Aktuelles - OptiMedis AG

Direkt zur Hauptnavigation Zum Inhalt wechseln

Ärzte wollen Arzneimittelkonsil im Leinetal fortsetzen

Konsil LeinetalTeilnehmer des Konsils im Gespräch mit Prof. Dr. Wehling (rechts)

Ende November trafen sich 25 Haus- und Fachärzte des „Gesundheitsnetzes Leinetal“ zum bereits achten Mal zu einem gemeinsamen Arzneimittelkonsil in Garbsen bei Hannover (siehe Bild rechts). Das Thema dieses letzten Konsils in 2016 war der Einsatz von Antibiotika bei COPD-Patienten. Ein wenig Wehmut machte sich unter den Teilnehmern breit. Denn die KV Niedersachsen (KVN) förderte das Konsil über zwei Jahre im Rahmen der Praxisnetzförderung. Die Förderung des Projektes läuft aber zum Ende des Jahres planmäßig aus. Die Ärzte wollen dennoch weitermachen. „Wir wollen das Konsil auch über 2016 hinaus fortführen, um die Arzneimitteltherapiesicherheit im Netz weiter auf einem hohen Niveau zu halten“, kündigte Matthias Lindenblatt, Vorsitzender des Leinetaler Ärztenetzes, an. Die Netzärzte, insbesondere die Hausärzte, haben durch das Konsil praktische Handlungsanleitungen für Ihren Praxisalltag erhalten.

Das Konsil wurde 2014 mithilfe der Gesundes Leinetal GmbH, einer Gesellschaft der OptiMedis AG, ins Leben gerufen. Unter Leitung des Pharmakologen Prof. Dr. Martin Wehling von der Universität Heidelberg wurde in jeder Konsilsitzung ein Schwerpunktthema zur Polypharmakotherapie bei älteren Patienten behandelt. Die Themen der bisherigen Konsile, die auf Vorschlag der Ärzte behandelt wurden, waren unter anderem der Einsatz von Protonenpumpenhemmern und von psychotropen Substanzen sowie die Prävention von cerebrovaskulären Ereignissen – neue Antikoagulantien (NOAK). Pharmakologe Wehling bewertete anhand der von ihm und Kollegen entwickelten Positiv-/Negativliste FORTA (Fit for the Aged), für welche Indikationen eine Arzneimitteltherapie geeignet ist oder welche Risiken diese birgt.

Konsil macht Lust auf mehr

Durch die erlebte engere Zusammenarbeit im Rahmen des Konsils verspüren die Ärzte den Wunsch, zukünftig noch enger und strukturierter zusammenzuarbeiten. „Wir prüfen derzeit, ob wir uns auch als Praxisnetz von der KV anerkennen lassen wollen und können“, so Lindenblatt. Die KVN fördert anerkannte Netze, die die 2013 verabschiedeten Versorgungsziele und Kriterien, u. a. Einführung eines Medikationschecks oder zertifizierte Qualitätszirkel, nachweisen. Bis heute hat die KVN zwei Praxisnetze in Niedersachsen anerkannt.