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Südhessischer Landkreis startet regionales Versorgungsprojekt mit OptiMedis – Förderung durch Robert Bosch Stiftung

Der südhessische Landkreis Darmstadt-Dieburg will die Gesundheitsversorgung in der Region aktiv mitgestalten und zukunftsfähig machen. „Bis zum Jahr 2030 werden rund 100 Hausärzte in den Ruhestand gehen. Bereits heute kann nicht jeder Vertragsarztsitz nachbesetzt werden. Der Landkreis entwickelt daher neue Modelle, um die Versorgung zu sichern“, beschreibt Klaus-Peter Schellhaas, Landrat des Landkreises Darmstadt-Dieburg, die Herausforderungen in seiner Kommune. Auf Grundlage seines Positionspapiers zur Zukunft der Versorgung im Kreis entwickelte er gemeinsam mit Gesundheitsmanagern der Hamburger OptiMedis AG ein integriertes Versorgungskonzept. Dieses sieht unter anderem vor, das Zentrum der Medizinischen Versorgung (MVZ) in Ober-Ramstadt zu einem so genannten Primärversorgungszentrum weiterzuentwickeln. Das MVZ befindet sich seit dem Jahr 2014 in Trägerschaft des Landkreises. Dabei sollen die im MVZ angestellten Ärzte bei der Patientenversorgung durch nicht-ärztliche Berufsgruppen entlastet werden. Dazu zählen nicht-ärztliche Praxisassistentinnen (NäPa), die delegierbare Aufgaben wie Hausbesuche übernehmen, und eine examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, die als Case Managerin die Versorgung alter multimorbider Patienten koordinieren soll. „Die Alterung der Patienten und die steigende Zahl chronischer Erkrankungen bei einer sinkenden Zahl von Fachkräften erfordern neue Versorgungskonzepte“, betont Ulf Werner, zuständiger Projektleiter bei der OptiMedis AG.

Geriatrische Versorgung wird sektorübergreifend organisiert

181105 Bild Pressemitteilung LaDaDi OptiMedisUlf Werner (OptiMedis), Pelin Meyer (MVZ-Geschäftsführung und Betriebs-leitung der Kreiskliniken), Klaus Peter Schellhaas (Landrat) und Dr. med. Jürgen Oldenburg (OptiMedis) freuen sich über die Förderung der Robert Bosch Stiftung. Bild: Landkreis Darmstadt-DieburgDie Diagnostik und Therapie alter multimorbider bzw. geriatrischer Patienten verlangt eine enge Zusammenarbeit und Koordination über die Berufs- und Sektorengrenzen hinweg. Das MVZ Ober-Ramstadt will die Versorgung geriatrischer Patienten neu organisieren. Das von der OptiMedis AG mitentwickelte geriatrische Versorgungskonzept regelt die dazu notwendige Abstimmung zwischen Hausärzten, dem MVZ Ober-Ramstadt als geriatrische Schwerpunktpraxis, geriatrischer Klinik sowie Physio- und Ergotherapeuten im Landkreis. Im Pfad kommen verschiedene Instrumente zum Einsatz: Indikatoren-basiertes Assessment, einheitliche strukturierte Dokumentation sowie intensivierte Therapiemaßnahmen. Die Case Managerin wird die Versorgung koordinieren und die Versorgungspläne der Patienten überwachen. Mithilfe des geriatrischen Versorgungspfades sollen die Selbständigkeit und Alltagsfunktionalitäten der geriatrischen Patienten erhalten und unnötige Einweisungen in Pflegeheime oder in die geriatrische Klinik des Kreises vermieden werden.

Ein weiteres Element bei der Versorgung älterer Menschen wird die Kooperation zwischen dem MVZ und dem Pflegestützpunkt Darmstadt-Dieburg sein, der gemeinsam von Landkreis und Kranken- und Pflegekassen getragen wird. Unter anderem ist eine schnellere Überleitung der MVZ-Patienten, die Beratungs- und Unterstützungsbedarfe haben, in Richtung Pflegestützpunkt angedacht. Ferner ist ein regelhafter Informationsaustausch zwischen den Mitarbeitern des Pflegestützpunktes und der Case Managerin geplant.

Förderung durch Robert Bosch Stiftung

Die Robert Bosch Stiftung unterstützt mit dem Förderprogramm „supPORT – Auf dem Weg zu Patientenorientierten Zentren zur Primär- und Langzeitversorgung“ den Landkreis Darmstadt-Dieburg dabei, sein MVZ in ein Primärversorgungszentrum weiterzuentwickeln. Eine Expertenjury hat in einem mehrstufigen Verfahren aus rund 100 Bewerbungen acht supPORT-Vorhaben ausgewählt. Die Förderung wird begleitet durch Vernetzungstreffen, internationale Fachtagungen, Expertenberatung und Studienreisen zu vorbildlichen Einrichtungen im Ausland. „Wir freuen uns über die Anerkennung als innovatives kommunales Gesundheitszentrum. Unser MVZ kann eine Blaupause für weitere medizinische Zentren in privater oder kommunaler Trägerschaft im Landkreis sein“, unterstreicht Pelin Meyer, Geschäftsführerin des Zentrums für Medizinische Versorgung GmbH und Betriebsleiterin der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg.

Der Landkreis ist Träger der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg an den Standorten in Groß-Umstadt und Seeheim-Jugenheim sowie von fünf haus- oder fachärztlichen Zentren der Medizinischen Versorgung.

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