OptiMedium Dezember 2014

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

OptiMedis Weihnachtskarte 2014mit doppelter Kraft starten wir ins Jahr 2015. Gemeinsam mit Partnern aus den Niederlanden haben wir ein niederländisches Pendant der OptiMedis AG gegründet – die OptiMedis Nederland BV. Sie wird in verschiedenen niederländischen Regionen Netzwerke der Integrierten Versorgung aufbauen und managen, die ersten Verträge dafür sind bereits geschlossen. So können wir nun auch dort unsere Ideen für eine innovative Gesundheitsversorgung und eine gesündere und zufriedenere Bevölkerung umsetzen.

Wie erfolgreich unsere Interventionen sind, zeigt ganz aktuell unsere Studie „Ergebnisqualität Gesundes Kinzigtal – quantifiziert durch Mortalitätskennzahlen“. Sie bestätigt die schon im vorletzten Jahr erstmals durchgeführte Studie und zeigt, dass die Mortalitätsrate bei den Mitgliedern von Gesundes Kinzigtal weiterhin geringer ist als bei den Nicht-Mitgliedern. Weitere Ergebnisse zu unseren Zielen – bestmöglicher Gesundheitsstatus, bessere Gesundheitsversorgung erleben, höhere Wirtschaftlichkeit – finden Sie weiter unten.

Außerdem u.a. in dieser Ausgabe: Unser neues Whitepaper „Aus Daten Mehrwert schaffen“ – wie Sie ein leistungsfähiges Business Intelligence-System für den Aufbau, die Steuerung und die Evaluation Integrierter Versorgung nutzen können.

Im Namen des Aufsichtsrates und des Teams wünsche ich Ihnen ein frohes Fest und ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr!

Helmut Hildebrandt Helmut Hildebrandt

Ihr Helmut Hildebrandt

 

Inhalt

Aus den Regionen 

Aus den Regionen

  
Gesundes Kinzigtal goes Holland: OptiMedis AG gründet niederländische Managementgesellschaft> mehr
Studien zu Gesundes Kinzigtal bestätigen: bessere Gesundheitsergebnisse, positives Erleben der Gesundheitsversorgung, Wirtschaftlichkeit> mehr
Saarländische Netze wollen Integrierte Versorgung aufbauen> mehr
KV Westfalen-Lippe: Gesundheitsnetz MedQN anerkannt> mehr
Gutachten „Qualität 2030“: Regionale, qualitätsgesicherte Versorgung fördern> mehr
Weltkongress zur Integrierten Versorgung: Lokal handeln – vorausdenkend planen – integriert finanzieren> mehr
 
Neues von OptiMedis 

Neues von OptiMedis

  
Neues Whitepaper: Aus Daten Mehrwert schaffen> mehr
  
 
Termine 

Termine

  
 
Presseschau 

Presseschau

  
 

Aus den Regionen

Gesundes Kinzigtal goes Holland: OptiMedis AG gründet niederländische Managementgesellschaft

Logo OptiMedis NederlandDie OptiMedis AG aus Hamburg hat ein niederländisches Pendant gegründet, die OptiMedis Nederland BV. Partner und Mehrheitsgesellschafter ist das Management von Adstrat Consulting BV. Das neue Unternehmen hat seinen Sitz in der niederländischen Stadt Leiden. Es will integrierte Versorgungsnetzwerke in verschiedenen niederländischen Regionen entwickeln und managen. Ziele sind entsprechend dem Leitbild der OptiMedis AG – dem Triple Aim-Ansatz in Anlehnung an Donald M. Berwick – eine bessere Versorgung der Patienten, eine gesündere und zufriedenere Bevölkerung und dabei geringere Ausgabenanstiege für die Krankenkassen.

Erster populationsorientierter Vertrag geschlossen

In der 40.000 Einwohner zählenden Gemeinde Nijkerk in der Provinz Gelderland wurde mit zwei Gesundheitszentren ein mehrjähriger Vertrag zu integrierten Versorgungsprogrammen geschlossen, die 2015 starten. Für die Gemeinde hat die OptiMedis Nederland BV mit der größten niederländischen Krankenkasse, Achmea, den ersten populationsorientierten Vertrag in den Niederlanden vereinbart. Dieser gilt für COPD-Patienten und hat eine Laufzeit von drei Jahren. In der Stadt Nieuwegein in der Provinz Utrecht und anderen Regionen werden derzeit weitere integrierte Versorgungsprojekte entwickelt.

Die OptiMedis Nederland BV bietet Ärzten, Kliniken und Krankenkassen alle notwendigen Leistungen zum Aufbau und Management eines regionalen Versorgungsnetzwerkes an. Dabei bringt die OptiMedis AG ihre Expertise hinsichtlich Versorgungsprogrammen, Business Intelligence-Lösungen und Controlling ein. Das Management von Adstrat, das über langjährige Erfahrungen im niederländischen Gesundheitswesen verfügt, ist für den Aufbau und das Management des Netzwerkes, die Verhandlungen mit den Krankenkassen und das operative Tagesgeschäft verantwortlich.

Gesundes Kinzigtal ist Vorbild für das niederländische Gesundheitswesen

Helmut Hildebrandt und Jurriaan Proeppervlnr. Helmut Hildebrandt, Vorstand OptiMedis AG, Jurriaan Pröpper, Geschäftsführer OptiMedis Nederland BV.Bekannt geworden ist Gesundes Kinzigtal in Holland durch einen Bericht in dem Magazin der niederländischen Ärztekammer. Daraufhin entstanden zahlreiche Kontakt zu niederländischen Gesundheitsexperten, Krankenkassen und Ministerien – auch zu dem Gesundheitsmanager und Berater Jurriaan Pröpper, Partner von Adstrat und Geschäftsführer OptiMedis Nederland BV (im Bild rechts mit OptiMedis-Vorstand Helmut Hildebrandt).

Die Strukturen und die Finanzierung des niederländischen Gesundheitswesens sind mit denen in Deutschland vergleichbar. So ist die medizinische Versorgung funktional nach Leistungsbereichen getrennt. Die niederländischen Hausärzte spielen eine zentrale Rolle. Sie sind für die medizinische Grundversorgung und die Überweisung an die Fachärzte zuständig. Die ambulante fachärztliche Versorgung erfolgt in Polikliniken, die zumeist an Krankenhäuser angesiedelt oder angebunden sind.

Weitere Informationen zu dem neuen Unternehmen unter www.optimedis.de/nl. Die niederländische Webseite finden Sie unter www.optimedis.nl.


Studien zu Gesundes Kinzigtal bestätigen: bessere Gesundheitsergebnisse, positives Erleben der Gesundheitsversorgung, Wirtschaftlichkeit

Die Integrierte Versorgung Gesundes Kinzigtal verfolgt den Triple Aim-Ansatz in Anlehnung an Donald M. Berwick mit den drei Zielen: Bestmöglicher Gesundheitsstatus, bessere Gesundheitsversorgung erleben, höhere Wirtschaftlichkeit. Aktuelle Evaluationen zeigen, dass in allen drei Bereichen Erfolge realisiert werden.

Bessere Gesundheitsergebnisse

Die gerade veröffentlichte Studie „Ergebnisqualität Gesundes Kinzigtal – quantifiziert durch Mortalitätskennzahlen“ der OptiMedis AG weist darauf hin, dass die Interventionen im Rahmen der Integrierten Versorgung zu einer besseren Ergebnisqualität in Bezug auf die Mortalität der Versicherten führen. Die Mortalitätsrate ist in den ersten vier Jahren nach Intervention bei 5411 untersuchten Mitgliedern von Gesundes Kinzigtal um 14 Prozent geringer als bei den Nicht-Mitgliedern (nach Propensity Score gematcht). Insgesamt versterben in den vier Folgejahren nach Einschreibung 33 Versicherte weniger in der Untersuchungsgruppe als in der Kontrollgruppe. Mögliche Verzerrungen wie das Kurzzeitsterbe-Risiko wurden ausgeschlossen. Mortalitätskennzahlen gelten als herausragende qualitative Ergebnisparameter medizinischer Interventionen und eines realen patientenorientierten Nutzens, da sie relativ manipulationsresistent, verlässlich zu messen sowie einfach zu interpretieren sind.

Zusätzlich ergeben sich bei der Untersuchungsgruppe auch signifikant längere Überlebenszeiten (Kaplan-Meier-Kurven). Und auch bei Betrachtung einer modifizierten Years of potential life lost (YPLL)-Kennzahl, die nicht wie die originäre YPLL nur verlorene,sondern auch gewonnene Lebensjahre berücksichtigt, sind die Ergebnisse positiv: Insgesamt ergeben sich über den Betrachtungszeitraum von vier Jahren um 635,59 weniger „verlorene Lebensjahre“ in der Untersuchungsgruppe. Die aktuelle Auswertung untermauert die Ergebnisse unserer Studie „Drei Dimensionen im internen Vergleich“ aus dem Jahr 2012.

Positives Erleben der Gesundheitsversorgung

Die Gesundes Kinzigtal-Mitgliederbefragung (GeKiM) gibt Aufschluss darüber, wie die Patienten die Gesundheitsversorgung innerhalb der Integrierten Versorgung erleben. Es zeigt sich, dass die Teilnahme an Gesundes Kinzigtal zu einem besseren gesundheitlichen Verhalten führt und die Versicherten sich besser betreut fühlen (wir berichteten).

Höhere Wirtschaftlichkeit

GK Deckungsbeitrag AOKEntwicklung der Normkosten, Istkosten und des Deckungsbeitrages der AOK Baden-Württemberg in Gesundes KinzigtalDie Berechnung der zu erwartenden und der tatsächlichen Kosten für die Versicherten der AOK und der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG, ehemals LKK) in Baden-Württemberg belegt, dass die optimierte Versorgung in Gesundes Kinzigtal auch zu geringeren Gesamtkosten für die Krankenkassen führt. Eine aktuelle Übersicht stellt die Entwicklung der Normkosten, der Istkosten und des Deckungsbeitrages der AOK in Gesundes Kinzigtal für sechs Jahre zwischen Start und 2012 dar (s. Abbildung).

Für die Evaluation der Effekte der komplexen, integrierten Versorgungsintervention Gesundes Kinzigtal wird ein Mix aus quantitativen und qualitativen Methoden (Triangulation) eingesetzt, die sowohl von der OptiMedis AG als auch von externen wissenschaftlichen Instituten durchgeführt werden. Dadurch sichern wir eine möglichst hohe Transparenz und Validität.

Weitere Ergebnisse zum Triple Aim in Gesundes Kinzigtal haben wir auf unserer Webseite in einer neuen Rubrik „Publikationen“ zusammengestellt.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Timo Schulte (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 040226211490).


Saarländische Netze wollen Integrierte Versorgung aufbauen

Die Gesundheitsgenossenschaft Homburg Saarpfalz eG (GeHoSa), das Gesundheitsnetz Saarlouis e.G. (GENESA) und die Gemeinschaft Neukirchner Vertragsärzte (GENEVA) streben einen populationsorientierten Integrierten Versorgungsvertrag im Saarland an. Die drei Ärztenetze haben die OptiMedis AG beauftragt, in ihrem Namen einen netzübergreifenden Rahmenvertrag zu verhandeln. Am vergangenen Wochenende fand ein Intensiv-Workshop mit den Vorständen der Netze statt, um mit diesen ein konkretes Businessmodell für die IKK Südwest und weitere Krankenkassen zu entwickeln.

GeHoSa ist ein Zusammenschluss von zurzeit 43 niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten im ländlich geprägten Saarpfalzkreis (ca. 145.000 Einwohner), einem von sechs Landkreisen im Saarland. GENESA hat derzeit 45 Netzmitglieder aus der Region um Saarlouis. GeNeVa ist ein Zusammenschluss von 65 Ärzten aus Neunkirchen und Umgebung.


KV Westfalen-Lippe: Gesundheitsnetz MedQN anerkannt

Anerkennung Medizinisches Qualitätsnetz Bochumvlnr: Dr. Michael Tenholt, Dr. Gerhard Nordmann, Dr. Christian Möcklinghoff. Quelle: KV Westfalen-LippeDie Kassenärztliche Vereinigung (KV) Westfalen-Lippe hat das Medizinische Qualitätsnetz Bochum e.V. (MedQN) als Praxisnetz in Bochum nach § 87b Abs. 4 SGB V anerkannt. Dr. Gerhard Nordmann, 2. Vorsitzender im Vorstand der KV Westfalen-Lippe, überreichte am vergangenen Samstag die Urkunde an die Vorsitzenden des MedQN, Dr. Michael Tenholt und Dr. Christian Möcklinghoff (siehe Bild).

Das MedQN mit über 160 Haus- und Fachärzten engagiert sich seit 2005 im Bereich sektorenübergreifende Kooperation und Integrierte Versorgung. Gemeinsam mit der OptiMedis AG gründete es 2012 die „Arbeitsgemeinschaft Gesundes Bochum" mit dem Ziel, die medizinische Versorgung in der Region zu optimieren und einen populationsbezogenen IV-Vertrag mit einer oder mehreren Krankenkassen abzuschließen.

Seit Sommer 2013 arbeiten beide Partner am Aufbau eines Versorgernetzes, in dem die Versicherten mithilfe von strukturierten Programmen zu den Indikationen Herzinsuffizienz, Nachsorge Schlaganfall, Demenz, Depression, akuter chronischer Rückenschmerz und Parkinson behandelt werden. Das erste Projekt für Patienten, die unter Herzinsuffizienz leiden, läuft bereits. Sie werden interdisziplinär, sektorenübergreifend und nach einem strukturierten programmierten Diagnose-, Behandlungs- und Versorgungspfad versorgt. 35 Hausarzt-Praxen, eine Facharztpraxis, das Herzzentrum NRW (Bad Oeynhausen) sowie die beiden Bochumer Universitätskliniken St. Josef-Hospital (Kardiologie) und Bergmannsheil (Kardiologie und Herzchirurgie) sind dabei. Mehr dazu lesen Sie in unserem OptiMedium vom Juli 2014.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Alexander Fischer, Projektmanagement (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 040226211490).


Gutachten „Qualität 2030“: Regionale, qualitätsgesicherte Versorgung fördern

Einen grundlegenden Paradigmenwechsel im Bereich Qualität der Gesundheitsversorgung fordert der Versorgungsforscher Prof. Matthias Schrappe, Lehrauftrag Patientensicherheit und Risikomanagement an der Universität Köln, in dem Gutachten „Qualität 2030 – Die umfassende Strategie für das Gesundheitswesen“. Schrappe nennt verschiedene Handlungsfelder, die er von zentraler Bedeutung für die Verbesserung der Qualität sieht. Unter anderem sind dies:

Für eine konsequente Qualitätsorientierung muss die Politik dem Gutachten nach den Rahmen vorgeben und diesen in einem Konzept „Qualität 2030“ darlegen. „Die Richtung vorgeben, strategische Ziele setzen und potenzielle negative Auswirkungen kontrollieren“, beschreibt Schrappe die Anforderungen daran.

Weitere Details des Gutachtens lesen Sie auf der Webseite des Vereins Gesundheitsstadt Berlin, in dessen Auftrag das Gutachten erstellt wurde.


Weltkongress zur Integrierten Versorgung: Lokal handeln – vorausdenkend planen – integriert finanzieren

Die „International Foundation for Integrated Care“ (IFIC) versammelte rund 450 Experten aus 30 Staaten zu ihrem zweiten Weltkongress zur Integrierten Versorgung im australischen Sydney vom 23. bis 25. November 2014. Zentrales Ergebnis der Tagung war die gemeinsame Erkenntnis, dass nur eine bessere Integration und Koordination auf der lokalen, klein- und mittelräumigen Ebene die zukünftigen Herausforderungen in der gesundheitlichen Versorgung und Prävention weltweit lösen können. Nationale Rahmenstrategien seien dazu notwendig, entscheidend sei aber die Möglichkeit, lokal Verantwortung zu übernehmen und mittels gezielter Prävention und Versorgungsoptimierung jeweils auf die regionale Situation zugeschnittene Lösungen zu entwickeln.

Interessant war, wie ähnlich die Erfahrungen in Ländern mit eher nationalen Gesundheitssystemen wie England, Australien oder Kanada und solchen mit gemischten Versicherungslösungen sind. In beiden Finanzierungssystemen wiesen die Lösungen mit einer möglichst umfassenden Integration der Finanzierungsströme bei Übernahme von Kostenverantwortung die besten Ergebnisse auf, wurde berichtet. Ein besonderes Highlight war das Beispiel des Nuka Care Systems in Anchorage, Alaska. Die gesamte Versorgung für ca. 70.000 Menschen wurde dort von der früheren staatlichen Administration auf die Trägerschaft und Selbstverwaltung des Stammes übertragen. Aus dem früheren, als paternalistisch empfundenen Angebot des staatlichen Gesundheitsdienstes entstand daraus ein selbstverwaltetes, die Versicherten als „Customer-Owner“ ansprechendes und auf Beteiligung und Shared Decision-Making abzielendes Modell. Ein multidisziplinäres Team sieht sich selbst als Unterstützer und Coach der “customer-owners” und integriert Bewegung, Beratung und modernste Versorgung genauso wie klassische spirituelle Methoden, soweit gewünscht. Im Ergebnis kommen sie auf durchschnittlich 50 Prozent der Gesamtkosten pro Kopf der Durchschnittsbevölkerung in den USA. Aktuell arbeitet das Nuka Care System daran, seine Leistungsfähigkeit schrittweise auch der allgemeinen Bevölkerung der Hauptstadt Alaskas anzubieten.

Beispiele der Versorgung von älteren Menschen aus Singapur, der Organisation der Ländlichen Versorgung in Australien und der Einbeziehung von seelischer Gesundheit bei Intermountain Healthcare, USA, lieferten intensive Einblicke in die Herausforderungen aber auch die Chancen von Veränderungen. Wie die IT-technische Unterstützung eine Integration befördern kann, wurde insbesondere von dem Canterbury Health System aus Neuseeland erörtert.

Helmut Hildebrandt IFICHelmut Hildebrandt berichtet über Gesundes Kinzigtal. Quelle: IFICHernan Montenegro, Gesundheitssystementwickler bei der Genfer Zentrale der Weltgesundheitsorganisation berichtete vorab über die Konzepte der „Strategy on People-Centered and Integrated Health Services (PCIHS)“, die seitens der WHO in 2015 lanciert werden sollen. In Kürze wird die europäische Sektion der WHO einen Bericht mit „models of good practice“ vorlegen, in dem auch Gesundes Kinzigtal vorgestellt wird. Letzteres wurde in Sydney von Helmut Hildebrandt ebenfalls präsentiert (siehe Bild), das Konzept sowie seine Umsetzung und seine Ergebnisse wurden als Referenzmodell ausgiebig diskutiert. Für den März 2015 wird eine Gruppe von zirka 20 neuseeländischen und australischen Vertretern aus Politik und Praxis ins Kinzigtal kommen, um die dortige Lösung intensiv auf ihre Übertragbarkeit nach „Downunder“ zu überprüfen. Die virtuelle Budgetlösung im Kinzigtal wurde dabei als sehr praktisch für die Überwindung der bisherigen Fragmentierung der Finanzierung in Australien angesehen. Die Bundesregierung (das „Commonwealth“) finanziert dort die ambulante ärztliche Versorgung, während die Landesregierungen für die stationäre Versorgung und die Beratungs- und Präventionsangebote vor Ort zuständig sind – beide Finanzierungstöpfe sind aber nicht miteinander verbunden und Sparanstrengungen in einem System gehen dann meist zu Lasten der Kostenträgerschaft auf der anderen Seite.
Weitere Informationen in Kürze unter http://www.integratedcarefoundation.org/conference/2_world.

Die International Foundation for Integrated Care (IFIC) ist ein not-for-profit network, das Praktiker, Wissenschaftler und Politiker/Administratoren unterschiedlichster Gesundheitssysteme und quer über die Grenzen der Disziplinen zusammen bringen will, um die Gesundheitsversorgung und die Öffentliche Gesundheit wieder besser zusammenzubringen und den medizinischen Fortschritt zu fördern. Weitere Infos über die Ziele der IFIC finden Sie hier, die linkedin-Gruppe der IFIC hinter diesem Link.

Die nächste Konferenz wird im März 2015 in Edinburgh, Schottland, stattfinden. Mitgliedschaften von deutschen Krankenkassen und Gesundheitseinrichtungen sind höchst willkommen.


Neues von OptiMedis

Neues Whitepaper: Aus Daten Mehrwert schaffen

Die Vernetzung in der Integrierten Versorgung (IV) bringt umfangreiche Daten aus den verschiedensten Quellen mit sich. Sie zu analysieren und einen Mehrwert daraus für die künftige Versorgung zu schaffen, ist eine große Herausforderung. Am Beispiel des Best Practice-Modells Gesundes Kinzigtal zeigen wir in unserem neuen Whitepaper „Aus Daten Mehrwert schaffen“, wie die Daten in einem Data Warehouse verknüpft, aufbereitet und über eine leistungsfähige Analyse- und Reportingsoftware zur Verfügung gestellt werden. Und wir beschreiben, wie das Management daraus einen Nutzen ziehen kann – von der Projektvorbereitung und -steuerung bis hin zur Evaluation. Die Voraussetzung ist eine leistungsfähige Business Intelligence-Struktur, wie sie in Gesundes Kinzigtal von der OptiMedis AG implementiert wurde.

Die OptiMedis AG veröffentlicht regelmäßig Whitepaper zu unterschiedlichsten Aspekten des Versorgungsmanagements und der Versorgungsforschung. Bisher sind in der Reihe erschienen:

Qualitätsindikatoren in der Integrierten Versorgung
Feedback-Berichte als Instrument der Qualitäts- und Effizienzmessung am Beispiel Gesundes Kinzigtal

Aus Daten Mehrwert schaffen
Einsatz von Business Intelligence für Aufbau, Steuerung und Evaluation Integrierter Versorgung am Beispiel Gesundes Kinzigtal

Unsere Whitepaper sowie Studien und Fachartikel über oder von OptiMedis und Gesundes Kinzigtal finden Sie in unserer neuen Rubrik „Publikationen“.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Dr. Alexander Pimperl, Leiter Controlling & Health Data Analytics (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 040226211490).


Termine

Ende 2014 und Anfang 2015 nehmen der Vorstand und die Mitarbeiter der OptiMedis AG und der Gesundes Kinzigtal GmbH wieder als Redner an Kongressen teil. Sie hören und treffen uns:

Vernetzte Gesundheit, 13.-14. Januar 2015, Kiel
Moderation Helmut Hildebrandt, Vorstand, OptiMedis AG:
Workshop "Von der Qualität im Großen und Ganzen. Zusatznutzen für kleine und große Patienten – und für die Akteure natürlich auch"

BMC-Kongress 2015, Patientenorientierung: Schlüssel für mehr Qualität, 20.-21. Januar, Berlin
Vortrag Helmut Hildebrandt, Vorstand, OptiMedis AG:
Empowerment, Shared Decision Making, Zielvereinbarungen – Patientenzentrierung als entscheidender Erfolgsfaktor von Gesundes Kinzigtal

58. Österreichischer Kongress für Krankenhausmanagement, 11.-12. Mai 2015, Eisenstadt
Vortrag Dr. Alexander Pimperl, Leiter Controlling & Health Data Analytics, OptiMedis AG:
Aufbau nachhaltiger Strukturen für die Integrierte Versorgung – Modellprojekt Gesundes Kinzigtal

Die aktuellen Terminankündigungen und weitere Infos finden Sie auf unserer Website oder können Sie bequem per RSS abonnieren.


Presseschau

Hier finden Sie aktuelle Veröffentlichungen der OptiMedis AG und ihrer Partner genauso wie Berichte aus der Fach- und Publikumspresse.

Integrierte Versorgung: Deutsches Know-how für Holland
Ärzte Zeitung (Online), 15.12.2014

Zuhause gut versorgt
Welt der Krankenversicherung, 11/2014

Die Links zu allen Artikeln finden Sie auf der OptiMedis-Webseite.