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OptiMedium Dezember 2014

Gutachten „Qualität 2030“: Regionale, qualitätsgesicherte Versorgung fördern

Einen grundlegenden Paradigmenwechsel im Bereich Qualität der Gesundheitsversorgung fordert der Versorgungsforscher Prof. Matthias Schrappe, Lehrauftrag Patientensicherheit und Risikomanagement an der Universität Köln, in dem Gutachten „Qualität 2030 – Die umfassende Strategie für das Gesundheitswesen“. Schrappe nennt verschiedene Handlungsfelder, die er von zentraler Bedeutung für die Verbesserung der Qualität sieht. Unter anderem sind dies:

  • Behandlung und Prävention chronischer Mehrfacherkrankungen sollen in der Qualitätssicherung künftig eine größere Rolle spielen, nicht mehr allein die Akutversorgung. Hierfür seien eine bessere Integration der Versorgungssektoren und eine bessere Kooperation und Koordination die Basis. Ziel soll sein, bis zum Jahre 2030 ein Viertel der Gesamtvergütung der ambulanten und stationären Versorgung ausschließlich für sektorenübergreifende, regionale, qualitätsgesicherte Versorgungskonzepte auszugeben.
  • Die Qualitätssicherung soll regional und populationsbezogen organisiert und die gemeinsame Verantwortung der regionalen Partner für eine qualitativ hochwertige Versorgung gestärkt werden. Es sollen Indikatoren entwickelt werden, die die Qualität der regionalen Versorgung beschreiben können, einschließlich des Zusammenspiels von niedergelassenen Ärzten, Krankenhäusern und weiteren Akteuren.
  • Bis zum Jahr 2030 sollen wirtschaftlich wirksame Anreize eingeführt sein, die Investitionen in Qualität substantiell honorieren. Die Einführung von Pay for Performance soll in eine auf mehr Integration und Koordination abzielende Weiterentwicklungsperspektive des Gesundheitssystems eingebettet sein.

Für eine konsequente Qualitätsorientierung muss die Politik dem Gutachten nach den Rahmen vorgeben und diesen in einem Konzept „Qualität 2030“ darlegen. „Die Richtung vorgeben, strategische Ziele setzen und potenzielle negative Auswirkungen kontrollieren“, beschreibt Schrappe die Anforderungen daran.

Weitere Details des Gutachtens lesen Sie auf der Webseite des Vereins Gesundheitsstadt Berlin, in dessen Auftrag das Gutachten erstellt wurde.