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Interkommunales MVZ Vogelsberg geht an den Start

mvz UrkundeIm Rahmen der Pressekonferenu am 9. Dezember hat Ralf Pillok, Referatsleiter Gesundheitspolitik im HMSI, MVZ-Geschäftsführer Ulf Werner einen Zuwendungsbescheid übergeben. Foto: VogelsbergkreisAb Januar nimmt das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Vogelsberg seinen Betrieb auf. Dies wurde auf einer Pressekonferenz am 9. Dezember in Freiensteinau in Anwesenheit der Staatssekretärin für Soziales und Integration, Anne Janz, und dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der KV Hessen, Dr. Eckard Starke, bekannt gegeben.

Das MVZ Vogelsberg ist das bundesweit erste interkommunale Versorgungszentrum in der Trägerschaft eines Landkreises und zweier Kommunen. Es wurde im Juni vom Vogelsbergkreis und den kreisangehörigen Gemeinden Freiensteinau und Grebenhain gegründet. Die Geschäftsführung übernimmt OptiMedis und hat hierzu einen Managementvertrag mit dem MVZ geschlossen.

Die hausärztliche Versorgung als wichtiger Standortfaktor

Bild5Die Kommunen übernehmen die Trägerschaft, um dauerhaft die medizinische Versorgung in den beiden Gemeinden zu gewährleisten. Der Hausarzt ist in kleineren Gemeinden ein wichtiger Standortfaktor, weil dieser sowohl die Existenz des örtlichen Apothekers und Pflegeheims sichert als auch ausschlaggebender Grund für junge Familien oder Betriebe sein kann, dort zu wohnen bzw. sich niederzulassen.

Ab Januar arbeiten drei Allgemeinmediziner und neun MFA an den zwei Standorten in Freiensteinau und Grebenhain für das MVZ. „Durch Teilzeitverträge ermöglichen wir es insbesondere jungen Ärztinnen, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen“, erklärt Geschäftsführer Ulf Werner. Bundesweit arbeiten derzeit knapp 22.000 Ärzte in Medizinischen Versorgungszentren. Das ist nahezu jeder 8. Arzt, Tendenz steigend. Medizinische Versorgungszentren sind auch deshalb bei Ärzten attraktiv, weil diese sie von administrativen und organisatorischen Aufgaben sowie Personalangelegenheiten entlastet werden können. Die Ärzte können sich stärker auf die Patientenversorgung fokussieren und durch eine effiziente Praxisorganisation eine steigende Zahl von zu behandelnden Patienten versorgen.

„Das MVZ ist ein Motor für innovative Versorgung“

Das MVZ Vogelsberg soll sich mittelfristig zu einem integrierten Versorgungszentrum weiterentwickeln. Medizinische Versorgung soll – delegiert durch den Arzt – auch von den nicht-ärztlichen Angestellten erbracht werden. Dazu zählen Routine-Hausbesuche oder die Wundversorgung. Ferner will man mit anderen Fach- und Berufsgruppen kooperieren und sich mit kommunalen Akteuren aus Ehrenamt, Soziales und Pflege vernetzen. So wird eine enge Zusammenarbeit, mit der Fachstelle „Prima“ des Landkreises angestrebt, um die psychosoziale Betreuung älterer Patienten zu verbessern. „Wir sehen in dem MVZ ein Labor für eine innovative, integrierte Versorgung in ländlichen Regionen“, betont Ulf Werner.