gesundheitssysteme – tätig im Management und in der Versorgung – gewährten einen Einblick in die Möglichkeiten der interkulturellen Zusammenarbeit im Gesundheitswesen. Der gemeinsame Vortrag folgte einem Beitrag von Prof. Rainer Sibbel, Professor for International Health Management at Frankfurt School of Finance & Management, der die mangelnde nationale Implementierung von Population Health Management-Programmen im internationalen Vergleich (USA, UK, Skandinavien) kritisierte. Und so stießen Dr. Shao und Dr. h.c. Hildebrandt mit ihrem Bericht über „Gesundes Huanghua“ sowie die deutschen Vorbilder „Gesundes Kinzigtal, „Gesundheit für Billstedt-Horn“ und „Gesunder Werra-Meißner-Kreis“ mit ihren konkreten Handlungspunkten und wissenschaftlichen Evaluationen auf viel positive Resonanz: „Dank seiner konkreten, gut umsetzbaren Praxisbeispiele und der bewiesenen Funktionalität in den Bereichen Versorgung, ökonomischer Nutzen und Akzeptanz, erzeugt das OptiMedis-Modell auch in der chinesischen Fachwelt besonderes Interesse“, freute sich Dr. Shao.