Aktuelles - OptiMedis AG

Direkt zur Hauptnavigation Zum Inhalt wechseln

Aus den Regionen

Innovationsfonds fördert integriertes Versorgungsprojekt im Osten Hamburgs

Partner Billstedt HornFreuen sich über die Förderung durch den Innovationsfonds: v.l.n.r. Matthias Mohrmann, Mitglied Vorstand AOK Rheinland/Hamburg, Alexander Fischer, Projektleiter Gesundheit für Billstedt/Horn UG, Dr. h. c. Helmut Hildebrandt, Geschäftsführer Gesundheit für Billstedt/Horn UG, Dr. Gerd Fass, Ärztenetz Billstedt-Horn e.V.

Im Januar 2017 startet der Aufbau eines innovativen, patientenorientierten und sektorenübergreifenden Gesundheitsnetzwerks in den sozial benachteiligten Hamburger Stadtteilen Billstedt und Horn, das beispielgebend für weitere großstädtische Regionen in Deutschland sein soll (einige der Partner links im Bild). Dieses von der OptiMedis AG entwickelte Projekt ist eines von bundesweit knapp 30 Projekten, die den Zuschlag durch den Innovationsfonds erhalten haben.

Höhere Krankheitslast in sozial benachteiligten Großstadtregionen

Hintergrund ist, dass die Bevölkerung in Billstedt und Horn aufgrund der sozioökonomischen Bedingungen schlechtere Lebens- und Gesundheitschancen hat als die übrige Hamburger Bevölkerung. In diesen Stadtteilen leben im Hamburger Vergleich überdurchschnittlich viele Empfänger von Sozialleistungen, Migranten, Menschen mit niedrigen Schulabschlüssen und Alleinerziehende. Eine im letzten Jahr durchgeführte Analyse der OptiMedis AG hat gezeigt, dass die Bevölkerung in den beiden Stadtteilen früher und häufiger an chronischen Krankheiten wie Diabetes, COPD oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen erkrankt und auch früher stirbt.

Gesundheitsversorgung neu organisieren

Die Gesundheitsversorgung in Billstedt und Horn soll im Rahmen des Projektes neu organisiert, der öffentliche Gesundheitsdienst integriert und der medizinische und soziale Sektor vernetzt werden. Die OptiMedis AG, das Ärztenetz Billstedt-Horn e.V., die Stadtteilklinik Hamburg und der NAV-Virchow-Bund haben hierzu eine regionale Managementgesellschaft, die Gesundheit für Billstedt-Horn UG (haftungsbeschränkt) gegründet. Die regionale Managementgesellschaft will mit den Partnern vor Ort in den kommenden Jahren die Versorgungsdefizite im ambulanten medizinischen Sektor mindern und den Zugang der Bevölkerung zur Gesundheitsversorgung verbessern. Hierfür soll u. a. ein "Gesundheitskiosk" an einem zentralen Ort in den Stadtteilen eröffnet werden, der Gesundheitsberatung, Patientenschulungen und Casemanagement niedrigschwellig anbietet. Zudem soll eine Kurzliegerstation in der Stadtteilklinik eingerichtet werden, in der Patienten für kurze Zeit aufgenommen werden. Das Angebot richtet sich vor allem an ältere, chronisch kranke Patienten, die keiner Fachabteilung zuzuordnen sind und keiner hochspezialisierten, aber einer inidizierten vorübergehend stationären Behandlung bedürfen. Ziel ist eine interdisziplinäre, allgemeinmedizinisch geprägte Grundversorgung mit mehr „High-Touch“ statt „High-Tech“.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die digitale Kommunikation zwischen den Ärzten sowie zwischen dem Arzt und seinen Patienten. Sie soll dazu beitragen, die Diagnostik und Therapie zu verbessern. So soll eine elektronische Patientenakte den Austausch von Patientendaten zwischen den behandelnden Ärzten ermöglichen und eine mobile Anwendung für ein Smartphone soll bei dem Transfer der Gesundheitsdaten zwischen Arzt und Patient helfen.

IV-Vertrag sichert Nachhaltigkeit

Um das Projekt über drei Jahre hinaus nachhaltig zu verankern, hat die AOK Rheinland/Hamburg bereits Mitte des Jahres einen Integrierten Versorgungsvertrag (IV) mit der regionalen Managementgesellschaft Gesundheit für Billstedt/Horn geschlossen. Das Ziel ist, die Versicherten besser und wirtschaftlicher zu versorgen. Zu den Konsortialpartnern gehören neben der AOK auch die BARMER GEK, das Institut für Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf, das Digital Health-Unternehmen connected-health.eu GmbH mit dem Produkt LifeTime und die OptiMedis AG. Das Projekt wird durch das Hamburg Center for Health Economics (HCHE) an der Universität Hamburg unter Leitung von Prof. Dr. Jonas Schreyögg wissenschaftlich begleitet, um die Übertragbarkeit zu evaluieren. Auch die DAK hat ihre Unterstützung bereits zugesagt, mit weiteren Krankenkassen sind wir im Gespräch.

Zusätzliche Details zu der Gesundheit für Billstedt-Horn UG finden Sie hier.