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World Congress on Integrated Care: „International movement for change“

"Integrated care is an international movement for change.“ Mit diesen Worten eröffnete Dr. Nick Goodwin, CEO der International Foundation for Integrated Care, den dritten „World Congress on Integrated Care“ Ende November in Mexico City. 350 Teilnehmer aus mehr als 30 Ländern – rund sechzig Prozent aus Süd- und Mittelamerika – nahmen daran teil.

Die Qualitäts- und Kostenprobleme aus der Versäulung und Sektorisierung der Versorgung mit ihren je spezifischen Honorierungen ohne Beachtung des produzierten „health benefit“ bzw. „health value“ für die jeweiligen Sozialsysteme waren zentraler Bestandteil der Konferenz. Dabei zeigte sich eine internationale Tendenz zu einer Trendwende: Nicht nur in Europa und Nordamerika, sondern auch in den latein- und südamerikanischen Ländern, in Asien und im arabischen Raum wird intensiv an Modellen zu einer Verbindung der Versorgungssektoren und zu einer Honorierung unter Berücksichtigung des entstehenden gesellschaftlichen und patientenbezogenen Nutzens gearbeitet.

Als besonderes Highlight empfanden die Teilnehmer eine Session mit Beteiligung von Patienten-Repräsentanten. Interessant war hier die Definition von Integrierter und Koordinierter Versorgung, die von „National Voices“ aus England im Kontext einer Kampagne und Zusammenführung von Meinungen von Patienten entwickelt worden war: “I can plan my care with people who work together to understand me and my carer(s), allow me control, and bring together services to achieve the outcomes important to me.”

Drum Session Tagung MexicoEine sehr spannende, praktische Erfahrung der Konferenzteilnehmer: Ein Gesundheitswissenschaftler aus Singapur arbeitet sehr erfolgreich mit „Drumming Sessions“ oder „Drum Circles“, um den teilweise dementen Bewohnern von Pflegeheimen wieder Lebensmut und positive Gefühle zu vermitteln und ihnen eine Gruppenerfahrung zu ermöglichen. Statt einem wissenschaftlichen Vortrag lud er die Teilnehmer des Kongresses ein, es selber mit verschiedensten Percussion-Instrumenten auszuprobieren. Quer über die Nationen, Geschlechter und Altersgruppen war das eine beeindruckende Erfahrung (siehe Foto).  In einer Flüchtlingshilfeeinrichtung im Kinzigtal wurde vor wenigen Tagen ebenfalls ein „Drum Circle“ arrangiert. „Eine wunderbare Gruppenerfahrung mit einer ganz besonderen Energie“, berichteten die Teilnehmer, zu denen ehrenamtliche Betreuer, Vertreter des Landkreises und die Flüchtlinge gehörten.

Professor Guus Schrijvers, Chairman des Kongresses, kommentiert in einem Blog die Bedeutung der Ergebnisse des Kongresses für die globale Entwicklung in Richtung Integrated Care. Um den Kommentar zu lesen, klicken Sie bitte hier.

Die Präsentationen des Kongresses stehen hier zum Download bereit.