OptiMedium 05/2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem Begriff „Accountable Care Organisations“  entsteht eine neue Konzeption in den Vereinigten Staaten, die starke Bezüge zu unserer Diskussion in Deutschland aufweist. ACO bezeichnet Organisationen, die für ganze lokale Bevölkerungen und ihre Gesundheit die Versorgungsverantwortung übernehmen und dies nicht nur für kurze Zeiten sondern mit nachhaltigem Einsatz. Sie verbessern die Qualität, während sie gleichzeitig Kostensteigerungen vermeiden. Nichts anderes etablieren fortgeschrittene Arztnetze und ihre Partner seit Jahren in Deutschland, meist unter dem Begriff Regionale Integrierte Vollversorgung. Mehr zu den Erfolgen und Erfahrungen der Ärztenetze  und der amerikanischen Diskussion folgt in unserem nächsten OptiMedium, erste Quellen für die eigene Lektüre finden Sie aber schon weiter unten.

Neuigkeiten gibt es aus unserem Integrierten Versorgungssystem „Gesundes Kinzigtal“. Als Teil der Gesamtstrategie hin zu optimierter Qualität und auch dem Nachweis derselben wurde dort soeben eine Vereinbarung unterzeichnet, mit der in Kürze  erste Qualitätsindikatoren aus dem AQUIK®-Set der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) im Praxisalltag erprobt und über die zentrale Patientenakte ohne zusätzlichen Dokumentationsaufwand erfasst werden. Mehr darüber lesen Sie hier.

Erste Evaluationsergebnisse vorgestellt

Beim diesjährigen Hauptstadtkongress waren wir wieder vertreten und haben im Rahmen des Loungeprogramms vom Bundesverband Managed Care erste Zwischenergebnisse der Jahre 2004 bis 2007 der laufenden Evaluation von Gesundes Kinzigtal vorgestellt (die Vergleichsgruppe besteht aus alters- und geschlechtsstandardisierten Matched Pairs der AOK Baden-Württemberg). Nur einige Beispiele:

Die Details der Ergebnisse stellen wir Ihnen gern im Gespräch vor oder schicken Ihnen die Präsentation als pdf-Datei. Bitte senden Sie uns hierfür eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Und noch ein Hinweis: Den gerade erschienenen Jahresbericht 2009 von Gesundes Kinzigtal gibt es als pdf-Datei zum Download unter www.optimedis.de/aktuelles.

Mit herzlichen Grüßen

Foto von Helmut HildebrandtIhr Helmut Hildebrandt

 


Anhänger der Integrierten Vollversorgung wird Chefaufseher über staatliche Versicherungsprogramme in den USA

Dr. Don Berwick
Dr. Don Berwick

Vor wenigen Tagen ernannte das Weiße Haus in Washington den Harvard-Professor und langjährigen Leiter des Institute for Healthcare Improvement, Dr. Don Berwick, zum neuen Leiter der „Centers for Medicare and Medicaid Services“. Berwick ist Pädiater und hat sich u.a. mit seiner Forderung nach einer Integrationsinstanz einen Namen gemacht, die auf der regionalen Ebene über alle Sektoren der Medizin hinweg das dreifache Ziel von Verantwortung für die Verbesserung der Versorgung, die Gesundheit der Population und die Vermeidung von Kostensteigerungen übernimmt. Die bisherigen Ansätze in den USA mit der Optimierung innerhalb des jeweils einzelnen Sektors, des einzelnen Krankenhauses oder der einzelnen Praxis sollten zwar weiter fortgesetzt werden. Seiner  Ansicht nach benötigt eine hochwertige Gesundheitsversorgung aber eine stärkere Integration und ein über die einzelnen Beteiligten hinaus reichendes Werteset. Dies könne nur mit einer Instanz geschaffen werden, die quer zu den Sektoren für eine ganze regionale Bevölkerung Verantwortung übernimmt und alle sozialen und medizinischen Optionen auf das oben beschriebene dreifache Ziel hin aktiviert und ausrichtet.

Im nächsten OptiMedium folgt dazu mehr. Wer jetzt schon zu den Originalquellen möchte, der kann sich folgende Webseiten aufrufen:


KBV testet Qualitätsindikatoren zusammen mit OptiMedis, dem MQNK und  „Gesundes Kinzigtal“

Erste Indikatoren aus dem AQUIK®-Set werden schon bald im baden-württembergischen Kinzigtal erprobt: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), die OptiMedis AG, die Gesundes Kinzigtal GmbH und das Medizinische Qualitätsnetz – Ärzteinitiative Kinzigtal e.V. haben eine Kooperation für die Erforschung, Weiterentwicklung und pilothafte Implementierung eines Sets von Qualitätsindikatoren im ambulanten Sektor vereinbart.

Die Transparenz medizinischer Qualität ist eine wichtige Voraussetzung für die Beurteilung und die Steuerung von medizinischer Versorgung im Gesundheitswesen. Um Qualität messen, analysieren und bewerten zu können, sind valide Instrumente notwendig. Solche Instrumente zu entwickeln, war das Ziel des KBV-Projektes „AQUIK® – Ambulante Qualitätsindikatoren und Kennzahlen“.

Die bisher von der KBV entwickelten 48 Qualitätsindikatoren erfassen unterschiedliche Bereiche insbesondere chronischer Erkrankungen von ADHS und AIDS/HIV, über Herzinsuffizienz bis zu rheumatoider Arthritis und Vorhofflimmern. Die Ärzte des Integrierten Vollversorgungssystems Gesundes Kinzigtal werden sie in ihrem Praxisalltag erproben und gemeinsam mit den Partnern einen Pilottest durchführen. Ziel ist es, wichtige methodische Impulse für die zukünftige Entwicklung von Qualitätsindikatoren sowie einer unterstützenden IT-Infrastruktur zu erhalten.

Helmut Hildebrandt, Vorstand der OptiMedis AG, will gern die Entwicklung bundesweiter Qualitätsstandards forcieren. „Mit Hilfe von Indikatoren wollen wir uns selber einen Maßstab für unsere Qualität geben. Dies ist auch für uns im Kinzigtal wichtig, um den Erfolg unserer Integrierten Vollversorgung und die verbesserte Betreuung der Patienten zu belegen.“ Auch bisher werde die Qualität im Gesunden Kinzigtal schon intensiv überprüft und mit der Regelversorgung verglichen durch eine eigens dafür eingerichtete Evaluations-Koordinierungsstelle an der Universität Freiburg, ergänzt er.

Marcus Auel, der Vorsitzende des Medizinischen Qualitätsnetzes – Ärzteinitiative Kinzigtal e.V., weist auf die Arbeit seiner Kollegen hin, die sich im letzten Jahr zu fast 100 Prozent für QEP, das QM-System der Kassenärztlichen Vereinigungen, haben zertifizieren lassen. "Damit ist das Kinzigtal die Region mit der höchsten Durchdringung an zertifizierten Praxen geworden."

Für Dr. Andreas Köhler, den Vorstandsvorsitzenden der KBV, steht fest, dass Qualität auch im Gesundheitswesen als wettbewerbsbestimmende Größe an Bedeutung gewinnt. Weiteren bürokratischen Aufwand solle es dabei für die Ärzte nicht geben. „Uns geht es vielmehr darum, innovative EDV-Lösungen zur Datenerfassung und -auswertung zu schaffen“, so der KBV-Chef.


Pressespiegel: Treiber der Innovation sind kreative Ärzte mit Managementgesellschaften und Krankenkassen

Die Ärztezeitung hat in den vergangenen Tagen mehrfach über die regionale Vollversorgung „Gesundes Kinzigtal“ berichtet. So heißt es unter anderem in einem Bericht vom Hauptstadtkongress: „Treiber der Innovation ist nicht der Gesetzgeber, wie bei vielen Veranstaltungen deutlich wurde. Es sind kreative Ärzte, die zusammen mit Management-Gesellschaften und Krankenkassen eine medizinisch bessere und zugleich kostengünstiger Versorgung sicherstellen, wie das Beispiel ‚Gesundes Kinzigtal‘ zeigt. Über die Evaluation von „Gesundes Kinzigtal“ schreibt die Zeitung: „Eine bessere Gesundheitsversorgung vor allem auch für vulnerable Gruppen und ökonomischer Erfolg für Ärzte und Kassen sind kein Widerspruch. Daten aus dem Projekt "Gesundes Kinzigtal" belegen das jetzt.“ Alle Artikel sind auf der Webseite www.aerztezeitung.de unter dem Suchbegriff „Kinzigtal“ zu finden. Bei Interesse wenden Sie sich bitte auch an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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Britta Horwege

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