OptiMedium 07/2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft wird eines mal wieder mehr als deutlich: Wer seine Ziele erreichen will, braucht ein hervorragendes und super motiviertes Team mit Kompetenzen in unterschiedlichen Bereichen. So halten wir es auch bei OptiMedis: Wir haben in den vergangenen Monaten mehrere, bestens ausgebildete Spieler in die Mannschaft geholt – ganz aktuell für den Bereich Controlling, den wir zurzeit stark ausbauen. Und auch für unseren Aufsichtsrat konnten wir drei neue Mitglieder gewinnen mit Expertise aus ganz unterschiedlichen Bereichen.

Prof. Dr. Eberhard Wille, Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen – dem wir ganz herzlich zur erneuten Wahl in dieses Amt gratulieren –, Dr. Hans Jürgen Ahrens, Rechtsanwalt, und der Arzt und Apotheker Dr. Hans-Nikolaus Schulze-Solce gehören seit kurzem dem Gremium an. Als Vorsitzender freue ich mich ganz besonders, dass wir diese drei ausgewiesenen Experten für den Aufsichtsrat gewinnen konnten. Ihre Kurzporträts finden Sie weiter unten in diesem Newsletter. In unserer nächsten Ausgabe werden wir dann ein ausführliches Interview mit Prof. Dr. Wille zur künftigen Versorgungslandschaft veröffentlichen.

Ärztenetze im Gespräch mit Minister Rösler

Sie haben es sicher gelesen – der Schweizer Nationalrat will die Integrierte Versorgung in Netzen zur Regel zu machen. Stimmt auch der Ständerat zu, werden die Krankenkassen ab dem Jahr 2012 verpflichtet, in jeder Region mindestens ein „Managed Care“-Modell anzubieten. Die Ärzte sollen dabei die Budgetmitverantwortung übernehmen, sodass sie besonders für die Gesunderhaltung der Patienten belohnt werden. Und auch in den USA gibt es ähnliche Entwicklungen (mehr dazu weiter unten).

Dass die Entwicklung in Deutschland mittelfristig in eine ähnliche Richtung gehen könnte, zeigt das Treffen mit Bundesgesundheitsminister Rösler, bei dem Gesundes Kinzigtal und vier weitere regionale Gesundheitsunternehmen ihre Konzepte präsentiert haben. Mehr über den Termin lesen Sie in dieser Ausgabe.

Außerdem in diesem OptiMedium: Das von OptiMedis entwickelte Data-Warehouse mit OLAP-Technologie und über 300 ETL-Prozessen, mit denen man Daten extrahieren, transformieren und in die Datenbank laden kann, und unsere Kooperation mit Samedi, durch die mit OptiMedis verbundene Ärztenetze besondere Konditionen erhalten.

Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen

 

Dr. Manfred Richter-ReichhelmIhr Dr. Manfred Richter-Reichhelm
Vorsitzender des Aufsichtsrats der OptiMedis AG

 


Neue Mitglieder im OptiMedis-Aufsichtsrat

Die OptiMedis AG hat drei neue Mitglieder für ihren Aufsichtsrat gewonnen. Prof. Dr. rer. pol. Eberhard Wille, Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen, der Rechtsanwalt Dr. jur. Hans Jürgen Ahrens sowie Dr. med. Hans-Nikolaus Schulze-Solce, Arzt und Apotheker, wurden in das nun sechsköpfige Gremium gewählt. Alle drei werden ihr Know-how gezielt einbringen und sich für die Weiterentwicklung integrierter Vollversorgungssysteme einsetzen.

Vorsitzender des Aufsichtsrats bleibt Dr. med. Manfred Richter-Reichhelm. Auch die bisherigen Mitglieder Prof. Dr. med. Dr. phil. Alf Trojan und Prof. Dr. rer. nat. Gerd Glaeske führen ihre Arbeit weiter fort.

Die neuen Mitglieder stellen wir Ihnen hier in Kurzporträts vor:

Dr. Hans Jürgen Ahrens
Dr. Hans Jürgen Ahrens 

„Nur durch einen erweiterten Wettbewerb über regionale Selektivverträge haben wir die Chance, Bewegung in das GKV-System zu bringen. Deshalb ist es so wichtig, jetzt Anreize für die Krankenkassen zu setzen, derartige Verträge zu schließen.“

 

Der Rechtsanwalt Dr. Hans Jürgen Ahrens war viele Jahre für den AOK-Bundesverband tätig – zunächst als Geschäftsführer dann als Vorsitzender des Vorstands. Zuvor arbeitete Dr. Ahrens unter anderem im Landesdienst Schleswig-Holstein als Ministerialdirigent und Leiter einer Abteilung im Ministerium für Arbeit und Soziales, Jugend, Gesundheit und Energie. Heute ist Dr. Ahrens als Rechtsanwalt tätig.

Dr. Hans-Nikolaus Schulze-Solce
Dr. Hans-Nikolaus Schulze-Solce 

Regional organisierte Systemlösungen sind der beste Ansatz für eine hohe Versorgungsqualität bei gleichzeitiger Wirtschaftlichkeit. Dies zeigen auch die Erfahrungen zum Beispiel in den USA und der Schweiz. Es wäre wünschenswert, dass der Gesetzgeber in Deutschland bessere Voraussetzungen für die Umsetzung solcher Systeme schaffen würde.“

 

Der Arzt und Apotheker Dr. med. Nikolaus Schulze-Solce wechselte nach seiner Assistenzarztzeit am Universitätsklinikum Marburg in die Industrie. So war er unter anderem bei Lilly Deutschland und Lilly Japan als Direktor Medizin und Klinische Forschung bzw. Director Scientific Affairs tätig. Mitte der neunziger Jahre übernahm er den Posten des Vice President Health Management Services bei PCS Health Systems, einem Pharmacy Benefit Management Unternehmen in den USA. Vor allem aufgrund seiner Arbeit dort verfügt Dr. Schulze-Solce über langjährige Erfahrung mit Arzneimittellisten und -anwendungsprogrammen.

Von 2000 bis 2009 war Dr. Schulze-Solce Mitglied der Geschäftsführung von Lilly Deutschland in Bad Homburg und ist seitdem als Berater für verschiedene Unternehmen tätig.

Prof. Dr. Eberhard Wille
Prof. Dr. Eberhard Wille 

„Wir sollten in Zukunft im Prinzip nur solche IV-Projekte fördern, die sektorübergreifend sind, einen Populationsbezug haben und ihre Erfolge im Rahmen einer Evaluation nachweisen.“

 

Prof. Dr. Eberhard Wille ist seit vielen Jahren Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie sowie im Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen, seit 2002 dessen Vorsitzender. Er hat den Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschaft an der Universität Mannheim und forscht unter anderem in den Bereichen Gesundheitsökonomie, Sozialversicherung, Demographische Entwicklung und Kosten-Nutzen-Analysen.


Regionale Versorgung stärken: Gesundes Kinzigtal bei Minister Rösler

Die Vertreter fünf erfolgreicher regionaler Gesundheitsunternehmen – darunter Gesundes Kinzigtal – fordern gleiche Wettbewerbsbedingungen für regionale Selektivverträge und mehr Anreize für Krankenkassen zum Vertragsschluss mit regional vernetzten Gesundheitsanbietern. Ende Juli in Berlin stellten sie Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler ihre Konzepte und die positiven medizinischen und wirtschaftlichen Ergebnisse der vergangenen Jahre mit Einsparungen im zweistelligen Prozentbereich vor.

Gesundes Kinzigtal bei Minister Rösler

Von links: Mark Kuypers (solimed), Prof. Thomas Wolf (MainArzt), Dr. Veit Wambach (QuE), Helmut Hildebrandt (Gesundes Kinzigtal), Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler, Dr. Ulrich Orlowski, Dr. Susanne Becker (beide Bundesgesundheitsministerium), Dr. Hermann Dandorfer, Dr. Thomas M. Bahr (beide UGOM).

Zu der Initiative gehören neben Gesundes Kinzigtal das Unternehmen Gesundheit Oberpfalz Mitte (UGOM), das Gesundheitsnetz Qualität und Effizienz (QuE), MainArzt sowie solimed – Unternehmen Gesundheit. Ihr Ziel ist es, ihre Modelle der regionalen Vollversorgung, bei der Haus- und Fachärzte gemeinsam eine Versorgungsverantwortung für die regionale Bevölkerung übernehmen, in weiteren Regionen Deutschlands aufzubauen.

Rösler: Effiziente regionale Strukturen stärken – Limit für Hausarztverträge

Minister Rösler hält die Stärkung effizienter regionaler facharzt-, hausarzt- und pflegeübergreifender Strukturen für wichtig, das machte er im Gespräch deutlich. Einsparungen dürften nicht zu Lasten der Patienten gehen, sagte er. Dies könne man nur durch effiziente Strukturen erreichen. Der Minister will die integrierten regionalen Konzepte nun näher prüfen und die Netze vor Ort besuchen. Er kündigte an, den künftigen Dialog zwischen Krankenkassen und Versorgungsnetzen zu fördern.

Im Bezug auf Selektivverträge gibt es auch in Röslers am 6. Juli vorgelegtem Reformkonzept eine interessante Entscheidung: Das Vergütungsniveau bei den Hausarztverträgen soll auf das im KV-System gültige Honorarniveau gesenkt werden. Rösler verspricht sich dadurch Einsparungen von rund 500 Millionen Euro. Laut Krankenkassen führten die Verträge im Durchschnitt zu einer um 20 Euro höheren Honorierung als in der Regelversorgung, begründete der Minister. Wichtig dabei: Für Hausarztverträge, die bis zum Kabinettsbeschluss unterschrieben werden, soll Bestandsschutz gelten.

Mehr Qualität bei sinkenden Kosten

Die fünf regionalen Gesundheitsunternehmen sind in ihren Kernelementen vergleichbar: Sie verändern nachhaltig die Strukturen, ermöglichen ein sektorenübergreifendes Versorgungsmanagement und fördern Prävention. Gleichzeitig sorgen sie für eine Ergänzung der Anreize in der Vergütung: Zusätzlich zu der Behandlung des Kranken wird die Gesunderhaltung belohnt. Das Konzept und die Forderungen an die Politik haben wir in einer Broschüre zusammengestellt – bei Interesse schicken Sie uns bitte ein E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


Regionale Integrierte Vollversorgung – politischer Rückenwind in den USA...

Im vorherigen OptiMedium hatten wir schon auf die Ankündigung von Präsident Obama hingewiesen, mit Dr. Don Berwick einen langjährigen Befürworter Integrierter Versorgung zum neuen Leiter der „Centers for Medicare and Medicaid Services“ zu nominieren. Nach der Ankündigung von Widerstand durch die Republikaner, die anhand der Personalentscheidung die gesamte Frage der Gesundheitsreform erneut diskutieren wollten, nutzte Obama jetzt  sein Recht auf ein „recess appointment“ und ernannte Berwick am 6. Juli 2010 auch ohne Zustimmung des Senats zum Aufseher über die staatlichen Versicherungssysteme in den USA. Er machte dies in einer Parlamentsferienwoche, in der er das Recht hat, auch ohne Senatszustimmung Entscheidungen zu treffen. Diese sind dann allerdings auf das Ende der Legislaturperiode des Kongresses begrenzt.

Berwick gilt als entschiedener Befürworter von Ärztenetzen und Integrierten Systemen, gleichzeitig setzt er auf klare Rahmenbedingungen für deren Erfolg.  Er gilt als einer der Väter der aktuellen Gesundheitsreform, die unter dem Begriff  „Accountable Care Organizations“ Organisationsstrukturen für die Integration der Sektoren aufbauen und zur Nachhaltigkeit bringen will. Diese „ACOs“, die ähnlich vielfältig zusammengesetzt sein können wie unsere Integrierten Systeme nach dem § 140 a SGB V, sollen die Verantwortung für eine bestmögliche Versorgung der regionalen Bevölkerung übernehmen und werden dafür an den Einsparungen beteiligt. Für uns zunächst ungewöhnlich ist, dass diese Einsparungsteilungsverträge dort sogar ohne Einschreibung funktionieren und der Patient somit weiterhin völlig frei ist. Dies resultiert aus den eher schlechten Erfahrungen mit „Managed Care“-Modellen, bei denen Patienten auf eine begrenzte Zahl von Ärzten festgelegt sind. Ähnlich der freien Arztwahl in den OptiMedis-Systemen setzt der amerikanische Gesetzgeber bei den ACOs auf die Überzeugungsfähigkeit der Ärzte und die Einsicht der Patienten.

Ruf nach verpflichtender Evaluation

Die neue Ausgabe der Zeitschrift „Health Affairs“ berichtet nun erstmals über eine Vorschlag, wie ACOs schnell und zügig in ganz USA aufgebaut werden und wie ein Lern- und Entwicklungssystem dafür aussehen könnten (Stephen M. Shortell, Lawrence P. Casalino, and Elliott S. Fisher: How The Center For Medicare And Medicaid Innovation Should Test Accountable Care Organizations. Health Affairs, July 2010; 29(7): 1293-1298.).  Für die deutsche Reformdiskussion könnten einige Hinweise nützlich sein, so problematisieren die Autoren: „Considerable technical assistance will be needed to implement the learning system for the development of ACOs. This will be particularly true for loosely organized independent practice associations and virtual physician networks, which currently lack the size and resources to become ACOs.”

Als potentielle Unterstützungseinrichtungen sehen sie die zahlreichen staatlichen wie privaten Organisationen und Institute, die sich mit der Verbesserung der Gesundheitsversorgung befassen. Gleichzeitig wollen sie aber auch die schon etwas reiferen ACO-Organisationen als Mentoren für die Weiterentwicklung genutzt sehen und schlagen dazu Bonuslösungen vor, wenn diese technische Assistenz für die Entwicklung von Behandlungspfaden, Reorganisation von Versorgungsabläufen, die Entwicklung effektiver Teamstrukturen, die Umsetzung elektronischer Vernetzungslösungen etc. zur Verfügung stellen. Verpflichtende Evaluation sowie Offenlegung der Kosten-, Leistungs- und Ergebnisdaten für die lokalen ACOs sind weitere Empfehlungen.

...und in der Schweiz

Der Schweizer Nationalrat hat am 15. Juni 2010 entschieden, die Integrierte Versorgung in Netzen zur Regel zu machen. Stimmt auch der Ständerat zu, werden die Krankenkassen ab dem Jahr 2012 verpflichtet, in jeder Region mindestens ein „Managed Care“-Modell anzubieten. Die Ärztenetze sollen dabei die Budgetverantwortung übernehmen. So hätten sie einen Anreiz, Behandlungsprozesse  zu optimieren und nutzlose Leistungen zu vermeiden, sagte Ruth Humbel von der Gesundheitskommission gegenüber der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ Online, 16. Juni 2010).

Hintergrund der Nationalratsdiskussion sind die stetig steigenden Kosten des Schweizer Gesundheitswesens und die Aufsehen erregenden und gut dokumentierten Erfolge von Ärztenetzen in der Schweiz. Die erzielten Einsparungen liegen – bereinigt um Risikoselektionseffekte – im Schnitt bei zirka zehn Prozent und reichen in der Spitze sogar bis auf 18 Prozent.

Krankenkassen und Patienten – so der Nationalrat – sollen künftig mehr Anreize erhalten, mit Ärztenetzen in Verträge zu gehen. Mit 109 zu 57 Stimmen beschloss er, dass künftig 20 Prozent der die Franchise  übersteigenden Gesundheitskosten bezahlen muss, wer an der freien Arztwahl festhält. Wer sich für „Managed Care“ (hier im Sinne eines Vertrages, der ein Ärztenetz beinhaltet) entscheidet, bleibt beim heutigen Selbstbehalt von zehn Prozent. Franchise wird in der Schweiz ein System genannt, wonach der Patient bei der Krankenkasse selber wählen kann, welchen Festbetrag er zahlt. Die darüber hinausgehende Rechnungssumme zahlt er dann wieder zu einem Anteil (hier zum Beispiel zehn Prozent) bis zu einer Höchstgrenze. Auch die absolute Höchstgrenze soll gesetzgeberisch variiert werden. Bundesrat Burkhalter nannte laut NZZ als Richtwerte 500 Franken für in Netzwerken und 1000 Franken für traditionell Versicherte. Heute beträgt der Selbstbehalt maximal 700 Franken. Für die Versicherten wiederum negativ: Sie müssen sich für mindestens drei Jahre entscheiden und bei vorherigem Austritt eine Prämie zahlen.

Anders als die USA bewegt sich die Schweiz mit dieser Reform insofern auf eine stärker reglementierte Regelung hin. Es wird interessant sein, die Erfolge eines stärker freiheitlichen und eines stärker reglementierten Systems auch bzgl. der Entwicklung der Arzt-Patient-Beziehung und der Patientenzufriedenheit mit einander zu vergleichen.


ZweiTäler Ärzte- und Psychotherapeuten wollen regionale Versorgung neu gestalten

Das Interesse von Ärztenetzen an regionalen Vollversorgungs-Verträgen ist weiter groß: So arbeitet OptiMedis seit Juni 2010 mit der ZweiTäler Ärzte- und Psychotherapeuten Gemeinschaft im Schwarzwald, einem Nachbarnetz von „Gesundes Kinzigtal“, eng zusammen. Das erfahrene Ärztenetz, kurz ZWÄG genannt,  will die regionale Versorgung im Zweitälerland (Elz- und Simonswäldertal) noch aktiver als bisher gestalten, die Zusammenarbeit professionalisieren und über Selektivverträge mit Krankenkassen ein Versorgungsmodell wie „Gesundes Kinzigtal“ aufbauen. Weitere Ärzte aus den umgebenden Regionen sollen im nächsten Schritt einbezogen werden.

Logo ZWÄG

Für die Ärzte und Psychotherapeuten von der ZWÄG steht im Vordergrund, dass sie Abläufe und Prozesse verbessern und die Kooperation im Netzwerk noch enger und – über die EDV –vereinfacht wird. Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage von Januar 2010. Schon früh haben die Ärzte ein umfassendes Qualitätsmanagement vorangetrieben: „73 Prozent der Praxen haben ein Qualitätsmanagement eingeführt und weiterentwickelt. Die ersten Praxen stehen vor der Zertifizierung“, berichtet der Vorsitzende des Netzes, Dr. Karl-Willi Wöhrlin.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Dipl.-Pol. Max Ueberle
Tel.: 069/30 06 40 74-0
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Studie: Patienten wollen in Therapie-Entscheidungen einbezogen werden

Patienten wollen mehr in die Entscheidungen ihrer Ärzte einbezogen werden. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Studie des Wissenschaftlichen Instituts der Techniker Krankenkasse (TK) für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen (WINEG), bei der es um die Zufriedenheit von Patienten mit der ambulanten Versorgung ging.

72 Prozent der Befragten gaben an, ihr Arzt diskutiere mit ihnen die Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten der Therapie, 20 Prozent erklärten, dies geschehe bei ihnen selten oder nie. Während 79 Prozent sagten, sie würden in dem Maße in Entscheidungen eingebunden, wie sie es möchten, verneinten dies 14 Prozent.

„Wir haben festgestellt, dass insbesondere die Punkte Kommunikation und Einbindung in Entscheidungen das Bild prägen, das Patienten von ihrem Arzt haben", zitiert die „Ärztezeitung“ WINEG-Direktor Frank Verheyen. Sie beeinflussten stark, wie zufrieden die Menschen insgesamt mit ihrem Doktor seien.

Die Einbeziehung des Patienten in Diagnosestellung und Therapie ist auch einer der Schwerpunkte der regionalen Versorgungsnetze, an denen sich OptiMedis beteiligt, – und entscheidendes Kriterium für den Erfolg. „Je besser der Patient seine individuelle Gesundheitsvorsorge, seine Krankheitshintergründe und Therapienotwendigkeit versteht, desto erfolgreicher ist die Behandlung“, erklärt der niedergelassene Hausarzt Dr. Werner Witzenrath aus Gengenbach (Baden-Württemberg).


Data-Warehouse: Effektives Versorgungsmanagement durch sektorübergreifende Datenanalyse

Für ein erfolgreiches Versorgungsmanagement brauchen Ärztenetze, Krankenhäuser und Krankenkassen umfangreiche Daten. Nur so ist es möglich, den ökonomischen und therapeutischen Nutzen neuer Versorgungsformen zu messen und sie für die Zukunft anzupassen. OptiMedis hat hierfür ein eigenes, hochmodernes Data-Warehouse entwickelt, das die Technologie des Online Analytical Processing (OLAP) nutzt. Darin können wir die Versorgungsdaten aus den unterschiedlichsten Quellen zusammenführen, aufbereiten und für unterschiedliche Aufgaben nutzbar machen.

Und so funktioniert es: Abrechnungsdaten der Krankenkasse, Daten aus den Praxisverwaltungssystemen der Leistungspartner oder den lokalen Management-Gesellschaften sowie unterstützende Klassifikationen und Indizes integrieren wir in eine Basisdatenbank und bereiten sie mit Hilfe der OLAP-Technologie für Analysen vor. Für die Analyse, die Planung und das Reporting nutzen wir zusätzlich eines der modernsten Software-Systeme, die es zurzeit auf dem Markt gibt.

So können wir zum Beispiel die Krankheitslast einer regionalen Bevölkerung bestimmen und Folgendes analysieren und vergleichen

Das folgende Bild zeigt die Architektur unseres Datamanagements. Den Aufbau und die Leistungsfähigkeit erläutern wir Ihnen ausführlich auf unserer Webseite – klicken Sie dafür bitte hier!

Architektur unseres Datamanagements

 

Über Szenariokalkulationen sind „Was wäre wenn?“-Fragestellungen und Planrechnungen möglich. Und auch der einzelne, an dem Projekt beteiligte Arzt bekommt einen Überblick über sein Leistungsverhalten und kann sich mit Kollegen vergleichen (Benchmarking). All diese gewonnenen Informationen fließen dann zurück in das Management der Integrierten Versorgungssysteme – immer mit dem Ziel, die Versorgung zu optimieren und effiziente Strukturen zu gewährleisten.

Neben den Analysen zur Versorgung nutzen wir das Data-Warehouse für unsere Erfolgsberechnung (Einsparungen über den Deckungsbeitrag der Krankenkassen), für Analysen zum morbiditätsorientieren Risikostrukturausgleich oder auch für die ergebnisorientierte Vergütung der Leistungspartner (unser Pay-For-Performance Ansatz).

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Dipl.-Inform. Med. Tilman Stripf
Tel.: 040/22621149 - 31
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Terminierungssystem Samedi: OptiMedis vereinbart Sonderkonditionen für Netze

Ein Merkmal effizient arbeitender Praxisnetze ist die Vergabe zeitnaher Termine bei der Überweisung an einen anderen Netzarzt oder Übernahme eines Patienten aus der Klinik. Wer dies organisatorisch gewährleisten will, braucht ein leistungsfähiges Terminierungssystem. Es sollte nicht nur die Termine zwischen Ärzten, Kliniken und anderen Leistungserbringern koordinieren,  sondern den Patienten auch eine Online-Terminierung ermöglichen. Außerdem sollten sie – und das kann für die Praxis am wichtigsten sein – die technologische Grundlage für eine optimierte Ablaufsteuerung in der Praxis bilden.

OptiMedis hat mit einem der führenden Anbieter auf diesem Gebiet, der Samedi GmbH, jetzt einen Rahmenvertrag abgeschlossen, der den Praxen und Krankenhäusern der mit OptiMedis kooperierenden Netze und IV-Systeme besonders günstige Konditionen einräumt. Näheres zu Samedi finden finden Sie unter www.samedi.de, Details zu der Kooperation teilt Ihnen Herr Dipl.-Volkswirt Armin Meyer ab dem 26. Juli auf Anfrage gern mit (Tel: 040/22621149-52, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).


Veröffentlichungen

In den vergangenen Wochen sind wieder einige Artikel von und über OptiMedis und unsere Partnernetze veröffentlicht worden. Dies sind:


Personalia: Timo Schulte neu im Bereich Controlling

Der Diplom Kaufmann Timo Schulte unterstützt seit dem 15. Juni 2010 den Bereich Controlling der OptiMedis AG. Er wird vor allem daran arbeiten, die im Unternehmen und deren Tochtergesellschaften genutzten Kennzahlensysteme weiterzuentwickeln. Zu seinen Schwerpunkten gehören außerdem gesundheitsökonomische Auswertungen sowie Finanzmanagement.

An der Philipps-Universität Marburg studierte Timo Schulte Betriebswirtschaftslehre mit Psychologie im Nebenfach. Dabei konzentrierte er sich auf Technologie- und Innovationsmanagement, Organisation und Personalwirtschaft sowie Marketing inklusive Management von Gesundheitseinrichtungen. Seine Diplomarbeit schrieb er über die „Bekämpfung von Arzneimittelfälschungen durch effektive Organisationsstrukturen auf Herstellerseite“.

Sie erreichen Timo Schulte über die Telefonnummer 040 22621149-11 oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


Herausgeber:
OptiMedis AG

Redaktion:

Foto von Britta Horwege

Britta Horwege

Britta Horwege
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Borsteler Chaussee 53 | 22453 Hamburg

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