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Aktuelles | OptiMedis AG

OptiMedium 12/2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

ist eine ethische, qualitativ hochwertige und ökonomisch sinnvolle Gesundheitsversorgung möglich? Eine regional organisierte Versorgung, die auch ländliche Regionen wieder attraktiv macht? Wir sind davon überzeugt. Für das Jahr 2015 haben wir mit Unterstützung unserer kooperierenden Ärzte ein Szenario entworfen, das zeigt, welche Möglichkeiten es gibt und welche Steuerungs- und Integrationsimpulse nötig sind. Mehr dazu lesen Sie weiter unten – oder Sie klicken sich direkt durch unser Visions-Memory unter www.optimedis.de/vision.

Die Integrierte Versorgung und ihre Bedeutung für die Zukunft – gerade für ländliche Regionen – sind auch Thema unseres Interviews mit Prof. Eberhard Wille, Vorsitzender des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen und Mitglied im Aufsichtsrat der OptiMedis AG. Welche Rahmenbedingungen er für nötig hält und welche Bedingungen für Integrierte Versorgungsverträge gelten sollten, lesen Sie hier.

Neuigkeiten gibt es aus dem Gesunden Kinzigtal: Die Ergebnisverbesserung für das Jahr 2008 für die AOK Baden-Württemberg ist nun "amtlich". Die erfreulich positiven Ergebnisse werden wir Ihnen im Januar (siehe Termintipps) präsentieren. Auch weitere aktuelle Evaluationsergebnisse können wir zu diesem Zeitpunkt dann veröffentlichen.

Für das große Interesse an unserem Innovationsfonds für vielversprechende Versorgungskonzepte, über den wir in unserer Ausgabe vom November berichtet haben, bedanken wir uns herzlich. Wir freuen uns auf weitere Gespräche mit Ihnen.

Im Namen unseres Aufsichtsrates und des gesamten OptiMedis-Teams wünsche ich Ihnen ein frohes und ruhiges Weihnachtsfest und für das neue Jahr viel Gesundheit, Freude und Erfolg.

Helmut HildebrandtIhr Helmut Hildebrandt

 


Gesundheitsversorgung von morgen - Vision 2015

Die gesundheitliche Versorgung ist regional organisiert. Eine Kerngruppe der lokalen Versorgungspartner übernimmt gemeinsam mit einem professionellen Management Versorgungsverantwortung. Durch eine qualitativ gute und effiziente Behandlung erhöhen sie den Gesundheitsnutzen der Bevölkerung. Der Patient steht als aktiver Partner im Mittelpunkt.

So stellen wir uns die Gesundheitsversorgung der Zukunft durch die von uns mitgetragenen regionalen Gesundheitsunternehmen vor. Für das Jahr 2015 haben wir ein Szenario entworfen. Unter anderem haben die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und die gesetzlichen Krankenkassen darin deutlich mehr Möglichkeiten und Anreize, Qualitätssicherungs- und Versorgungsverträge mit regionalen Gesundheitsorganisationen zu schließen als bisher, wenn diese regionale Versorgungsverantwortung übernehmen und sich Qualitätsvergleichen stellen. Die KVen haben dabei einen großen Schritt getan: Sie fördern die regionalen Gesundheitsunternehmen und die daran beteiligten Ärzte durch Zuschläge auf ihre vertragsärztliche Vergütung, in unterversorgten Regionen sogar zusätzlich durch Sicherstellungszuschläge.

Sie wollen mehr lesen? Klicken Sie dazu auf unsere Memory-Karten unter www.optimedis.de/vision. Dort finden Sie die Vision auch als pdf-Datei.


Sachverständiger Wille: Sektorübergreifende Konzepte sichern flächendeckende Versorgung

Foto von Prof. Dr. Eberhard WilleInterview mit Prof. Eberhard Wille, Vorsitzender des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen und Mitglied im Aufsichtsrat der OptiMedis AG.

Die Anschubfinanzierung für die Integrierte Versorgung ist ausgelaufen, viele Verträge wurden gekündigt. Werden selektivvertragliche Versorgungsformen dennoch in Zukunft an Bedeutung zunehmen?

Nach den bisher vorliegenden Verlautbarungen einzelner Krankenkassen liegt die Kündigungsrate bei zirka 20 Prozent und damit auf einem, gemessen an meinen Erwartungen, relativ niedrigen Wert. Da weder kollektive noch selektive Verträge einen Selbstzweck darstellen, sollte die komparative Leistungsfähigkeit dieser beiden Vertragsarten über ihre weitere Entwicklung entscheiden. Dies spricht für einen ergebnisoffenen Wettbewerb zwischen selektiven und kollektiven Verträgen. Wenn erfolgreiche selektive Verträge im Wettbewerb auch eine Verbesserung der kollektiven Versorgung induzieren, tragen sie auf zweierlei Weise zu einer effizienten und effektiven Gesundheitsversorgung bei.

Welche Bedeutung werden integrierte Versorgungsformen für ländliche Regionen bekommen, in denen die Versorgung nicht langfristig gesichert ist?

Integrierte Versorgungsformen können einen relevanten Beitrag zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen, flächendeckenden Versorgung leisten. Das gilt sowohl für integrierte Netze, die sich aus niedergelassenen, facharztübergreifend zusammengeschlossenen Arztpraxen zusammensetzen, als auch und insbesondere für sektorübergreifende Konzepte. Es bedarf hier aber wohl entsprechender Rahmenbedingungen, die von der ärztlichen Ausbildung über die Unterstützung durch die Kommunen bis zu anderen Anreizen reichen.

Obwohl der Gesetzgeber die Möglichkeit für die Integrierte Versorgung geschaffen hat, ist der Qualitätswettbewerb noch nicht richtig in Schwung gekommen. Woran liegt das?

Ein funktionsfähiger Qualitätswettbewerb setzt voraus, dass Versicherte und Patienten Kenntnisse über vorhandene Qualitätsunterschiede besitzen und ihre Nachfrage nach ärztlichen Leistungen danach ausrichten. Die Krankenkassen können sie hierin mit Informationen unterstützen, was teilweise bereits geschieht. Es fehlt jedoch weiterhin noch an Qualitätsindikatoren, die individuelle Wohlfahrtseffekte bzw. die gesundheitlichen Outcomes valide widerspiegeln. Gleiches gilt für eine entsprechende Versorgungsforschung, die kausale Ursache-Wirkungs-Beziehungen im komplexen Prozess gesundheitlicher Leistungserstellung transparent macht.

Welche Weichen müsste die Bundesregierung jetzt stellen, um regionale Versorgungsformen voranzubringen und einen wirklichen Qualitätswettbewerb zu ermöglichen?

Der Bundesgesundheitsminister hat einer neuerlichen finanziellen Förderung bestimmter Versorgungsformen kürzlich eine eindeutige Absage erteilt. Dies erscheint ordnungspolitisch berechtigt, denn den selektiven Anbietern stehen im Wettbewerb mit kollektiven Verträgen jene Mittel zu, die eingeschriebene Versicherte andernfalls, das heißt im Rahmen der kollektiven Versorgung, benötigt hätten. Aus dieser Perspektive kann die finanzielle Förderung bestimmter Versorgungsformen nur eine temporär befristete Maßnahme darstellen.

Wäre es aus Ihrer Sicht hilfreich, wenn IV-Managementgesellschaften einen Leistungserbringerstatus bekämen und mehr Möglichkeiten hätten, GKV-Routinedaten zu erhalten und zu verarbeiten?

Unabhängig vom Leistungserbringerstatus sollten GKV-Routinedaten potentiellen Nutzern, vor allem zu Evaluationszwecken, grundsätzlich zur Verfügung stehen.

Wie lässt sich eine erfolgreiche Integrierte Versorgung garantieren? Welche Bedingungen muss ein Vertrag erfüllen?

Aussichtsreiche integrierte Versorgungskonzepte beinhalten häufig Suchprozesse, für deren Erfolg es ex ante keine Garantien geben kann. Anspruchsvolle Integrationskonzepte sollten mit sektorübergreifendem Bezug eine Populationsorientierung anstreben und einer Evaluation durch unabhängige Sachverständige unterliegen. Dies schließt effiziente und effektive Disease- und Case-Management-Programme nicht aus.

Welches sind die Grenzen von Managed Care?

Es gilt vor allem, die Verwaltungs- und Managementkosten in Grenzen zu halten. Zudem besteht die Gefahr einer Zersplitterung der Vertragslandschaft.

Halten Sie Hausarztverträge für zielführend?

Unter Zielaspekten können Hausarztverträge einen wertvollen Bestandteil integrierter Versorgungskonzepte bilden. Bei isolierten Hausarztverträgen besteht die Gefahr, dass sie Integrationsbestrebungen eher zuwiderlaufen. Der derzeitige gesetzliche Zwang für Krankenkassen, Hausarztverträge auch gegen ihren Willen anzubieten, steht sowohl mit der Vertragsfreiheit als auch mit dem Wettbewerbsziel, allen besonderen Versorgungsformen die gleichen Chancen einzuräumen, eindeutig in Konflikt.


Termintipps

In den kommenden Monaten sind OptiMedis und ihre Managementgesellschaften und Partnernetze wieder bei einigen Kongressen aktiv – dies sind unter anderem:

11. Januar 2011, Regionale Integrierte Vollversorgung - Konzepte und Erfahrungen, Fachhochschule Fulda
19. und 20. Januar 2011, Vernetzte Gesundheit, Kiel
19. und 20. Januar 2011, Fachsymposium Gesundheit St. Gallen
29. Januar 2011, 3. Netzwerkertreffen Süddeutschland, Stuttgart
31. Januar bis 1. Februar 2011, BMC-Kongress, Berlin
10. März 2011, 5. Nachsorgekongress der Arbeitsgemeinschaft Teilhabe, Berlin
16. bis 17. März 2011, Gesundheitsnetzwerker, Berlin
30. März bis 1. April, INIC11, Odense, Dänemark
31. März bis 1. April, Gesundheitspiazza, Bregenz
3.bis 5. Mai 2011, KBV Messe Versorgungsinnovation 2011, Berlin
NEU: 11.-13. Mai 2011, Hauptstadtkongress, Berlin

Details zu den Vorträgen lesen Sie unter www.optimedis.de/termine.


Veröffentlichungen

Zukunftsfähige Gesundheitsversorgung: KPMG verweist auf Gesundes Kinzigtal

Das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG hat Gesundes Kinzigtal in der gerade erschienenen internationalen Studie "The future of global healthcare delivery and management" als Zukunftsmodell der Gesundheitsversorgung beschrieben (Seite 9). Die Economist Intelligence Unit hatte die künftigen Chancen Integrierter Versorgung weltweit im Auftrag von KPMG untersucht.

Die Studie finden Sie im Internet unter www.kpmg.com/Global/en/IssuesAndInsights/ArticlesPublications/Pages/The-future-of-global-healthcare-delivery.aspx.


Herausgeber:
OptiMedis AG

Redaktion:

Foto von Britta Horwege

Britta Horwege

Britta Horwege
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