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OptiMedium Juni 2020

 

EU-Förderung: OptiMedis entwickelt Standard für umfassende digitale Regionalplattform - Start mit Patienten-Empowerment-Plattform im Werra-Meißner-Kreis

GWMK MIGOIm Gesunden Werra-Meißner-Kreis wird eine digitale Plattform implementiert, die die Bevölkerung im Umgang mit Gesundheit und Krankheit stärkt. Foto: istockIm Gesunden Werra-Meißner-Kreis wird digitale Vernetzung schon bald Realität sein. Das integrierte Gesundheitsnetzwerk in Nordhessen implementiert im Herbst die Online-Plattform „MIGO – Meine Gesundheit online“, auf der die Bevölkerung umfangreiche Informationen und Angebote zur Förderung von Gesundheit und zum Umgang mit ihrer Krankheit findet. Patienten können dort ihre Gesundheitsdaten aus verschiedenen APPs (wie Schritte pro Tag, Blutdruckwerte oder Informationen zum aktuellen Gesundheitszustand) automatisiert einpflegen lassen und sich mit Ärzten, Therapeuten sowie den speziell geschulten Gesundheitslotsen der Region per Chatfunktion und Telekonsultation austauschen und ihre gemeinsam vereinbarten Gesundheitsziele verfolgen. 

Inhaltliche Unterstützung findet die Plattform durch das EU-Projekt ADLIFE (ADvanced chronic diseases to improve health and quality of LIFE). ADLIFE nutzt schon entwickelte digitale Lösungen um darauf aufbauend eine umfassende digitale Toolbox zu schaffen, die eine individuell ausgerichtete integrierte Versorgung von Patienten unter Einbezug aller Beteiligten ermöglicht und sich speziell an Patienten mit hochgradiger COPD bzw. hochgradiger Herzinsuffizienz richtet.

EU-Projekt ADLIFE fördert mehrere digitale Innovationen im Gesunden Werra-Meißner-Kreis

Die ADLIFE-Toolbox besteht im Wesentlichen aus drei digitalen Komponenten, die nach international anerkannten Standards der Datensicherheit erstellt und jeweils auch im Gesunden Werra-Meißner-Kreis umgesetzt werden. Eine „Personalised Care Plan Management Platform“, die an eine elektronische Patientenakte angeknüpft ist, soll dabei helfen, den Gesundheitsstatus eines Patienten und alle getroffenen Maßnahmen auf einen Blick zu sehen. Die Beteiligten können sich darüber bezüglich der Behandlung des Patienten abstimmen und so unter Einbeziehung des Patienten den bestmöglichen Versorgungsplan erstellen.

Die zweite Komponente, die „Clinical Decision Support Services“, sind an die „Personalised Care Plan Management Platform“ angeknüpft und unterstützen Leistungserbringer mit intelligenten Algorithmen und Warnfunktionen bei der Versorgung der Patienten. Die „Clinical Decision Support Services“ basieren auf aktuellen Behandlungsleitlinien und sind in der Lage, Abweichungen von Normwerten oder Leitlinien zu erkennen, darauf aufbauend zu warnen und Vorschläge zur Anpassung der Behandlung zu machen.

Dritter Bestandteil der ADLIFE Toolbox ist die „Patient Empowerment Platform“, im Gesunden Werra-Meißner-Kreis „MIGO“ genannt. Die dort eingegebenen Daten sollen mit in das „Clinical Decision Support Services“-System einfließen und dadurch eine noch individuellere Betreuung der Patienten ermöglichen.

Das ADLIFE-Projekt wurde unter Beteiligung von sieben Partnern aus sieben Ländern im Januar 2020 begonnen und ist für vier Jahre geplant.