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Aktuelles | OptiMedis AG

OptiMedium März 2012

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

investiere in der Zeit, dann hast du in der Not. Leicht abgewandelt sollte diese Weisheit auch für das GKV-System gelten. Die Krankenkassen schwimmen – wenn auch je nach Kasse sehr unterschiedlich – in einem Rekordüberschuss von 19,5 Milliarden Euro, wovon knapp die Hälfte Überschüsse aus dem Gesundheitsfonds sind. Seit Wochen streiten Politik und Kassen, was mit dem Geld geschehen soll. Praxisgebühr abschaffen? Krankenkassenbeträge senken? Staatshaushalt sanieren? Satzungsleistungen verbessern? Ideen und Vorschläge, die dem GKV-System dauerhaft nicht helfen werden, die Versorgung zu verbessern.

Die Überschüsse sollten vielmehr in nachhaltige und innovative Strukturen investiert werden. Diese könnten eine höhere Effizienz und optimierte medizinische Gesundheitsversorgung der Versicherten gewährleisten. Vorschläge hierzu kommen auch aus der Politik, vornehmlich aus dem Gesundheitsministerium. Daniel Bahr (FDP) hat auf der diesjährigen KBV-Messe an die Kassen appelliert, in Integrierte Versorgung zu investieren (siehe Bericht). Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz (CDU) bekräftigte dies Mitte März noch einmal. So leicht, wie es klingt, ist es dann aber auch nicht. Denn das jetzige Finanzierungsmodell aus Gesundheitsfonds und Zusatzbeiträgen bietet den Kassen nur wenige Anreize für Innovationen.

Die Lösung des Dilemmas könnte ein Innovationsfonds oder Innovationsbudget sein. Wir hatten bereits 2008 nach einem breiten Delphi Prozess eine konkrete Umsetzungsvariante vorgeschlagen („Anreize für Forschung und Entwicklung für Versorgungs- und Systeminnovationen im Gesundheitswesen“). Prof. Neubauer hat eine solche Lösung soeben wieder ins Spiel gebracht. Danach sollen fünf Milliarden Euro in einen Innovationfonds eingezahlt werden, um neue Versorgungsformen umzusetzen. Nicht als einmalige, sondern als dauerhafte Zuweisung versteht hingegen der Bundesverband Managed Care (BMC) seine Idee eines Innovationsbudgets. Zwei Prozent der jährlichen Gesundheitseinnahmen sollen in innovative Versorgungsformen wie die Integrierte Versorgung investiert werden.

Bis zur Umsetzung dieser Ideen wollen wir allerdings nicht mehr warten. Wir wollen jetzt mit Hilfe Dritter die Anschubfinanzierung für weitere Regionale Voll-Versorgungssysteme sicherstellen (siehe Bericht). Jetzt fehlen nur noch die Krankenkassen, die mit uns weitere „Kinzigtäler“ in Deutschland, seit Neuestem auch in Bochum (siehe Bericht), aufbauen möchten. Selten war die Gelegenheit für die Kassen so gut, in innovative Versorgungsformen und -strukturen zum Nutzen ihrer Versicherten zu investieren.

Eine spannende und kurzweilige Lektüre wünscht

 

Helmut Hildebrandt

Helmut Hildebrandt

 

 

Helmut Hildebrandt

 

 

Inhalt

Editorial
Aus den Regionen
KVSH: Dr. Schliffke wird neue Vorsitzende
Sachverständigenrat besuchte Kinzigtal
Präventiv gegen Frakturen
Bochumer Ärztenetz und OptiMedis gründen ARGE
Aus Politik und Verbänden
Böll-Stiftung setzt Gesundheitspolitische Kommission ein. Hildebrandt mit Co-Vorsitz betraut
KBV Messe: Neuen Versorgungsformen gehört die Zukunft
Neues von OptiMedis
OptiMedis Invest in Gründung
Einem „unkonventionellen Berufspolitiker“ zum 70. Geburtstag
 
Termine
Presseschau
Redaktion
Alle Seiten

KVSH: Dr. Schliffke wird neue Vorsitzende

Dr. Monika SchliffkeDie KV Schleswig-Holstein (KVSH) hat Dr. Monika Schliffke zur neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt. Sie wird Nachfolgerin von Ingeborg Kreuz, die nicht mehr kandidierte. Die Ratzeburger Allgemeinmedizinerin tritt am 1. Juli ihre sechsjährige Amtsperiode an. Sie will das interdisziplinäre Arbeiten und die Erfüllung des Sicherstellungsauftrages in den Vordergrund ihrer Arbeit stellen. Dr. Schliffke ist seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Selbstverwaltung der KVSH tätig, u.a. als stellvertretende Vorsitzende der Abgeordnetenversammlung. Als ihr Stellvertreter wurde Dr. Ralph Ennenbach wieder in den Vorstand gewählt. Der promovierte Physiker hat dieses Amt bereits seit 2006 inne.

Der Wehmutstropfen aus Sicht des Lauenburger Netzes: Dr. Schliffke wird ihre Vorstandsfunktionen, die sie mit viel Engagement wahrgenommen hat, aufgegeben müssen. Die bisherigen Aufgaben der Verfechterin der Integrierten Versorgung werden auf ein Team um die bisherigen Netz-Vorstandssprecher Dr. Diederich und Dr. Wagner verteilt.

   
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Themenübersicht


Sachverständigenrat besuchte Kinzigtal

Auf seiner Liste steht die Integrierte Versorgung Gesundes Kinzigtal an erster Stelle. „Das ist die Pilot-Region in Deutschland“, lobte Prof. Dr. Ferdinand M. Gerlach. Der stellvertretende Vorsitzende des Sachverständigenrats (SVR) zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen war Ende Februar zu Gast in der Geschäftsstelle von Gesundes Kinzigtal. Dort sprach der Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin der Universität Frankfurt/Main über die Zukunft der medizinischen Versorgung.

Prof. Dr. Ferdinand M. GerlachDer SVR stellt in seinen Gutachten Wege vor, wie das deutsche Gesundheitssystem zu verbessern ist. Dabei bedient sich das wissenschaftliche Gremium nationaler und internationaler Studien, zieht Vergleiche und erarbeitet eigene Wege. Unter anderem geht es dem Gremium um eine Veränderung der Finanzierung: „Heute ist es so, dass der Arzt nur dann Geld verdient, wenn ein Patient krank ist, in die Praxis kommt und Leistungen erbracht werden.“ Logisch betrachtet müsse der Arzt also dafür sorgen, dass seine Patienten krank sind. Das ist für den gebürtigen Sauerländer der falsche Anreiz.

Man müsse Ärzte und andere Teilnehmer an der Gesundheitsversorgung also anders bezahlen, sie an der Gesundheit ihrer Patienten verdienen lassen. Einen ähnlichen Ansatz realisiert Gesundes Kinzigtal, wo Ärzte und andere Leistungspartner für ihre präventive Arbeit entlohnt werden. Ebenfalls positiv bewertete Gerlach die sektorenübergreifende Zusammenarbeit im Kinzigtal. „Im Prinzip arbeiten sonst Hausärzte, Fachärzte sowie Krankenhäuser und Kliniken nebeneinander oder sogar gegeneinander.“ Auch das ist für ihn ein wesentlicher Baustein der Gesundheitsversorgung von morgen.

Helmut Hildebrandt nannte den Besuch und den Austausch mit Prof. Gerlach „eine sehr schöne Bestätigung unserer Arbeit“. Es hätten sich viele Übereinstimmungen gezeigt, die in die weitere Entwicklung des Modellprojekts einfließen können.

Themenübersicht


Präventiv gegen Frakturen

Diagramm Starke Muskeln-Starke KnochenFür Osteoporose-Patienten im Kinzigtal ist die Wahrscheinlichkeit einer Frakturprävalenz signifikant geringer als in anderen Landesteilen. Während nur 22,4% der AOK-Versicherten im Kinzigtal eine Frakturdiagnose erhielten, sind es in einer nach Alter und Geschlecht standardisierten Vergleichsgruppe aus Baden-Württemberg gar 30%. Gleichzeitig entwickelten sich die Kosten für die Teilnehmer des Präventionsprogramms „Starke Muskeln-Starke Knochen“, ein Programm für Versicherte mit erhöhtem Osteoporose-Frakturrisiko, deutlich positiver als in einer eigens gebildeten Vergleichsgruppe aus Matched Pairs (1:1 Verhältnis). Dies belegen aktuelle Programm-Resultate.

 

Diagramm Starke Muskeln-Starke KnochenOsteoporose ist die häufigste Knochenerkrankung im höheren Lebensalter und macht die Knochen anfälliger für Frakturen. Besonders betroffen sind Frauen. Um das Risiko einer Fraktur zu verringern, wurde im Kinzigtal 2007 das Präventionsprogramm „Starke Muskeln-Feste Knochen“ entwickelt. An diesem Programm haben bis heute knapp 700 Versicherte der AOK und LKK Baden-Württemberg teilgenommen. Das sind ca. 75% der in den Leistungspartner-Praxen behandelten Patienten mit diagnostizierter Osteoporose (ICD-Diagnose M80-M82). Die Bausteine des Programms sind eine intensive medizinische Untersuchung inklusive eventueller Knochendichtemessung, ein differenziertes Bewegungsprogramm bei Physiotherapeuten, im Sportverein oder Fitnessclubs, eine individuelle Medikation sowie Beratungs- und Betreuungsangebote zu Ernährung und Sturzprophylaxe.

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Bochumer Ärztenetz und OptiMedis gründen ARGE

Logo Medizinische Qualitätsnetz Bochum e.V.Das Medizinische Qualitätsnetz Bochum e.V. (MedQN) und die OptiMedis AG haben die „Arbeitsgemeinschaft Gesundes Bochum“ gegründet. Die ARGE hat zum Ziel, alle notwendigen Schritte zur Realisierung einer Regionalen Integrierten Voll-Versorgung – analog zu Gesundes Kinzigtal – in Bochum vorzubereiten. Dies soll erreicht werden, indem das Netz zum einen förderfähig nach §87b SGB V und zum anderen vertragsfähig zum Abschluss eines IV-Vertrags mit einer oder mehreren Kassen wird. Zu den Aufgaben der Partner innerhalb der ARGE zählen u. a. die Analyse des Netzes, die Herstellung der Förderfähigkeit nach §87b SGB V, die Analyse bestehender Verträge bzw. der Vertragsfähigkeit, die Vorbereitung von Vertragsverhandlungen mit Kassen. Die ARGE führt mit dem in Bochum ansässigen, landeseigenen Gesundheitscampus derzeit Gespräche über eine mögliche Projektförderung für „Gesundes Bochum“. Mit den Fördermitteln sollen die Netzstrukturen von MedQN optimiert werden. Die Anteile von OptiMedis AG und MedQN an der ARGE betragen jeweils 50%. Beide Partner führen die Geschäfte gemeinsam.

„In Bochum wollen wir unser IV-Modellprojekt Gesundes Kinzigtal erstmals auf urbane Strukturen mit Erfolg übertragen. Hier besteht Handlungsbedarf, denn die Kostensituation in Bochum liegt mit 17 Euro pro Patient und Jahr über dem Durchschnitt der Region der KVWL“, erläutert Helmut Hildebrandt die Zusammenarbeit mit den Bochumer Ärzten. Zu dem Ärztenetz MedQN gehören 163 Haus- und Fachärzte, das entspricht mehr als 1/4 der Bochumer Ärzteschaft, die insgesamt 331.000 gesetzlich Krankenversicherte versorgt.

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Böll-Stiftung setzt Gesundheitspolitische Kommission ein. Hildebrandt mit Co-Vorsitz betraut

Logo Heinrich-Böll-StiftungDie Heinrich-Böll-Stiftung hat eine Kommission zur Reform des Gesundheitswesens eingesetzt. Die Wissenschaftler und Sachverständigen sollen bis Anfang 2013 Vorschläge für eine qualitativ hochwertige und wirtschaftliche Gesundheitsversorgung erarbeiten. „In der öffentlichen Diskussion über die Gesundheitspolitik dominieren die Finanzfragen. Für eine gute Gesundheitsversorgung ist eine nachhaltige Finanzierung zwar unverzichtbar, die Anreiz- und Versorgungsstrukturen sind aber ebenso wichtig“, betont Helmut Hildebrandt, einer der beiden Co-Vorsitzenden der Kommission.

Der demografische Wandel wird das deutsche Gesundheitswesen vor neue Herausforderungen stellen. Vor allem die Zunahme von chronisch und mehrfach erkrankten Personen erfordert neue Versorgungsstrukturen. Diese sollten die Kooperation zwischen den Sektoren und Gesundheitsberufen ebenso berücksichtigen wie die bessere Beteiligung der Versicherten und Patienten am Versorgungsprozess. Im deutschen Gesundheitswesen werden zudem vielfach Fehlanreize gesetzt. Nicht der nachhaltige Ressourceneinsatz oder ein verbesserter Gesundheitszustand der Bevölkerung wird honoriert, sondern die Mengenausweitung von Leistungen. „Die Gesundheitspolitik versucht, mit immer neuen Detailregulierungen gegen die Auswirkungen dieser Fehlanreize vorzugehen. Es bedarf aber einer grundlegenderen Reform des Gesundheitssystems, damit es mehr Gesundheit zu vertretbaren Kosten hervorbringt“, so der zweite Co-Vorsitzende Andreas Brandhorst, Gesundheitspolitischer Referent der GRÜNEN Bundestagsfraktion.

Die Vorschläge der Kommission sollen auch einen Beitrag zum Abbau ungleicher Gesundheitschancen zwischen den Geschlechtern, sozialen Schichten und ethnischen Gruppen leisten. „Versicherte und Patienten dürfen nicht auf ihre Rollen als Beitragszahler und Kunden reduziert werden, sondern sind als Produzenten ihrer eigenen Gesundheit und aktive Gesundheitsbürger ernst zu nehmen“, unterstreicht Hildebrandt. Für die Arbeit der Kommission sind insgesamt sechs Termine vorgesehen. Im September ist ein erster Zwischenbericht geplant, der mit weiteren Sachverständigen aus dem Gesundheitswesen und Gesundheitspolitikern diskutiert werden soll. Der Abschlussbericht soll im Februar 2013 der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Die Kommission besteht aus zwölf Experten aus dem Gesundheitswesen:

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KBV Messe: Neuen Versorgungsformen gehört die Zukunft

Auf der diesjährigen KBV-Messe präsentierten über 30 Aussteller – erstmals im dbb-Forum an der Friedrichstraße – innovative Ansätze zur wohnortnahen Versorgung. Darunter auch die OptiMedis AG und die drei Netze aus dem Kinzigtal, Leinetal und Lauenburg. Gesundes Kinzigtal präsentierte u. a. sein Programm ÄrztePlusPflege zur integrierten Versorgung von Heimbewohnern. Aktuelle Auswertungen belegen sowohl dessen medizinischen Nutzen für die Patienten als auch dessen wirtschaftlichen Nutzen für die Kassen. Parallel zur zweitägigen Messe lief die Konferenz, in deren Mittelpunkt innovative Versorgungsformen standen. Eröffnet wurde die Konferenz von Gesundheitsminister Daniel Bahr. KBV Messe 2012Er appellierte an die Kassen, einen Teil der Milliarden-Überschüsse in innovative Versorgungsformen wie die Integrierte Versorgung zu investieren. Der KBV-Vorsitzende Dr. Andreas Köhler bekräftigte, dass vernetzte Versorgungsformen die Antworten auf die Herausforderungen im Gesundheitswesen seien, z. B. auf die veränderten Ansprüche der Ärzteschaft an Arbeitsmodelle oder den Ärztemangel in unterversorgten Regionen.

Die KBV räumt der Agentur Deutsche Arztnetze ein eigenes Forum auf der Konferenz ein. In diesem präsentierte Dr. Bernhard Gibis von der KBV den aktuellen Stand der Umsetzung der Förderkriterien nach §87b SGB V. Dr. Gibis konkretisierte die auf der OptiMedis-Klausur in Hamburg vorgestellten Kriterien und den Fahrplan zur Umsetzung. Der Startpunkt der Umsetzung solle Anfang 2013 sei. Dr. Gibis machte deutlich, dass die regionalen KVen darüber entscheiden würden, ob und welche Netze Budgetverantwortung übernehmen werden. Die KBV gebe in diesem Prozess die Rahmenbedingungen vor. Dr. Gibis benannte die Versorgungsziele für förderungswürdige Ärztenetze, die die KBV präferiere. Hierzu zählen u. a.:

Der Kriterienkatalog solle bis Ende Juni mit dem GKV Spitzenverband verhandelt und danach mit den Landes-KVen abgestimmt werden.

Helmut HildebrandtVernetzte und integrierte Versorgungsformen müssen sich auch rechnen und ihren Erfolg nachweisen. Auf die Frage nach der Erfolgsmessung in Netzen ging Helmut Hildebrandt in seinem Vortrag ein. Er präsentierte die Methode zu Berechnung von medizinischem und wirtschaftlichem Erfolg, wie sie im Kinzigtal angewendet wird, aktuelle Ergebnisse von Kinzigtaler Gesundheitsprogrammen und die aktuellen wirtschaftlichen Ergebnisse für die LKK-Versicherten. Abgerundet wurde der Messeauftritt der OptiMedis AG von einem exklusiven Get together in der Newton Bar am Gendarmenmarkt – unweit der KBV-Messe gelegen. Über 40 hochkarätige Gäste nahmen die Einladung der OptiMedis AG an und verlebten – nach den Begrüßungsworten von Dr. Manfred Richter-Reichhelm, dem Aufsichtsratsvorsitzenden der OptiMedis AG – einen anregenden Abend. Diese gesellige Form der „Vernetzung“ soll es zukünftig jedes Jahr zur KBV-Messe geben.

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OptiMedis Invest in Gründung

„Not macht erfinderisch“. Nach dieser Devise handelt die OptiMedis AG und wird in Kürze die OptiMedis Invest UG & Co KG gründen, um in den Aufbau weiterer Regionaler Voll-Versorgungssysteme zu investieren. Investoren können sich als Kommanditisten an dieser Gesellschaft beteiligen. Der Kapitalstock der KG soll zunächst 20 Millionen Euro umfassen. Je nach Finanzierungsbedarf und Investmentmöglichkeiten der Krankenkassen könnten damit fünf bis zehn weitere „Kinzigtäler“ aufgebaut werden. „Wir erachten die Gründung der OptiMedis Invest als notwendig, weil Krankenkassen es sich nicht leisten können oder wollen, die Anschubfinanzierung für Regionale Voll-Versorgungslösungen aufzubringen“, erläutert Helmut Hildebrandt.

Die Unternehmenskonstruktion geht auf zahlreiche Gespräche mit Banken, Fondsgesellschaften und Family Offices von vermögenden Familien zurück. Eine Investorengruppe von wohlhabenden Familien hatte sich bereits auf der OptiMedis-Klausur im November 2011 vorgestellt (siehe OptiMedium 12/2011). Für diese Investorengruppe erscheint ein Investment in Regionale Voll-Versorgungssysteme so viel versprechend, dass sie eine Beteiligung an OptiMedis Invest erwägt. Für diese sind mehrere Aspekte gleichermaßen ausschlaggebend: Einerseits die Verbindung von Prävention mit einer berufsgruppenübergreifenden Vernetzung, um einen besseren medizinischen Nutzen zu erzielen. Andererseits werden die Chancen auf eine wirtschaftliche Perspektive mit einem angemessenen Ertrag erkannt. „Ein ethisches Interesse, angesichts der demografischen Herausforderungen nachhaltig mehr Gesundheit zu produzieren, ergänzt sich mit dem wirtschaftlichen Interesse einer angemessenen Kapitalverzinsung“, erläutert Hildebrandt. Die nächsten Schritte: Steuerberater und Juristen arbeiten derzeit an der Prospektformulierung, parallel wird – gemeinsam mit einer Landesbank – das Konzept weiteren ausgewählten Family Offices vorgestellt. Über den weiteren Verlauf dieses innovativen Finanzierungsmodells halten wir die Leser des OptiMediums auf dem Laufenden.

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Einem „unkonventionellen Berufspolitiker“ zum 70. Geburtstag

Dr. Manfred Richter-ReichhelmVor Kurzem feierte Dr. Manfred Richter-Reichhelm seinen 70. Geburtstag. Wir möchten dem „unkonventionellen Berufspolitiker“, wie ihn das Deutsche Ärzteblatt nannte, hierzu herzlichst gratulieren. Der Berliner Urologe ist eine der prägenden Gestalten der ärztlichen Selbstverwaltung der letzten Jahrzehnte. Unter anderem war er im Vorstand der Berliner Ärztekammer, der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin und der Fachverbände tätig. Von 2000 bis 2004 war er der letzte ehrenamtliche KBV-Vorsitzende. In seine Amtszeit fiel u.a. die Zusammenführung der ost- und westdeutschen Ärzteschaft. 2011 wurde Dr. Richter-Reichhelm für seine Verdienste um die Aufklärung der Rolle der KV Berlin in der NS-Zeit mit der Georg-Klemperer-Medaille geehrt. Dr. Richter-Reichhelm ist seit seinem Ausscheiden aus der KBV der Vorsitzende des Aufsichtsrats der OptiMedis AG. Seine Zeit teilt er zwischen Berlin und Bornholm, wo er gemeinsam mit seiner Frau eine Pension unterhält.

   
Vision 2015 Eine messbare und nachvollziehbare Versorgungsqualität gewinnt in Netzwerken immer stärkere Bedeutung, nicht zuletzt durch die Novellierung des §87b SGB V. In unserer Vision 2015 heißt es hierzu: „Die Ärzte des Netzes arbeiten nach gemeinsamen Qualitätsstandards und sind zertifiziert. Für verschiedene Krankheitsbilder werden gemeinsame Behandlungsleitlinien entwickelt. In regelmäßig stattfindenden Qualitätszirkeln bilden sich die Ärzte fort.“ Wie können Leitlinien und Qualitätszirkel die Versorgung in Netzen verbessern? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Diskutieren Sie diese Fragen in unserem Forum.
 

 

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Termine

Im zweiten Quartal 2012 nehmen der Vorstand und Mitarbeiter der OptiMedis AG und Gesundes Kinzigtal wieder aktiv an Kongressen teil, sei es als Vortragende oder Teilnehmer.

Sie treffen uns:

28./29. März, 7. Kongress für Gesundheitsnetzwerker: Versorgung 2020, Berlin

29./30. März, 12th International Conference on Integrated Care, San Marino

16. April, Vortrag Donald M. Berwick: What health care reform should mean, Berlin (G-BA)

25. April, Umsetzung des GKV-Versorgungsstrukturgesetzes (KV Hamburg), Hamburg

3. Mai, Das deutsche Gesundheitswesen: Stand und Perspektiven. Symposium zum 70. Geburtstag von Prof. Wille, Berlin

5. Mai, eHealth Forum, Freiburg i. B.

11./12. Mai, 10. BGF – Das Gesundheits-Forum, München

5. Juni, eHealth Conference 2012 (Pre-Conference-Workshop), Saarbrücken

13.-15. Juni, Hauptstadtkongress 2012, Berlin

16./17. Juni, Mitgliederversammlung VDPP, Kassel

21. Juni, Denkstatt Gesundheit 2012, Bern

21. Juni, Forum Managed Care Symposium 2012, Zürich

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Presseschau

Erfahren Sie, wie die Fach- und Publikumspresse in den letzten Wochen über die OptiMedis AG und ihre Projekte berichtet hat.

Mehr Qualität, mehr Netto-Einsparungen, Welt der Krankenversicherung, 20.03.2012

Integrierte Versorgung für ein Mehr an Patientenorientierung, Healthcare Marketing 2012

Sechs Irrtümer rund um die Integrierte Versorgung, Ärztezeitung, 02.02.2012

Gesundes Kinzigtal rechnet sich, KU Gesundheitsmanagement, 15.01.2012

Gesundes Kinzigtal machts Sparen vor, Ärztezeitung, 12.01.2012

Die Artikel können Sie hier lesen.

Cover Medisch ContactZunehmendes Interesse erfährt die OptiMedis AG bzw. Gesundes Kinzigtal auch im europäischen Ausland. So berichtet Medisch Contact, das Magazin der niederländischen Ärztekammer KNMG, in seiner aktuellen Ausgabe über Gesundes Kinzigtal. Die Integrierte Versorgung im Kinzigtal wird in dem Artikel umfassend porträtiert und als ein Vorbild für das niederländische Gesundheitswesen vorgestellt.

Den gesamten Artikel können Sie hier lesen.

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Redaktion

Herausgeber:
OptiMedis AG

Redaktionelle Verantwortung:

Ulf Werner

Ulf Werner

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Unternehmenskommunikation und Pressearbeit

Borsteler Chaussee 53, 22453 Hamburg

Telefon: 040.22 62 11 49-51

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Redaktionelle Mitarbeit an dieser Ausgabe: Helmut Hildebrandt
Bilder & Grafiken: eigene Quellen, Dr. Monika Schliffke, MedQN, Heinrich-Böll-Stiftung, Medisch Contact

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