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Bericht vom World Economic Forum: Das ideale Gesundheitssystem im Jahr 2040

So verschieden die Gesundheitssysteme überall in der Welt auch sind – die Visionen der Experten und Entscheidungsträger für eine nachhaltige und wirtschaftliche medizinische Versorgung sind ähnlich. Das zeigt der vor kurzem veröffentlichte Bericht des Weltwirtschaftsforums (World Economic Forum – WEF) mit dem Titel Sustainable Health Systems Visions, Strategies, Critical Uncertainties and Scenarios. In Zusammenarbeit mit McKinsey & Co. wurden mehr als 200 Experten aus dem Bereich Gesundheitswesen aus China, Deutschland, den Niederlanden, Spanien und England befragt, wie die Gesundheitssysteme im Jahr 2040 idealerweise sein sollten. U.a. wurde auch Helmut Hildebrandt befragt, außerdem nahm er an einem Workshop im Bundesgesundheitsministerium dazu teil. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie eine Nachhaltigkeit in der Gesundheitsversorgung erreicht werden kann.

Der Zweck des Berichts sei, den strategischen Dialog hinsichtlich der Zukunft der Gesundheitssysteme und einer dringend notwendigen Nachhaltigkeit zu fördern, schreibt der Vorstandsvorsitzende des WEF, Klaus Schwab. Er betont dabei, Nachhaltigkeit werde man nicht durch inkrementelle, also aufeinander aufbauende Änderungen erreichen. Es seien vielmehr „transformative innovations“ nötig, das heißt Lösungen, die ein System von Grund auf umgestalten. Dies ist vergleichbar mit der These von Clayton Christensen, über die wir in der November-Ausgabe des OptiMediums berichtet haben. Der US-Ökonom geht davon aus, dass es bahnbrechender, marktverändernder Innovationen bedarf, um eine qualitativ hochwertige, bezahlbare und wohnortnahe Versorgung für eine älter werdende Gesellschaft zu gewährleisten.

Es sei unwahrscheinlich, heißt es in dem Bericht, dass die alleinige Fokussierung auf bessere Versorgung zu nachhaltigen Gesundheitssystemen führen werde. Stattdessen müssten Industrie und Verwaltung mehr in die Gesundheitsversorgung einbezogen werden, das zeigen die bemerkenswert konsistenten Aussagen der Befragten. Es wird gefordert: Mehr Integration, erfolgsorientierte Vergütungssysteme und eine Reduktion der Krankheitslast,  indem die Bevölkerung mehr in ihre Versorgung einbezogen und befähigt wird, Verantwortung zu übernehmen und die eigene Gesundheit positiv zu beeinflussen. Und drittens sei es notwendig, Daten zu erheben, um Kosten und Ergebnisse der Versorgung messen zu können.

Den Bericht des Weltwirtschaftsforums finden Sie zum Download auf der Webseite des WEF.