OptiMedium Juli 2018

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

Cornelia Prüfer-Storcks, Hamburgs Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz, bringt es in einem Gastbeitrag für unser OptiMedium auf den Punkt: „In den vergangenen Jahrzehnten wurden zahlreiche Versuche unternommen, gesetzgeberisch die Trennung zwischen dem ambulanten und dem stationären Sektor aufzuheben – zum Beispiel durch das Belegarztwesen, Ermächtigungen, Institutsambulanzen und die ambulante spezialärztliche Versorgung. Alle diese Versuche müssen rückblickend als gescheitert angesehen werden. (…) Deshalb muss die sektorenübergreifende Versorgung vom Projektansatz zur Grundorientierung in der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung weiterentwickelt werden.“

Doch diese Weiterentwicklung wird aus unserer Sicht immer noch zu sehr behindert – durch festgefahrene Strukturen und Regelungen. So werden zum Beispiel die vom Gesetzgeber gewollten Freiheiten für Integrationsverträge durch sehr restriktiv ausgelegte Interpretationen vom Bundesversicherungsamt (BVA) wieder eingeschränkt. Für das Investment in neue und damit auch komplexere Lösungen brauchen die Initiatoren aber ausreichende Sicherheiten, dass die Versorgungsform heute und in Zukunft noch gewünscht ist und sich damit lohnt. Mit anderen Worten: Wir brauchen endlich klare Zielvorgaben durch den Gesetzgeber. In einem 5-Punkte-Sofortgramm für die Politik haben wir unsere ganz konkreten Lösungen zum Abbau der Barrieren hin zu einer patientenzentrierten integrierten Versorgung dargelegt. Das Papier finden Sie hier zum Download.

Dass wir die richtigen Partner dafür schon haben, hat unsere Konferenz „Zukunftsklänge“ am 29. Juni ganz deutlich gezeigt: Knapp 200 engagierte und zukunftsorientiert denkende Ärzte, Therapeuten, MFA, Studierende, Wissenschaftler und Krankenkassenvertreter waren gekommen, um mit uns konkrete Lösungsansätze für eine regionale, value-orientierte Versorgung zu entwerfen. Details zu der Veranstaltung lesen Sie hier.

Ganz konkrete Neuigkeiten gibt es derweil aus dem Raum Nordhessen: Dort starten wir gemeinsam mit der BKK Werra-Meißner den Aufbau eines dritten Gesundheitsnetzwerks innerhalb Deutschlands nach dem OptiMedis-Modell. Mehr zu dem gerade geschlossenen Vertrag und den Plänen finden Sie hier.

Lesen Sie außerdem in dieser Ausgabe: Drei Fragen für Ihre Gesundheit: Kampagne in Hamburger Arztpraxen fördert Gesundheitskompetenz, Modellprojekt: M@DITA will Schwangere, Hebammen und Gynäkologen in Schleswig-Holstein vernetzen, Gesundes Kinzigtal: Inspirierende "Zukunftswerkstatt" mit Studierenden, Über die Sektoren hinweg: Neue Strategien für das Netz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen, Regionalbudget für Krankenhausleistungen: Ortenauklinikum und Gesundes Kinzigtal stellen Antrag beim Innovationsfonds.

Über Ihr Feedback freuen wir uns!

Oliver Groene 279x372 

Ihr Oliver Gröne
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender OptiMedis

 

 

Gesamtausgabe des OptiMediums als PDF

 

Aus den Regionen 

Aus den Regionen

  

Startschuss für populationsorientierte Versorgung in Hessen – BKK Werra-Meißner und OptiMedis schließen erfolgsabhängigen Vertrag

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Drei Fragen für Ihre Gesundheit: Kampagne in Hamburger Arztpraxen fördert Gesundheitskompetenz

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Modellprojekt: M@DITA will Schwangere, Hebammen und Gynäkologen in Schleswig-Holstein vernetzen

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Gesundes Kinzigtal: Inspirierende "Zukunftswerkstatt" mit Studierenden

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Regionalbudget für Krankenhausleistungen: Ortenauklinikum und Gesundes Kinzigtal stellen Antrag beim Innovationsfonds

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Aus Politik und Verbänden 

Aus Politik und Verbänden

  

Gastbeitrag von Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks: Welche Vereinbarungen des Koalitionsvertrags bringen die Integrierte Versorgung nach vorn?

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5-Punkte-Sofortrogramm für den Gesetzgeber: Grenzen überwinden für eine patientenzentrierte Integrierte Versorgung

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Über die Sektoren hinweg: Neue Strategien für das Deutsche Netz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen

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Internationales 

Internationales

  

Integrierte Versorgung, künstliche Intelligenz, Selbstmanagement-Interventionen: OptiMedis bei drei spannenden EU-Projekten an Bord

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ICIC 2018: Versorgungslösungen aus aller Welt zeigen neue Wege auf

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Integrierte Versorgung: WHO und IFIC unterzeichnen Memorandum of Understanding

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Neues von OptiMedis 

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Zukunftsklänge-Konferenz: Digitales, patienten- und teamorientiertes Arbeiten bestimmt die Gesundheitsversorgung der Zukunft

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Neues Stellenagebot: Wissenschaftlicher Projektmanager (m/w) für das Teilprojekt "Gesundheitsnetzwerk Westmünsterland" gesucht

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Schlaglichter 

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Wie sich Versorgungsdaten effektiv nutzen lassen: Qualität verbessern, Kosten sparen, digitale Innovationen vorantreiben

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Zum achten Mal: OptiMedis-Get together in Berlin

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Hauptstadtkongress: Gute Diskussionen am Gemeinschaftsstand Wissen.Innovation.Region

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Termine 

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Presseschau 

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Publikationen 

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Aus den Regionen

Startschuss für populationsorientierte Versorgung in Hessen – BKK Werra-Meißner und OptiMedis schließen erfolgsabhängigen Vertrag

Die BKK Werra-Meißner und die OptiMedis AG wollen gemeinsam eine integrierte und populationsorientierte Integrierte Versorgung im nordhessischen Landkreis Werra-Meißner aufbauen. Im Mai 2018 haben die Partner einen langfristigen, erfolgsabhängigen Vertrag mit einer Teilübernahme der Budgetverantwortung gemäß § 140 a SGB V geschlossen. Gemeinsam mit dem Landkreis, Ärztenetzen, sozialen Einrichtungen und der Wirtschaftsförderung planen die Partner nun, ein umfassendes Gesundheitsnetzwerk nach dem Modell von Gesundes Kinzigtal in Baden-Württemberg aufzubauen, um die Versorgung besser und wirtschaftlicher zu machen. Die Organisation wird eine regionale Managementgesellschaft übernehmen, an der sich die Ärzte und auch andere Partner beteiligen können.

Althans MarcoMarco Althans, Vorstand der BKK Werra-Meißner. Foto: BKK Werra-Meißner.In der Region leben 100.715 Einwohner. Die BKK Werra-Meißner hat einen Anteil von knapp 25 Prozent der gesetzlich Krankenversicherten und ein großes Interesse, die regionale Versorgung zu verbessern und zu sichern. „Wir engagieren uns seit langem für eine bessere Gesundheit der Bevölkerung im Werra-Meißner-Kreis. Mit OptiMedis haben wir nun einen sehr erfahrenen und innovativen Partner gefunden, mit dem wir nicht nur einzelne Projekte umsetzen, sondern die Gesundheitsversorgung mit einem umfassenden Ansatz zukunftssicher machen können“, sagt Marco Althans, Vorstand der BKK Werra-Meißner.

Geplant ist, dass die Versicherten sich schon ab Anfang 2019 aktiv beteiligen und die Angebote des Netzwerks nutzen können. „Wir werden die Gesundheitsversorgung neu organisieren, den medizinischen mit dem sozialen Sektor verbinden und den Menschen die Chance geben, mehr Eigeninitiative in Bezug auf ihre Gesundheit zu entwickeln“, erklärt OptiMedis-Vorstand Dr. h. c. Helmut Hildebrandt, der selbst im Werra-Meißner-Kreis aufgewachsen ist. Dahinter steht der in Gesundes Kinzigtal über viele Jahre erprobte Ansatz, die Anreize im Gesundheitswesen umzukehren – hin zu einem System, in dem die Gesunderhaltung der Menschen belohnt wird. „Wir wollen nicht nur auf vorhandene Erkrankungen reagieren, sondern aktiv dazu beitragen, dass Gesundheit entsteht. Dementsprechend investieren wir viel in Prävention, Gesundheitsförderung, Aktivierung der Patienten und gezieltes Versorgungsmanagement, insbesondere bei chronisch Kranken“, erklärt Hildebrandt.

Ambulante Versorgung sichern – Gesundheitskompetenz fördernHildebrandt Poträt 05Dr. h. c. Helmut Hildebrandt, Vorstandsvorsitzender OptiMedis.

Erste Gespräche mit Ärzten aus dem Werra-Meißner-Kreis haben gezeigt, dass die Sicherung der ambulanten Versorgung ein besonderer Schwerpunkt in der Region sein wird, da es bereits einige Praxisschließungen gab. Auch die Weiterqualifizierung der Medizinischen Fachangestellten in den Praxen, die Stärkung der Eigenaktivität der Patienten und die zusätzliche Honorierung der Praxen für gezielte Beratungsangebote zugunsten der Gesunderhaltung ihrer Patienten sind den Ärzten wichtig.

Damit möglichst viele Versicherte teilnehmen können, sollen auch mit weiteren Krankenkassen der Region Verträge geschlossen werden. „Und Partner aus anderen Bereichen sind natürlich ebenfalls herzlich willkommen“, betont Hildebrandt. Das Startinvestment für das Gesundheitsnetzwerk wird über Banken, Drittmittel und Bürgschaften finanziert. Auf Dauer soll es sich aus den erreichten Verbesserungen bei den Krankenkassen tragen. Denn indem Gesundheit gefördert und Krankheiten verhindert oder frühzeitig erkannt werden, sinken auf Dauer die Kosten für die medizinische Versorgung in der Region.


Drei Fragen für Ihre Gesundheit: Kampagne in Hamburger Arztpraxen fördert Gesundheitskompetenz

Poster Drei Fragen für Ihre GesundheitBeispiel für die Poster und Flyer der Kampagne "Drei Fragen für Ihre Gesundheit".Das Hamburger Gesundheitsnetzwerk „Gesundheit für Billstedt/Horn“ möchte die Gesundheitskompetenz von Patienten mit einer Kampagne in Arztpraxen verbessern. Mehrsprachige Plakate und Flyer zum Thema „Drei Fragen für Ihre Gesundheit“ klären Patienten darüber auf, wie sie sich optimal auf den Arztbesuch vorbereiten können. Ziel ist, das Verständnis medizinischer Informationen im Arzt-Patienten-Gespräch und die Therapietreue zu fördern. Die an das international erprobte „Ask me three“-Konzept angelehnte Aktion ist eine der Interventionen der Managementgesellschaft Gesundheit für Billstedt/Horn UG, die gemeinsam mit Ärzten, Krankenkassen sowie weiteren Partnern in den deprivierten Hamburger Stadtteilen Billstedt und Horn ein populationsorientiertes und gesundheitsförderndes Versorgungsmodell umsetzt.

Wie viele Menschen Probleme haben, gesundheitsbezogene Informationen zu verstehen und für sich zu nutzen, zeigen aktuelle Studien. Betroffen sind insbesondere Menschen in höherem Alter, mit Sprachbarrieren oder geringem Bildungsstatus. Auch Faktoren wie Nervosität oder Unsicherheit im Gespräch mit dem Arzt können die Verständigung negativ beeinflussen. „Hier setzen wir an und erklären den Menschen in einfacher Weise, wie sie sich auf das Gespräch mit ihrem Arzt vorbereiten können und welche drei Fragen sie auf jeden Fall stellen sollten. Wir ermutigen sie, nachzufragen, wenn sie etwas nicht verstanden haben, und die Antworten des Arztes zu notieren“, erklärt Dr. Oana Gröne, verantwortlich für Patientenaktivierung bei der Gesundheit für Billstedt/Horn UG.

Gespräche werden nicht länger, sondern strukturierter

Die teilnehmenden Arztpraxen bekommen individualisierte Praxisplakate, Flyer mit Notizfeld und einen Ansteck-Button für den Arztkittel. Darauf stehen die drei Fragen „Welches gesundheitliche Problem habe ich?“, „Was kann ich dagegen tun?“ und „Warum ist das wichtig für mich?“. Die niedergelassene Allgemeinmedizinerin Dr. Tanja Bockshammer aus dem Stadtteil Mümmelmannsberg hat bereits gute Erfahrungen gemacht: „Viele meiner Patienten nehmen die Anregung auf, sie sind mutiger und haken bei Klärungsbedarf nach.“ Dadurch seien die Gespräche nicht etwa länger, sondern deutlich strukturierter, betont sie. Um den Effekt auch wissenschaftlich zu messen, wird die Kampagne vom Hamburg Center for Health Economics (HCHE) an der Universität Hamburg evaluiert.

Das „Ask me three“-Konzept hat in anderen Ländern bereits gute Erfolge erzielt, wie Studien zeigen. 1,2Die Patienten sind besser informiert, selbstbewusster und kompetenter in der Interaktion mit den Ärzten und dem Praxisteam, während die Dauer der Arztbesuche nicht zugenommen hat.

Die Gesundheit für Billstedt/Horn UG setzt neben der Praxiskampagne weitere Interventionen zur Patientenaktivierung und Förderung der Gesundheitskompetenz um, so zum Beispiel Zielvereinbarungsgespräche zwischen Patient und Arzt. Gefördert wird das Gesundheitsnetzwerk vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundessausschusses.

Zu den Partnerkrankenkassen gehören die AOK Rheinland-Hamburg, die Barmer Hamburg und die DAK Gesundheit.

 

Literatur:

1 Groene, O.R., Bolibar, I., Brotons, C. (2012). Impact, barriers and facilitators of the ‘Ask Me 3’ Patient Communication Intervention in a primary care center in Barcelona, Spain: a mixed-methods analysis. The International Journal of Person Centered Medicine 2 (4) 853-861.

2 Michalopoulou, G., Falzarano, P., Arfken, C. & Rosenberg, D. (2010). Implementing Ask Me 3 to improve African American patient satisfaction and perceptions of physician cultural competency. Journal of Cultural Diversity 17 (2) 62-67.


Modellprojekt: M@DITA will Schwangere, Hebammen und Gynäkologen in Schleswig-Holstein vernetzen

Steigende Geburtenzahlen, Schließung von Geburtskliniken und zunehmender Hebammenmangel – die Situation in der Betreuung rund um Schwangerschaft und Geburt ist angespannt. Darunter leiden vor allem (werdende) Mütter. Psychosoziale Risiken und eine geringe Inanspruchnahme der Mutterschaftsvorsorge verstärken den bestehenden Trend: Deutschland liegt europaweit im oberen Bereich bei den Früh- und Mangelgeburten. Gerade Frauen mit höherem Unterstützungsbedarf nehmen Hebammen und andere Hilfesysteme wie Beratungsstellen mangels Kenntnis zu wenig in Anspruch. Und auch bei der Stillquote liegt Deutschland im Mittelfeld. Nur ein Drittel der Babys werden mit vier Monaten noch voll gestillt.

Früh- und Mangelgeburtenrate senken, Stillquote erhöhen

MaditaDas Modellprojekt M@DITA soll die Mutterschaftsvorsorge in Schleswig-Holstein stärken. Foto: pixabayDas Mutterschaftsvorsorge-Projekt „M@DITA“[1] aus Schleswig-Holstein will dagegen etwas tun – mit dem Ziel, die Früh- und Mangelgeburten zu senken und die Stillquote bis zum vierten Monat nach der Geburt zu erhöhen. Gelingen soll dies durch eine bessere Zusammenarbeit und Vernetzung der Schwangeren, der Frauenärzte, Hebammen und Geburtskliniken im nördlichsten Bundesland. Ein digitaler Mutterpass und eine Kommunikationsplattform inklusive App sollen dabei helfen. Allen Schwangeren soll bereits frühzeitig eine intensivierte Stillberatung durch eine Hebamme angeboten werden. Neben den medizinischen Risiken sollen die psychosozialen und lebensstilbedingten Risiken in der Schwangerschaft mithilfe eines Risikoscreenings frühzeitig erkannt werden. Schwangere mit erhöhtem Unterstützungsbedarf oder erhöhten sozialen oder gesundheitlichen Belastungen erhalten gezielt Angebote zu Präventionsprogrammen. Sie sollen zudem kommunale Beratungs- und Hilfesysteme wie die Frühen Hilfen in Anspruch nehmen. Dem Programm zugrunde liegt ein abgestimmter Versorgungspfad, der mit eindeutiger Feststellung der Schwangerschaft startet und vier Monate nach Entbindung endet.

„M@DITA“ wurde initiiert von der AOK NORD-WEST, der Techniker Krankenkasse, dem Berufsverband der Frauenärzte – Landesverband Schleswig-Holstein, dem Hebammenverband Schleswig-Holstein und der OptiMedis AG. Die technische Beratung erfolgt durch die Philips DACH GmbH. Starten könnte „M@DITA“ ab dem nächsten Jahr. Das Projekt wurde im März dieses Jahres zur Förderung beim Innovationsfonds eingereicht. Die Initiatoren hoffen nun auf grünes Licht aus Berlin.

In dem Projekt wurden die von der OptiMedis AG entwickelten Vorschläge zum Partnerschaftsmodell Mutter-Hebammen-Arzt aufgegriffen. Das Unternehmen hatte 2016 im Auftrag des Kieler Sozialministeriums einen Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Situation der Geburtshilfe in Schleswig-Holstein erstellt.


[1] Das Akronym steht für „Mutterschaftsvorsorge@digital im Team von Anfang an“.


Gesundes Kinzigtal: Inspirierende "Zukunftswerkstatt" mit Studierenden

OptiMedium Zukunftswerkstatt 1Engagierte Studierende besuchten im Kinzigtal die Gesundheitswerkstatt "Gesund-heit 4.0 - Vernetzte Zukunft im Team".Hospitationen in landärztlichen Praxen, Einblicke in die Integrierte Versorgung Gesundes Kinzigtal und verschiedene Workshops rund um die spannende Frage „Wie sieht die Zukunft des Arztberufs aus?“: Acht gesundheitspolitisch interessierte Medizinstudierende und ein Pharmaziestudent kamen im März aus ganz Deutschland für eine Zukunftswerkstatt ins Kinzigtal. Dazu eingeladen hatte Dr. h. c. Helmut Hildebrandt, Geschäftsführer der Gesundes Kinzigtal GmbH, die Vertreter der AG Gesundheitspolitik der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd). Gemeinsam mit der Gesundheitsakademie Kinzigtal gestalteten die Studierenden ein abwechslungsreiches Programm unter dem Thema „Gesundheit 4.0 – Vernetzte Zukunft im Team“.

Zukunft im Team

Zum Auftakt lernten sich die angehenden und die praktizierenden Ärzte während der Vollversammlung des Medizinischen Qualitätsnetzes Ärzteinitiative Kinzigtal e.V. (MQNK) kennen, bevor die Studierenden den nächsten Vormittag in den Praxen der Netzärzte hospitieren konnten. Als besonderen Benefit empfand der Nachwuchs das deutlich spürbare Gemeinschaftsgefühl der Ärzte im Kinzigtal und deren gute Vernetzung mit den an der Versorgung beteiligten Akteuren. Man war sich einig: Einzelkämpfertum war gestern. Das Ziel muss die Arbeit in einer gut vernetzen Gruppe sein, die gemeinsam für Qualitätsverbesserungen und innovative Wege in der gesundheitlichen Versorgung einsteht – und das über die Professionen hinweg.

Mehr Flexibilität schafft neue Anreize

Doch auch bei guter Vernetzung muss der Arztberuf selbst attraktiv bleiben: Besonders im ländlichen Raum und deprivierten Stadtgebieten ist die Nachbesetzung von Arztsitzen – besonders auf fachärztlicher Ebene – bereits häufig ein Problem. „Es braucht neue, flexiblere Bedingungen, denn die nachrückende Generation möchte sich nicht mehr unbedingt mit einer eigenen Praxis für die nächsten Jahrzehnte festlegen“, betont Hildebrandt.

In einem World Café diskutierten die Teilnehmer, unter welchen Voraussetzungen sich junge Mediziner in einer ländlichen Gegend wie dem Kinzigtal niederlassen würden. Deutlich wurde, dass den nachrückenden Medizinern aktuell die Anreize für eine Niederlassung im bestehenden Vergütungssystem im ambulanten Sektor fehlen. Zudem, so gaben die Studierenden zu bedenken, sei problematisch, wie wenig man in der aktuellen Ausbildung mit dem nötigen Wissen z. B. in den Bereichen Betriebswirtschaft und Personalführung konfrontiert werde. Eine Idee: Mehr Patenschaften zwischen niedergelassenen Medizinern und interessierten Studierenden. Darüber hinaus kreierten die Teilnehmer Visionen von flexibleren Lösungen, wie eine Niederlassung auf Zeit oder duale Konzepte aus Praxis und Forschung für niedergelassene Mediziner.

Der Arztberuf wird sich nachhaltig verändern

Vor allem im Kontext der Digitalisierung verändern sich viele Aufgaben und Abläufe im Medizineralltag stark – darüber herrschte in der Diskussion um die „Medizin 4.0“ Einigkeit. Positiv hervorgehoben wurden die immer besseren Vernetzungsmöglichkeiten zwischen den Heilberufen. Auch Versorgungslücken könne man dank intelligenten Telemedizin-Konzepten oder auch mobilen Praxen und speziell ausgebildeten Gesundheitscoaches zumindest vorläufig entgegenwirken, so das Fazit. „Ich bin beeindruckt von den Ideen und Visionen der Studierenden. Sie schauen weit über den Tellerrand, wissen viel über das Gesundheitssystem und wollen in neuen, auf Kooperation angelegten Versorgungskonzepten mitwirken“, resümiert Hildebrandt begeistert.

Ein Wiedersehen gab es bei der Zukunftsklänge-Konferenz Ende Juni in Hamburg – hier gaben drei der Medizinstudierenden als Referenten spannende Impulse und Einblicke in ihre „Zukunft“. Mehr dazu lesen Sie hier.


Regionalbudget für Krankenhausleistungen: Ortenauklinikum und Gesundes Kinzigtal stellen Antrag beim Innovationsfonds

Krankenhäuser stehen aufgrund der gegenwärtigen Finanzierung in einem Wettbewerb um die Vermehrung stationärer Leistungen. Dieser Wettbewerb steht konträr zu dem gesamtgesellschaftlichen Ziel der Begrenzung der Krankenhausleistungen auf ein vernünftiges Maß und einen effizienten und gerechten Einsatz der zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen. Und er steht einem Shared-Savings-Modell, wie es in Gesundes Kinzigtal umgesetzt wird, entgegen.

Ortenau KlinikumDie neun Klinikstandtorte des kommunalen Klinikverbunds „Ortenau Klinikum“ in Baden-Württemberg. Foto: Ortenau KlinikumEine Lösung wäre, die Krankenhäuser am wirtschaftlichen Ertrag der regionalen Managementgesellschaft zu beteiligen und dadurch ein verbindendes Interesse an der Vermeidung von Krankheit zu schaffen. Eine Gruppe von Wissenschaftlern, niedergelassenen Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen hat hierfür unter der Konsortialführung der Gesundes Kinzigtal GmbH einen Antrag beim Innovationsfonds für die „Entwicklung eines beispielhaften Interventionssets und eines Regionalbudgets für Krankenhausleistungen im Verbund mit Niedergelassenen als Value-Based Healthcare“ eingereicht. Partner sind das Ortenau Klinikum, das Medizinische Qualitätsnetz Ärzteinitiative Kinzigtal e.V., die OptiMedis AG, der Kompetenzbereich „Gesundheit“ am RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Essen (Prof. Augurzky ), der Lehrstuhl für Medizinmanagement, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Duisburg-Essen (Prof. Jürgen Wasem ), der Fachbereich Health Services Management an der Ludwig-Maximilians-Universität München (Prof. Leonie Sundmacher). Mit der AOK Baden-Württemberg, der SVLFG, der DAK und der GWQ ServicePlus für zahlreiche Betriebskrankenkassen konnte ein starker Unterstützerkreis gewonnen werden.

Anreizumkehr im Fokus

Gemeinsam soll ein auf ganz Deutschland jeweils regional übertragbares Modell entwickelt werden, in dem die Krankenhäuser als Ausgleich für verringerte Einnahmen dafür honoriert werden, dass sie vermeidbare Krankenhausaufenthalte verhindern. Dazu soll ein Standardset an versorgungsbezogenen Interventionen entwickelt und erprobt werden, das diesem Ziel zuträglich ist und später auch für andere Regionen im Sinne eines Value Based Healthcare-Ansatzes für die Krankenhausvergütung kopiert werden kann.

Die Versorgungsziele sind:

      Reduktion von ambulant-sensitiven Krankenhausfällen

      Verringerung der überlaufenden Notfallabteilungen im Ortenau Klinikum

      Verbesserung der Behandlungsplanung zwischen Krankenhaus und ambulanter Versorgung – verbesserte Patientenzentrierung

      Ausdehnung von sekundärpräventiven Maßnahmen

      Verbessertes Entlassungsmanagement und intersektorale Qualitätssicherung der weiteren ambulanten ärztlichen Betreuung

      Verringerung der Rate von Wiedereinweisungen

      Indikationsspezifische Angebote der Versorgungsoptimierung


Aus Politik und Verbänden

Gastbeitrag von Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks: Welche Vereinbarungen des Koalitionsvertrags bringen die Integrierte Versorgung nach vorn?

OptiMedium Pruefer StorcksIn den vergangenen Jahrzehnten wurden zahlreiche Versuche unternommen, gesetzgeberisch die Trennung zwischen dem ambulanten und dem stationären Sektor aufzuheben – zum Beispiel durch das Belegarztwesen, Ermächtigungen, Institutsambulanzen und die ambulante spezialärztliche Versorgung. Alle diese Versuche müssen rückblickend als gescheitert angesehen werden. Keines der gesetzlichen Modelle hat einen relevanten Anteil an der Versorgung erreicht.

Dabei ist die sektorenübergreifende Versorgung vor allem aus Sicht der Patientinnen und Patientinnen eine Notwendigkeit. Immer mehr Menschen werden immer älter, die moderne Medizin ist besser in der Lage als je zuvor, Krankheiten zu behandeln. Das macht sich bemerkbar: Das Spektrum der Krankheiten hat sich bereits in den zurückliegenden Jahren von den akuten hin zu den chronischen Krankheiten verschoben. Die medizinische Entwicklung macht vor diesem Hintergrund immer mehr Spezialisierung, Arbeitsteilung aber eben auch Kooperation und Kommunikation notwendig – mit den Patientinnen und Patienten, mit anderen Heilberufen und insbesondere zwischen den Sektoren. Deshalb muss die sektorenübergreifende Versorgung vom Projektansatz zur Grundorientierung in der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung weiterentwickelt werden.

Der Koalitionsvertrag hat dafür die richtige Weichenstellung vorgenommen: So ist vereinbart worden, dass eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe eingerichtet wird, die Vorschläge zur Weiterentwicklung der sektorenübergreifenden Versorgung des stationären und ambulanten Systems macht. Sie wird sich unter anderem mit Fragen der Bedarfsplanung, der Zulassung, der Vergütung, der Kodierung und der Dokumentation befassen – aber auch Vorschläge zur verbesserten Kooperation der Gesundheitsberufe und zur Qualitätssicherung machen. Das ist eine umfangreiche Agenda – im Sinne der Patientinnen und Patienten ist es aber notwendig, sich dieser Herausforderung zu stellen.

Im Einzelnen wird es dabei zu bestimmten Versorgungsprozessen weiterhin notwendig sein, neue Formen der Versorgung zu erproben und diese im Erfolgsfall in die Regelversorgung zu integrieren. Deshalb ist es sinnvoll, dass der Innovationsfonds über das Jahr 2019 hinaus mit einem Volumen von 200 Millionen Euro jährlich fortgesetzt wird.

von Gesundheitsenatorin Cornelia Prüfer-Storcks


5-Punkte-Sofortprogramm für den Gesetzgeber: Grenzen überwinden für eine patientenzentrierte Integrierte Versorgung

Sofortprogramm 1Die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens hin zu einer integrierten, patientenzentrierten Versorgung wird durch festgefahrene Strukturen und Regelungen stark behindert. Zwar gibt es für innovative Leistungserbringer und Krankenkassen mit den selektivvertraglichen Lösungen bereits die Möglichkeit, alternative Lösungen zu vereinbaren. Sie erleben aber immer wieder in höchstem Maße Widerstand. So werden zum Beispiel die vom Gesetzgeber gewollten Freiheiten für Integrationsverträge durch sehr restriktiv ausgelegte Interpretationen vom Bundesversicherungsamt (BVA) wieder eingeschränkt. Für das Investment in neue und damit auch komplexere Lösungen brauchen die Investoren, d.h. Leistungserbringer und/oder Krankenkassen, aber ausreichende Sicherheiten, dass die Versorgungsform heute und in Zukunft noch gewünscht ist und sich damit lohnt.

In einem 5-Punkte-Forderungspapier hat OptiMedis ganz konkrete Lösungen für den Weg hin zu einer patientenzentrierten integrierten Versorgung dargelegt: „Wir müssen Barrieren abbauen, die Anreize auf die Erzielung von Gesundheitsoutcomes ausrichten und Kosten- und Ergebnistransparenz schaffen.“ Das Papier finden Sie hier zum Download.


Über die Sektoren hinweg: Neue Strategien für das Deutsche Netz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen

OptiMedis hat Anfang des Jahres die Geschäftsführung des Deutschen Netzes Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen e.V. (DNGfK) übernommen – und somit die Aufgabe das Netz für die Herausforderungen der Zukunft wappnen, ihm mehr politische Sichtbarkeit verleihen und sein großes Potential möglichst vielen Gesundheitseinrichtungen im stationären Sektor, aber auch niedergelassenen Ärzten oder ambulanten Pflegediensten verfügbar zu machen.

Die Strategiethemen werden zurzeit konkretisiert, Beteiligungen an Projekten der Netzmitglieder und strategisch wichtige Kooperationen für das Netz gefördert. So wird zum Beispiel das vom Innovationsfonds geförderte Projekt „Patientenbrief“ in seiner Pilotphase von einem der Netzkrankenhäuser unterstützt. Das Projekt integriert einen automatisiert, leicht verständlichen und individuell angepassten Patientenbrief in das Entlassmanagement eines Krankenhauses.

Die Netzwerkaktivitäten können Sie auf der modernisierten Webseite und über den DNGfK-Newsletter verfolgen - das Anmeldeformular finden Sie unten auf der Webseite.

DNGfK-Symposium am 28. September

Aufbruch 2020 – Innovative Strategien für gesundheitsfördernde Gesundheitseinrichtungen

In Zeiten der Diskussion um Fachkräftemangel, Gesundheitskompetenz, Bonus-Malus-Regelungen für Outcomes und regionale sektorenübergreifende Vernetzung birgt das Konzept der „Gesundheitsförderung“ in Einrichtungen des Gesundheitswesens enormes Potential – betriebswirtschaftlich, ethisch, gesamtgesellschaftlich sowie für den einzelnen Mitarbeiter oder Patienten. Um diese Potentiale (noch besser) auszuloten, wollen wir gemeinsam mit Ihnen innovative Strategien durchdenken und den Wissenstransfer sowie neue Ideen intensiv vorantreiben. Dafür bringen wir Entscheidungsträger aus Gesundheitseinrichtungen sowie Kooperationspartner, z. B. aus der Wissenschaft und laufenden Erfolgsprojekten, für ein interaktives Symposium zusammen. Unter dem Titel „Aufbruch 2020 – Innovative Strategien für gesundheitsfördernde Gesundheitseinrichtungen“ blicken wir auf Best-Practice-Lösungen und diskutieren erfolgversprechende Ansätze für eine auf Gesundheitsförderung ausgerichtete patienten-, mitarbeiter- und sektorenübergreifende Versorgung.

Hier geht es zum Programm.

Weitere Informationen rund um die Organisation und die Anmeldung erhalten Sie bei

Carla Weber (Projektmanagement und Ihre Ansprechpartnerin)
Tel: 040 22621149-16
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Internationales

Integrierte Versorgung, künstliche Intelligenz, Selbstmanagement-Interventionen: OptiMedis bei drei spannenden EU-Projekten an Bord

BigMedilytics

OptiMedium BigMedilyticsExperten aus 12 Ländern arbeiten gemeinsam an Pilotprojekten von BigMedilytics. Foto: BigMedilyticsDas EU-Projekt BigMedilytics setzt mit 35 Partnern aus 12 Ländern Pilotprojekte zur Anwendung von künstlicher Intelligenz in den Themenbereichen Bevölkerungsgesundheit und chronische Erkrankungen, Onkologie und Prozessoptimierung in der Gesundheitsversorgung um. OptiMedis arbeitet in diesem Projekt zusammen mit der INCLIVA Stiftung in Valencia und mit Philips in Eindhoven daran, bessere Methoden zur Vorhersage des Inanspruchnahmeverhaltens von Patienten zu entwickeln und zu implementieren. Gemeinsam mit den Partnern wertet sie einen sehr umfassenden Datensatz der Region Valencia in Spanien aus, der neben den üblichen Versorgungsdaten auch detaillierte klinische Daten sowie Informationen zu individuellem Risikoverhalten enthält. Projektleiter Dr. Oliver Gröne: „Aus der Anwendung von künstlicher Intelligenz ergeben sich vielversprechende Interventionsmöglichkeiten – die künstliche Intelligenz ist aber kein Selbstzweck. Wir wollen prüfen, wie sie sich zu einer besseren Steuerung der Prozesse im Gesundheitssystem einsetzten lässt, dabei Nutzen und Risiken abschätzen, sowie daraus resultierende neue Versorgungsmodelle entwickeln.“

Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier.

ACT@SCALE

ACT@SCALE will Pilotprojekte zur Integrierten Versorgung in der EU identifizieren, Best Practice-Modelle in neuen Kontexten umsetzen und auf größere Populationen hochskalieren. Dabei sollen gesamt 75000 Bürger und Patienten Zugang zu den integrierten Versorgungsmodellen erhalten.

Die OptiMedis AG hat zwei Aufgaben in diesem Projekt. Zum einen unterstützt sie die Gesundes Kinzigtal GmbH, die ebenfalls zu den Partnern des Projektes gehört, in ihren Analysen zur Bevölkerungsgesundheit und evaluiert den Impact der Kinzigtaler Interventionsprogramme „Gesundheitsberatung“ und „Trainingswelt“, für die sogenannte Quality Improvement Collaboratives umgesetzt werden. Dabei handelt es sich um agile Ansätze zur lokalen Identifizierung und der Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung. Zum anderen entwickelt OptiMedis gemeinsam mit der Universität Groningen Businesspläne für die Pilotprojekte, um eine nachhaltige Implementierung und Adaptation in anderen Regionen zu unterstützen.

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite von ACT@Scale.

COMPAR-EU

OptiMedium COMPAR EU 02Partner aus fünf Ländern arbeiten daran Patienten Zugang zu effektiven Selbst-management-Interventionen zu ermöglichen. Foto: COMPAR-EUCOMPAR-EU ist ein EU Projekt, bei dem sieben Partner aus fünf Ländern fünf Jahre lang zusammenarbeiten, um Patienten, die an Diabetes Mellitus Typ 2, COPD, Herzinsuffizienz oder an Fettleibigkeit leiden, Zugang zu effektiven Selbstmanagement-Interventionen zu ermöglichen. Ziel ist es, (kosten-)effektive Selbstmanagement-Interventionen zu identifizieren und zu vergleichen und darauf aufbauend Entscheidungshilfen für Ärzte/Patienten sowie Leitlinienentwickler und politische Entscheidungsträger zu entwickeln.

Die OptiMedis AG ist für die neue Projektwebsite www.self-management.eu verantwortlich, auf der in Zukunft auch umfassende Informationen zu Entscheidungshilfen für Patienten und Leistungserbringer zugänglich sein werden und die als primäres Informationsportal zu diesem Thema in der EU ausgebaut werden soll. Außerdem entwickelte sie einen Data Management Plan, der den Ansatz für die Sammlung und Aufbereitung großer Datenmengen über die gesamte Projektdauer beschreibt. Der kürzlich fertiggestellte Communication & Dissemination Plan beschreibt Strategien für die Kommunikation und Verbreitung von Projektergebnissen. Die OptiMedis AG wird darüber hinaus Businesspläne zur praktischen Umsetzung der identifizierten Interventionen entwickeln. Dr. Oliver Gröne fungiert für das Gesamtprojekt als Chief Innovation Officer.


ICIC 2018: Versorgungslösungen aus aller Welt zeigen neue Wege auf

Die 18. International Conference on Integrated Care (ICIC) lockte mehr als tausend Wissenschaftler, Praktiker, Manager und Interessierte in die niederländische Stadt Utrecht. Im Fokus stand dieses Jahr “Value for People and Populations: Investing in Integrated Care”. Wie immer wurden konkrete Lösungen aus den verschiedensten Ländern zur Vernetzung, zum Versorgungs- und Arzneimittelmanagement und zum sozialen Investment vorgestellt – unter anderem auch von OptiMedis und der Gesundheit für Billstedt/Horn UG.

ICIC2018jpg"Value for People and Populations: Investing in Integrated Care" lautete der diesjährige Titel der ICIC in Utrecht.„Besonders inspirierend fand ich den Beitrag von Gregg Meyer von „Partners Healthcare System“ aus Boston. Seine positiven Erfahrungen in der Optimierung der Versorgung und der immerwährenden Weiterentwicklung machte großen Mut. Eindrücklich war auch die Darstellung der Irrwege des aktuellen Systems von der Angehörigen eines Patienten und Jodeme Goldhar von „The Change Foundation“ aus Kanada“, berichtete OptiMedis-Vorstand Dr. h. c. Helmut Hildebrandt.

Dr. Nick Goodwin, CEO und Mitbegründer der International Foundation for Integrated Care (IFIC) erklärte im Nachgang der Konferenz: “The focus of the conference was about investing in, and creating, value through integrated care. Many different perspectives were shared, but a recurrent theme was that of the need for social investment. In other words, the need to go beyond the confines of health and social care solutions to embrace and invest in new approaches to care that bring together all available assets within a community to address long-term challenges that promote population health.”

Die Videos der Vorträge, Präsentationen und Fotos finden Sie hier!

Die nächste ICIC findet in San Sebastian, Spanien, vom 1. bis 3. April 2019 statt. Die Einreichung von Abstracts hat begonnen. Alle Informationen finden Sie hier.

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Integrierte Versorgung: WHO und IFIC unterzeichnen Memorandum of Understanding

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die International Foundation for Integrated Care (IFIC) haben sich nach vielen Jahren der engen Zusammenarbeit auf ein gemeinsames Memorandum of MemorandumDie WHO und die IIFIC haben im März ihr gemeinsames Memo-randum of Understanding zur Förderung der Integrierten Versor-gung vorgestellt. Foto: IFICUnderstanding zur Förderung der Integrierten Versorgung geeinigt. Dr. Hernan Montenegro, Koordinator für Dienstleistungsorganisation und klinische Interventionen bei der WHO, sagte: “The World Health Organization is extremely proud to have partnered with the International Foundation for Integrated Care to further advance the implementation of the WHO Framework on integrated people-centred health services. Health services from around the world are at a breaking point and doing business as usual is no longer an option. The Framework calls for a fundamental shift in the way health services are funded, managed and delivered to ensure equitable access to quality health services centred on the comprehensive needs of people and communities and provided in an integrated fashion. It also calls for engaging and empowering people and communities at large to have a more active role in their own health.”

Dr. Nick Goodwin, CEO von IFIC, betonte: “The adoption by the WHO’s General Assembly in May 2016 of the Global Framework on Integrated People-Centred Health Services was a landmark moment for the integrated care movement. It provided a compelling vision for a future in which putting people more in control of their health, supported by better care co-ordination around their holistic needs, is necessary for enabling safe and sustainable services across all care systems, whether high or low income, mature or fragile. Through our signed memorandum of understanding, the International Foundation for Integrated Care looks forward to continuing its efforts in supporting the WHO in advocating for, and supporting the adoption of, the Global Framework.”

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.who.int/servicedeliverysafety/areas/people-centred-care/en/ und unter www.integratedcare4people.org


Neues von OptiMedis

Zukunftsklänge-Konferenz: Digitales, patienten- und teamorientiertes Arbeiten bestimmt die Gesundheitsversorgung der Zukunft

ZK 2Das Vorstandsteam von OptiMedis bei der Begrüßung zur Konferenz.Gemeinsam mit Praktikern der Gegenwart und der Zukunft Lösungsansätze entwickeln und Veränderungen vorantreiben – das war die Idee der interaktiven Zukunftsklänge-Konferenz am 29. Juni 2018 mit dem Titel „Menschlich. Im Team. Digital. Wie wollen wir morgen arbeiten?“ (Programm). Zu dem besonderen Format hatte OptiMedis in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Netzwerk für Versorgungsforschung (HAM-NET) Ärzte und MFA, Pflegekräfte, Wissenschaftler, Patienten- und Krankenkassenvertreter und auch Studierende der Medizin sowie weiterer Fachgruppen eingeladen, die für die Zukunft der Versorgung verantwortlich sein werden.

Dr. h. c. Helmut Hildebrandt sagte zur Begrüßung: „Wir wollen unsere Utopien diskutieren, unsere Wünsche an eine Verbindung von Gesundheitsförderung und Gesundheitsversorgung. Wir wollen unsere eigene Lösung für uns als Akteure im Gesundheitssystem wie aber auch als heutige Patienten im System – oder auch als Patienten in den nächsten Jahren – entwickeln.“ZK 1Dr. h. c. Helmut Hildebrandt dankte vor Beginn des Benefizkonzertes allen Freunden und Partnern für ihre Spendenbereitschaft.

Der Tag begann mit einem fantastischen Event, das für Begeisterung sorgte: Fast alle Teilnehmer der Konferenz kamen zum Benefizkonzert des Weltärzteorchesters, zusammengesetzt aus rund 100 Ärztinnen und Ärzten verschiedenster Nationen, in die Elbphilharmonie. OptiMedis hatte schon vorab ein großes Kartenkontingent für das sofort ausverkaufte Konzert reserviert, um ihren Partnern die Möglichkeit zu geben, daran teilzunehmen und gleichzeitig für die Kroschke Kinderstiftung und das Projekt “Herzbrücke” der Albertinen-Stiftung Hamburg zu spenden. Helmut Hildebrandt hatte die Gelegenheit als Vertreter von „OptiMedis and friends“ einige Worte an das Publikum zu richten.

Paradigmenwechsel überfällig: Fokus auf Gesundheit statt auf Krankheit

Die Konferenz startete nach der Begrüßung mit einer Keynote des bekannten Zukunftsforschers Matthias Horx, der auch moderierte. Er stellte unter anderem dar, dass Gesundheit heute sehr viel mehr sei als ZK 3Zukunftsforscher Matthias Horx führte nach einer Keynote als Moderator durch die Veranstaltung.nur die Abwesenheit von Krankheit. So sei besonders die Einsamkeit ein unterschätzter Faktor in der heutigen Zeit: „Menschliche Isolation führt zu einer ganzen Kaskade von Problematiken, die auf die Gesundheit Einfluss haben.“ Für ein Gesundheitssystem der Zukunft sei es wichtig, auch die angrenzenden Systeme wie die Arbeitswelt oder Bildungsfragen mit zu beachten. Denn jedes System sei mit anderen Systemen vernetzt.

Daran anschließend konnte das Publikum in einer Online-Umfrage abstimmen, welche Ursachen den stärksten Einfluss darauf haben, dass das heutige Gesundheitssystem so sehr auf Krankheit und so wenig auf Gesundheit fokussiert. Aus Sicht vieler ist hier entscheidend: Dass der Fokus der Vergütung auf Leistungen und nicht auf Ergebnissen liegt. Dass der Einfluss kommerzieller Interessen auf die Krankenbehandlung eine große Rolle spielt. Und dass der ständige Zeitdruck ein Problem ist.

Versorgung muss patienten- und teamorientiert gestaltet sein

ZK 4Matthias Horx im Gespräch mit Dr. Christian Daxer, Maryam Madanian, Matthias Mohrmann und Kerstin Hagemann (v.l.n.r.).

Bei der Diskussionsrunde „Was wir ändern wollen und was wir dafür brauchen“ diskutierten Dr. med. Christian Daxer, Ärztlicher Beirat Gesundes Kinzigtal, Kerstin Hagemann, Geschäftsführerin Patienten-Initiative e.V., Maryam Madanian, Gesundheitsfachkraft im Gesundheitskiosk der Gesundheit für Billstedt/Horn UG und Matthias Mohrmann, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg. Die Versorgung müsse MIT den Patienten verbessert werden und deren Vertretung professionalisiert werden, sagte Kerstin Hagemann. Ehrenämter zur Wahrung der Interessen der Patienten reichten hier nicht aus. Auch Christian Daxer betonte: „Die Patienten brauchen mehr Möglichkeiten zur Mitentscheidung und müssen stärker einbezogen werden. Die eigene Aktivität der Patienten wird immer noch unterschätzt.“

Matthias Mohrmann erklärte, warum die AOK sich gerade in dem Gesundheitsnetzwerk Gesundheit für Billstedt/Horn engagiere: „Die Gesundheitskompetenz muss vor allem dort eingesetzt werden, wo sie nötig ist.“ Und das sei in Hamburg Billstedt/Horn sehr viel mehr der Fall als z. B. in Blankenese. Maryam Madanian pflichtete bei: „Armut und soziale Probleme dürfen keine Ursachen für Krankheit mehr sein. Dazu brauchen wir ein Umdenken in den bestehenden Strukturen des Gesundheitssystems und die Bereitschaft aller beteiligten Akteure, sich gemeinsam dafür einzusetzen und voneinander zu lernen.“

Mediziner der Zukunft arbeiten flexibel, familienfreundlich und international

Ein besonderes Highlight war die Darstellung der drei Medizinstudierenden Julian Beier, Vanessa Ruan und Malte Schmieding: Sie zeigten anhand von fiktiven, persönlichen Zukunftsszenarios auf, wie die künftigen Arbeitsbedingungen und die Versorgung aussehen könnten. Zum einen, so ihre Schlussfolgerung, müsse ZK 5Die Medizinstudierenden Vanessa Ruan, Julian Beier und Malte Schmieding (v.l.n.r.) blickten in die Zukunft des Medizinerberufs.der Arztberuf flexibler, familienfreundlicher und internationaler werden. Leistungsbereitschaft dürfe nicht mehr aus einer Art Selbstaufopferung heraus entstehen, sondern über eine intrinsische Motivation. Zudem solle der Mediziner der Zukunft künftig als „Gleicher unter Gleichen“ Mitglied eines interprofessionellen Teams sein, dass sich gemeinsam für das Wohlergehen der Patienten einsetzt.

Die Studierenden hatten vor der Konferenz im März diesen Jahres an einer gemeinsamen "Zukunftswerkstatt" des Bundesverbands der Medizinstudierenden in Deutschland e. V. und der Gesundes Kinzigtal GmbH teilgenommen. Mehr dazu hier.

Treiber und Hemmfaktoren für digitales, patienten- und teamorientiertes Arbeiten

In drei Arbeitsgruppen zu den Themen menschlich, im Team, digital wurden dann unter Leitung von Dr. phil. Dipl.-Psych. Isabelle Scholl, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Madlén Steinbrückner, Universität Greifswald, und Prof. Dr. Christiane Woopen, Universität zu Köln und Vorsitzende des Europäischen Ethikrats, zukunftsorientierte Lösungsansätze diskutiert. Grundlage war ein Thesenpapier mit „Treibern & Hemmfaktoren für patienten- und teamorientiertes ZK6Dr. Isabelle Scholl, Madlén Steinbrückner und Prof. Dr. Christiane Woopen (v.l.n.r.) leiteten als wissenschaftliche Chairs die Fokusgruppen der Konferenz.sowie digitales Arbeiten in der gesundheitlichen Versorgung“ (hier zum Download), das die Wissenschaftlerinnen im Voraus erarbeitet hatten.

Die Gruppe unter Leitung von Dr. Isabelle Scholl beschäftigte sich mit den Versorgungszielen im Bereich „Menschlichkeit“. Dabei wurde deutlich, dass die Orientierung am Menschen nicht monokausal ist, sondern ein ganzes Bündel an Maßnahmen notwendig ist, um diese zu realisieren. Z. B. müssten die Behandler in unterstützender Kommunikation geschult werden. Außerdem sollte die „Partizipative Entscheidungsfindung“ viel mehr genutzt werden.

In der von Madlén Steinbrückner geleiteten Gruppe zum Thema „Im Team“ ging es unter anderem darum, schon in der Ausbildung der beteiligten Professionen den Grundstein für eine gelingende kooperative Versorgung zu legen. Interprofessionelle und sektorenübergreifende Ausbildungsinhalte müssten verpflichtend umgesetzt werden, nicht nur in einzelnen Projekten. Außerdem müsse das sektorenübergreifende Arbeiten durch bessere Strukturen erleichtert werden.

Die Gruppe von Prof. Dr. Christiane Woopen diskutierte über Wege, wie die voranschreitende Digitalisierung eine evidenzbasierte, lernende und patientenorientierte Gesundheitsversorgung unterstützen und voranbringen kann. Eine elektronische Gesundheitsakte für Patienten zur Verbesserung von Informationsfluss und Transparenz war in den Augen der Teilnehmer ein wesentlicher Baustein. Aber auch evidenzbasierte Entscheidungsunterstützungssysteme für Leistungserbringer, qualitätsgestützte Gesundheitsinformationen für Patienten sowie die Einbindung von Patienten bereits in die Planung von Versorgungsprozessen wurden als wichtige Aspekte diskutiert.

Ilona Kickbusch: „Die Bürger werden das einfordern.“

ZK7Schlussbetrachtung mit Prof. Dr. Dr. Ilona Kickbusch, Lisa Leikeim und Prof. Dr. Matthias Schrappe (v.l.n.r.).In der Abschlussrunde betonte Prof. Dr. Dr. h. c. Ilona Kickbusch, Leiterin des Global Health Programme am Graduate Institute for International and Development Studies Genf und Aufsichtsrätin der OptiMedis AG, dass es eine gesundheitsförderliche Politik brauche sowie Umgebungen, in denen die Menschen die Chance haben, etwas für ihre Gesundheit zu tun. „Ich persönlich glaube, dass die Bürger das irgendwann einfordern werden.“

Für Prof. Dr. med. Matthias Schrappe, Lehrbeauftragter am Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie, Universität Köln, ist es entscheidend, dass System aus seiner Selbstfesselung zu befreien. Diese bestehe darin, dass jeder für sich im eigenen Sektor immer mehr optimieren und ökonomisieren wolle. „Das kann nicht gut gehen und es geht zu Lasten der Patienten und der Mitarbeiter.“ Wie es auch anders funktionieren kann, erkenne man an Lösungen wie im Kinzigtal oder in Billstedt-Horn – solche Konzepte deutschlandweit zu übertragen sei wünschenswert, so Schrappe.

Lisa Leikeim, Bundeskoordinatorin für Gesundheitspolitik bei der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd), Universität Mannheim, stellte die Sicht der Studierenden dar: „Wir können nur in einem System Ressourcen für die Patienten haben und menschlich handeln, wenn wir auch als Menschen entsprechend geachtet werden.“ Hierfür müssten sich die Arbeitsbedingungen und die Strukturen ändern

 

Weitere Informationen

Weitere Eindrücke und Inhalte der Veranstaltung finden Sie demnächst unter: www.optimedis.de/zukunftsklaenge


 

Wissenschaftlicher Projektmanager (m/w) für das "Gesundheitsnetzwerk Westmünsterland" gesucht (in Hamburg)

Als Projektpartner der Fachhochschule Münster suchen wir im Rahmen des Forschungstransferprojektes münster.land.leben, das mit Mitteln des Bundes und der Länder bis Ende 2022 gefördert wird, ab sofort ein/n wissenschaftliche/n Projektmanager/in für das Teilprojekt Gesundheitsnetzwerk Westmünsterland für den Einsatzort Hamburg.

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Über Optimedis

Die 2003 gegründete OptiMedis AG ist eine Management- und Beteiligungsgesellschaft, die sich auf den Aufbau und Betrieb innovativer Versorgungssysteme spezialisiert hat. Gemeinsam mit Leistungsanbietern und Krankenkassen entwickelt sie regionale multiprofessionelle Gesundheitsnetzwerke mit regionalen Akteuren, mit dem Ziel, den Gesundheitszustand der Bevölkerung zu verbessern. Zusätzlich betreibt die OptiMedis AG datengestützte Real-Life-Versorgungsforschung und stellt innovative Business-Intelligence-, sowie predictive und prescriptive Analytiklösungen für die Integrierte Versorgung zur Verfügung. In unserem Digital & Health Innovation Centre bewerten wir Innovationen in einem mehrstufigen, auf die Versorgungsrealität bezogenen Prozess.


Schlaglichter

Wie sich Versorgungsdaten effektiv nutzen lassen: Qualität verbessern, Kosten sparen, digitale Innovationen vorantreiben

GesundheitsnetzwerkerProf. Dr. Lauri Wessel, Prof. Dr. Eva-Maria Oppel, Dr. Alexander Pimperl, Timo Schulte und Markus Müller (v.l.n.r.) im Gespräch.Das Potenzial von Versorgungsdaten ist groß: Durch ihre Analyse und Rückspiegelung in die Praxis lassen sich die Qualität verbessern, Kosten sparen und digitale Innovationen vorantreiben. Wie das effektiv möglich ist, stellten OptiMedis-Mitarbeiter, Wissenschaftler und IT-Spezialisten während eines Workshops beim Gesundheitsnetzwerker-Kongress im April vor einem großen Publikum vor. Gezeigt wurden die Potenziale der Datenanalytik – auch am Beispiel der Evaluation der integrierten populationsorientierten Versorgung Gesundheit für Billstedt/Horn – sowie konkrete Auswertungen zur Versorgungssteuerung. Mehr dazu lesen Sie auch in unserer Broschüre „Aus Daten Mehrwert schaffen: Analyse von Versorgungs- und Gesundheitsdaten“. Die Firma axaris stellte bei dem Workshop die Grundlagen zur Datenextraktion dar, unter anderem auch für die seit Anfang 2018 laufende Direkthonorierung der Ärzte im Kinzigtal. Mehr dazu lesen Sie in dem Paper „Datengewinnung und Datenerfassung in Gesundheitsnetzwerken“, das axaris in Zusammenarbeit mit OptiMedis erstellt hat.


Zum achten Mal: OptiMedis-Get together in Berlin

OptiMedium GetTogetherBereits zum achten Mal trafen sich verschiedenste Akteure des Gesundheitswesens zum OptiMedis-Get together in Berlin.Wie in jedem Jahr trafen sich am ersten Tag des Gesundheitsnetzwerkerkongresses, dem 24. April, rund 80 Gäste der OptiMedis AG zum gemütlichen Get together in der Berliner Newton Bar. Vorstand und Mitarbeiter von OptiMedis begrüßten Vertreter von Ärztenetzen, Krankenkassen, Industrie und Politik sowie Entscheider aus der Gesundheits- und Sozialwirtschaft zum regen Netzwerken. Vorstandsvorsitzender Dr. h. c. Helmut Hildebrandt und der stellvertretende Vorsitzende Dr. Alexander Pimperl riefen in großer Runde noch einmal dazu auf, gemeinsam und engagiert neue Wege in der Versorgung zu gehen.


Hauptstadtkongress: Gute Diskussionen am Gemeinschaftsstand Wissen.Innovation.Region

OptiMedium HSKUlf Werner, Senior Manager Integrated Care bei OptiMedis, sprach am W.I.R.-Stand über das Thema "Zukunftsbaustelle Versorgung in ländlichen Regionen".Zahlreiche Aussteller und Gäste vernetzten sich während des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit vom 6. bis 8. Juni 2018 am Gemeinschaftsstand des Netzwerks Deutsche Gesundheitsregionen (NDGR). Auch die OptiMedis AG war mit einem Stand vertreten. In zahlreichen Diskussionsrunden ging es unter anderem um die Themen ländliche Versorgung, digitale Innovationen und die Aufwertung der Gesundheitsfachberufe. Lesen Sie hierzu auch den Bericht auf der Webseite des Netzwerks Deutscher Gesundheitsregionen.


Termine

INNOlab 2018: "Experimentierraum für Gesundheit & Gesellschaft auf dem GesundheitsCampus Bochum"
5. bis 6. September, Bochum

u. a. Dr. h. c. Helmut Hildebrandt, Geschäftsführer Gesundes Kinzigtal GmbH, Vorstandsvorsitzender OptiMedis AG und Geschäftsführer Gesundheit für Billstedt/Horn UG (haftungsbeschränkt)

Weitere Informationen und Anmeldung

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MSD Gesundheitsforum
12. September 2018, Haar

Workshop

12.September, 11:15 - 13:00 Uhr

"Besondere Versorgung nach § 140a SGB V - Quo vadis?"
u. a. mit Dr. h. c. Helmut Hildebrandt, Geschäftsführer Gesundes Kinzigtal GmbH, Vorstandsvorsitzender OptiMedis AG und Geschäftsführer Gesundheit für Billstedt/Horn UG (haftungsbeschränkt)

Weitere Informationen und Anmeldung

Link

Tagung: Herzinsuffizienz-Netzwerke: Neue Wege in der Versorgung
14. bis 15. September 2018, Frankfurt

Unsere Vorträge

14.09.2018, 15:45 - 16:30 Uhr

"Gesundes Kinzigtal"
Dr. h. c. Helmut Hildebrandt, Geschäftsführer Gesundes Kinzigtal GmbH, Vorstandsvorsitzender OptiMedis AG und Geschäftsführer Gesundheit für Billstedt/Horn UG (haftungsbeschränkt)

Weitere Informationen und Anmeldung

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Alpbacher Gesundheitsgespräche
19. bis 21. August 2018, Tirol

u. a. mit Dr. h. c. Helmut Hildebrandt, Geschäftsführer Gesundes Kinzigtal GmbH, Vorstandsvorsitzender OptiMedis AG und Geschäftsführer Gesundheit für Billstedt/Horn UG (haftungsbeschränkt)

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Gesundheitswirtschaftskongress
19. bis 20. September 2018, Hamburg

Diskussion

20.09.2018, 14:00 - 15:30 Uhr

„Publizistische Dialog: Buchtipp Gesundheitswirtschaftskongress 2018 – Verlage stellen Neuerscheinungen vor“
u. a. mit Dr. h. c. Helmut Hildebrandt, Geschäftsführer Gesundes Kinzigtal GmbH, Vorstandsvorsitzender OptiMedis AG und Geschäftsführer Gesundheit für Billstedt/Horn UG (haftungsbeschränkt)

Weitere Informationen und Anmeldung

Link

Conference Transformation in healthcare: "the appearance of new care models”
2. Oktober 2018, Brüssel

Unsere Vorträge

02.10.2018, 16:45 - 17:45 Uhr

Theme: financing, incentives and social security / value based healthcare. Your lecture about Kinzigtal and with a reflection by Lieven Annemans (health economics UGent)
Dr. h. c. Helmut Hildebrandt, Geschäftsführer Gesundes Kinzigtal GmbH, Vorstandsvorsitzender OptiMedis AG und Geschäftsführer Gesundheit für Billstedt/Horn UG (haftungsbeschränkt)

Weitere Informationen und Anmeldung

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17. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung
10. bis 12. Oktober 2018, Berlin

Unsere Vorträge

„Memorandum Register für die Versorgungsforschung – Update 2018“
Dr. Oliver Gröne, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender, OptiMedis AG

Weitere Informationen und Anmeldung

Link

Kongress der Gesundheitsplattform Rhein-Neckar e. V.
17. Oktober 2018, Mannheim

Unsere Vorträge

Optionen der Politik, der Krankenkassen und eines Bündnisses von Gesundheitsakteuren für eine patientenorientierte innovative Gesundheitsversorgung im Rhein-Neckar Raum
Dr. h. c. Helmut Hildebrandt, Vorstandsvorsitzender der OptiMedis AG

Weitere Informationen und Anmeldung

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