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Aus Politik und Verbänden

Veranstaltungsbericht: Von „volume“ zu „value“ – auf den konkreten Nutzen für Patienten kommt es an!

Berliner Aufruf PodiumVertreter aus Politik, Praxis & Wissenschaft haben in Berlin gemeinsam einen Blick auf die Frage geworfen, wie wir das Gesundheitssystem in dieser Legislatur stärker auf Ergebnisorientierung ausrichten können. Foto: OptiMedisValue-based healthcare, ein nutzen-basiertes Gesundheitssystem – das forderten am 28. Oktober 2021 im Langenbeck-Virchow-Haus in Berlin die Teilnehmer der Veranstaltung „Das Ergebnis zählt“. Eingeladen hatten die B. Braun Stiftung und die OptiMedis AG. Im Anschluss veröffentlichten sie gemeinsam mit zahlreichen Experten aus dem Gesundheitswesen den „Berliner Aufruf für mehr Patientennutzen im Gesundheitswesen“ (Details dazu unter www.optimedis.de/berlineraufruf).

Diskrepanz zwischen Input und Outcome im Gesundheitswesen

Das deutsche Gesundheitssystem gilt weltweit als eines der besseren. Tatsächlich bescheinigt die OECD der Bundesrepublik in ihrem jüngsten Report „Health at a Glance“ eine hohe Versorgungsdichte: Auf 1.000 Einwohner kommen 4,3 Ärzte (Platz 5) und 13 Pflegekräfte (Platz 5 bzw. Platz 2 in der Europäischen Union). Bei den Krankenhausbetten ist Deutschland mit 8 auf 1.000 sogar Spitzenreiter. Doch, obwohl Deutschland 11,7 Prozent seines Bruttoinlandproduktes ins Gesundheitssystem steckt – nur die USA und die Schweiz geben noch mehr aus –, belegt es bei der Lebenserwartung mit 81 Jahren nur den 17. Platz und ist damit EU-Durchschnitt. Zudem werden die Menschen in Deutschland kränker alt als beispielsweise in Schweden: 65 Jahre alte Frauen haben im Schnitt 12,2 Jahre ohne gesundheitliche Einschränkungen vor sich. Gleichaltrige Schwedinnen können sich über weitere 15,8 gesunde Jahre freuen. Bei Männern sieht es ganz ähnlich aus. Darüber hinaus ist bei einigen Krankheiten, etwa bei Diabetes-Typ-2 oder der Koronaren Herzkrankheit, die Sterblichkeit in Deutschland höher als anderswo.

Die Gründe für die Diskrepanz zwischen Input und Outcome des Gesundheitswesens waren bei der Plenumsveranstaltung von der B. Braun-Stiftung und OptiMedis am 28. Oktober 2021 schnell ausgemacht: Zum einen setzten die Vergütungsstrukturen falsche Anreize, indem sie sich an den Fallzahlen erbrachter medizinischer Leistungen ausrichten, statt an der jeweils erzielten Ergebnisqualität. Zum anderen würden die Potenziale der Digitalisierung nicht ausgeschöpft. Zwar lägen Versorgungsdaten in ausreichender Menge vor, doch weder könne auf sie zugegriffen werden noch würden sie in die Qualitätsbewertung medizinischer Leistungen ausreichend einfließen.

Neue Wege einschlagen

„Solange wir Anreize setzen, die sich an der Menge orientieren, laufen wir in die falsche Richtung“, stellte Dr. h.c. Helmut Hildebrandt fest, Vorstandsvorsitzender von OptiMedis. Angesichts des demografischen Wandels sei mit einer völlig neuen Morbiditäts- und Belastungsstruktur zu rechnen. Reformen müssten sich vor allem am Nutzen für Patienten orientieren, betonte Professor Dr. Alexander Schachtrupp, Geschäftsführer der B. Braun-Stiftung. „Gemeinsam wollen wir erreichen, dass alle Akteure im Gesundheitswesen inklusive der Kostenträger diesen Nutzen auch nachweisen müssen.“ Es müssten Indikatoren entwickelt werden, die für die Patienten relevante und möglichst aggregierte Outcomes widerspiegeln, ergänzte Schachtrupp. Außerdem sollten auch die Betroffenen selbst ihre Erfahrungen und Präferenzen in einer national standardisierten Form einbringen können.

Von „Volume“ zu „Value“

Namhafte Experten untermauerten die Forderung nach mehr Patientennutzen mit Hintergründen und Fakten. Reinhard Busse, Professor für Management im Gesundheitswesen an der Fakultät Wirtschaft und Management der Technischen Universität Berlin, legte dar, wie Deutschland weg vom „Volume“ im Gesundheitswesen hin zu mehr „Value“ kommen könnte …

Weiterlesen – hier kommen Sie zum ausführlichen Bericht zu der Tagung, den einzelnen Workshops und den Präsentationen der Referenten!