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OptiMedium Juni 2020

Die nächste integrierte Versorgungsregion mitten im Ruhrgebiet? OptiMedis entwickelt Konzept für „Bochum-Wattenscheid“

Wie lässt sich die städtebauliche Entwicklung mit einer sozialräumlich orientierten, gesundheitsfördernden und zukunftsfähigen Gesundheitsversorgung auf Quartiersebene verknüpfen? Das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept „Gesundes Wattenscheid“ machte im Gebiet der „Sozialen Stadt Wattenscheid“ den Anfang. Nun hat die Stadt Bochum OptiMedis beauftragt, im Rahmen einer Machbarkeitsstudie ein sozialmedizinisch ausgerichtetes „Gesundheitsbüro“ zu konzipieren. Es soll Teil einer Vernetzung über alle Berufsgruppen im Gesundheits- und Sozialbereich Wattenscheids und nachhaltig finanzierbar sein. Vorbild ist der ebenfalls von OptiMedis konzipierte Hamburger Gesundheitskiosk, der in die Sozial- und Gesundheitslandschaft der Stadtteile Billstedt und Horn eingebunden ist.  

Hoher Beratungsdarf aufgrund sozialer Situation

WattenscheidBlick auf den Stadtteil Bochum-Wattenscheid. Foto: istockIn Wattenscheid-Mitte leben – im Vergleich zum gesamten Stadtgebiet von Bochum – überdurchschnittlich viele Menschen, die in prekären Verhältnissen leben, einen Migrationshintergrund haben und von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Menschen mit einem niedrigen sozioökonomischen Status erkranken früher und häufiger an chronischen Erkrankungen als Menschen mit einen hohen Sozialstatus. Sie sind häufiger Risikofaktoren ausgesetzt, haben oftmals eine niedrigere Gesundheitskompetenz und eine geringere Lebenserwartung. Gleichzeitig weisen sie einen hohen Aufklärungs- und Beratungsbedarf auf, der wegen fehlender personeller und zeitlicher Ressourcen der örtlichen Akteure in der Regel nicht im erforderlichen Umfang gedeckt werden kann.

Das Konzept von OptiMedis wird Maßnahmen und Leistungen, Personaleinsatz- und Qualifikation, Raum- und Nutzungskriterien, Vorschläge für einen möglichen Standort sowie nachhaltige Finanzierungsmöglichkeiten beinhalten. Im ersten Schritt werden Ärzte und Therapeuten, Senioren-Einrichtungen, Selbsthilfe-Organisationen und Sozialakteure einbezogen, um die Bedarfe zu ermitteln. Das Konzept entsteht in Zusammenarbeit mit einem lokalen “Arbeitskreis Gesundheitsbüro”, bestehend aus Vertretern des Gesundheitsamtes, des Amtes für Stadtplanung und Wohnen, des Stadtteilmanagements Soziale Stadt Wattenscheid, des Medizinischen Qualitätsnetzes Bochum, der Bochumer Hochschule für Gesundheit, des Martin-Luther-Krankenhauses, der AWO-Mitte und des Instituts für Arbeit und Technik.