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OptiMedium Dezember 2015

Gesundes Kinzigtal verbessert erneut Deckungsbeitrag

Gesundes Kinzigtal konnte auch im siebten Jahr hintereinander den Deckungsbeitrag verbessern. Dieser betrug im Jahr 2013 gut 5,5 Millionen Euro für die insgesamt 33.000 Versicherten der beiden Vertragspartnerkassen, AOK Baden-Württemberg und Landwirtschaftliche Krankenkasse (LKK) in der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau. Jeder Kinzigtaler Versicherte kostete somit im Durchschnitt 170 Euro weniger im Jahr als im Bundesdurchschnitt. Die Verbesserung des Deckungsbeitrags ergibt sich aus der Differenz zwischen den zu erwartenden Kosten (75,5 Millionen Euro) und den tatsächlichen Kosten der Versicherten im Kinzigtal. Bei der Berechnung des Betrages wird die gesamte Versichertenpopulation der beiden Krankenkassen zugrunde gelegt.

Gesundes Kinzigtal erzielt diese positiven Effekte im Kinzigtal, weil die Versicherten zur Förderung und Erhaltung ihrer Gesundheit befähigt und aktiviert werden. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist dabei, dass die Intervention an der Gesundheit der Bevölkerung ausgerichtet ist und auch Vereine, Kommunen und Betriebe eingebunden werden. So ermöglichen Instrumente wie Coaching und Case Management nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine qualitativ gute Versorgung. Im Kinzigtal geht die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit mit einer hohen Versorgungsqualität für die Versichertengemeinschaft einher. Dies belegt die aktuelle Evaluation des PMV-Forschungsinstituts der Universität zu Köln.

Gute Prozessqualität in der Arzneimitteltherapie

Die drei Vertragsparteien lassen die Integrierte Versorgung durch die Kölner Forscher auf Basis der GKV-Routinedaten regelmäßig evaluieren. Hierzu wird mittels Qualitätsindikatoren eine mögliche Über-, Unter- oder Fehlversorgung in der Kinzigtaler Population und vergleichend dazu in einer Kontrollgruppe aus Baden-Württemberg untersucht. Die Forscher kommen in ihrer aktuellen Evaluation zu dem Ergebnis, dass im Kinzigtal der Verordnungsumfang und die Verordnungsdauer von Arzneimitteln mit Abhängigkeitspotenzial wie Sedativa oder Arzneimitteln mit Resistenzentwicklung wie Antibiotika geringer sind als in der baden-württembergischen Kontrollgruppe. Dieser Rückgang der Überversorgung wird als positiv für die Versorgungsqualität bewertet, da die Wahrscheinlichkeit unerwünschter Nebenwirkungen reduziert wird. Auf der anderen Seite nimmt die in den Leitlinien empfohlene Medikation von beispielsweise Thrombozytenaggregationshemmern oder Betablockern im Kinzigtal seit Interventionsbeginn kontinuierlich zu. Dies gilt den Forschern als Beleg für den Abbau einer Unterversorgung. Und auch ältere Menschen profitieren von der Arzneimitteltherapie im Kinzigtal. Sie sind durch die Neben- und Wechselwirkungen von Arzneimitteln besonders gefährdet, gerade dann, wenn sie mehrere Medikamente gleichzeitig einnehmen. Daher haben die Kölner Forscher auch die Verordnungsrate von potenziell inadäquaten Wirkstoffen für ältere Menschen untersucht. Hierbei schneidet das Kinzigtal ebenfalls besser ab als die Kontrollgruppe. Die externe Evaluation belegt die Qualität der Arzneimitteltherapie im Kinzigtal und verdeutlicht den Abbau der Über- und Unterversorgung bei ausgewählten Indikationen.