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Aktuelles | OptiMedis AG

OptiMedium Dezember 2018

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Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

für OptiMedis neigt sich ein in vielerlei Hinsicht spannendes Jahr dem Ende zu. Viele neue Projekte sind 2018 hinzugekommen, so zum Beispiel im Werra-Meißner-Kreis, im Landkreis Darmstadt-Dieburg und in Schleswig-Holstein. Sehr vielversprechende neue EU-Forschungsprojekte erlauben uns Weiterentwicklungen auch im Bereich Forschung & Entwicklung und wir freuen uns über viele neue engagierte Kollegen, darunter zwei HealthPros-Doktoranden. 2019 werden wir die jetzige Zahl von 27 Mitarbeitern nochmal deutlich erweitern, neue Investoren hinzuziehen und mit Partnern in weiteren Ländern Europas starten. 

Doch was ist dem Einzelnen aus 2018 besonders in Erinnerung geblieben? Und mit welcher Motivation gehen wir ins neue Jahr? Wir haben unseren Vorstand gefragt:

Helmut 1Mein ganz persönliches Highlight im Jahr 2018? Dass wir nach Kinzigtal und Billstedt/Horn in einer dritten Region eine populationsorientierte, gesundheitsfördernde Versorgung aufbauen – und das in meiner Heimat, dem Werra-Meißner-Kreis. Ich freue mich sehr darauf, mit Herzblut und gemeinsam mit unseren innovativ denkenden Partnern der BKK Werra-Meissner an die Arbeit zu gehen. Gleichzeitig möchte ich mich sehr viel mehr als bisher der weiteren Skalierung unseres Modells im In- und Ausland widmen, was durch die Neuverteilung der Aufgaben in unserem Vorstand nun möglich ist.

Oliver 1Forschung und Entwicklung vorantreiben, Innovationen fördern und damit die Verbesserung der Gesundheitsversorgung mitgestalten – das ist mir besonders wichtig. Umso begeisterter bin ich, dass wir viele hochrangige EU-Forschungsprojekte einwerben konnten und möchte diese, genau wie unsere Innovationsfondsprojekte und Digital & Health Innovation Centre, weiter vorantreiben. Aber Innovationen müssen auch praxisrelevant sein und implementiert werden. Daher freue ich mich sehr, dass ich gemeinsam mit Alexander Fischer die Geschäftsführung unseres Hamburger Netzwerks „Gesundheit für Billstedt/Horn“ übernehmen konnte, in dem wir Konzepte in benachteiligten Stadtteilen umsetzen.

Alex 1Unsere Ideen für eine bessere und effizientere Versorgung konnten wir in diesem Jahr weit in die Politik hineintragen, das ist ein schöner Erfolg. So war Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bei uns, um die Vorschläge aus unserem 5-Punkte-Sofortprogramm zu diskutieren. Auch in den Niederlanden hatten wir die Gelegenheit, mit dem niederländischen Minister für Gesundheit, Wohlfahrt und Sport, Hugo de Jonge, unseren Ansatz und dessen Skalierung zu diskutieren. Im Fokus steht weiterhin das Erfolgsmodell Gesundes Kinzigtal. Deshalb freue ich mich ganz besonders, dass ich dieses in neuer Rolle als einer der Geschäftsführer gemeinsam mit Dr. Brigitte Stunder weiter voranbringen kann.  

Nach diesem kleinen Rück- und Ausblick wünschen wir Ihnen ein wunderschönes und besinnliches Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2019!

Ihr Team von OptiMedis

 

Gesamtausgabe des OptiMediums als PDF

 

 

Aus den Regionen 

Aus den Regionen

  

Südhessen: Robert Bosch Stiftung fördert Aufbau eines Primärversorgungszentrums

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Billstedt-Horn: Mehr als 3.800 Beratungen im Gesundheitskiosk

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Innovationsprojekt in Schleswig-Holstein: M@dita will Früh- und Mangelgeburten verhindern

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OptiMedis entwickelt mit der Stadt Dieburg innovatives Konzept für ehemaligen Krankenhausstandort

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Aus Politik und Verbänden 

Aus Politik und Verbänden

  

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn besucht OptiMedis

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Drei neue Arbeitsgruppen im Bereich Gesundheitsförderung durch das Deutsche Netz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen initiiert

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Internationales 

Internationales

  

OptiMedis-COBIC UK: Erfolgreich im “Health Systems Support Framework” des NHS

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Binationale Diskussion: Optimierung der Gesundheitsversorgung durch den Ausbau populationsorientierter Versorgungssysteme in Deutschland und den Niederlanden

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Internationales Ausbildungsprogramm HealthPros gestartet: Zwei Doktoranden bei OptiMedis

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Aus Wissenschaft und Forschung 

Aus Wissenschaft und Forschung

  

Gesundheitsstandort Privathaushalt: Einst nebensächlich, jetzt Hoffnungsträger - Gastbeitrag von Prof. Dr. Ulrich Otto

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Schlaglichter 

Schlaglichter

  

Dr. Eckart von Hirschhausen zu Gast in Gesundes Kinzigtal

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Multimedialer Rückblick auf die Zukunftsklänge-Konferenz 2018

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Lesetipp: Ergebnistransparenz – der Qualitätswettbewerb unter Krankenkassen braucht einen neuen Rahmen

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Termine 

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Presseschau 

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Publikationen 

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Aus den Regionen

Südhessen: Robert Bosch Stiftung fördert Aufbau eines Primärversorgungszentrums

LaDaDiV.l.n.r.:Ulf Werner (OptiMedis), Pelin Meyer (MVZ-Geschäftsführung und Be-triebsleitung der Kreiskliniken), Klaus Peter Schellhaas (Landrat) und Dr. med. Jürgen Oldenburg (OptiMedis) freuen sich über die Förderung der Robert Bosch Stiftung. Foto: Landkreis Darmstadt-DieburgIm Rahmen des Förderprogramms „supPORT – Auf dem Weg zu Patientenorientierten Zentren zur Primär- und Langzeitversorgung“ unterstützt die Robert Bosch Stiftung den hessischen Landkreis Darmstadt-Dieburg dabei, das Zentrum der Medizinischen Versorgung (MVZ) in Ober-Ramstadt zu einem so genannten Primärversorgungszentrum weiterzuentwickeln. Eine Expertenjury hat in einem mehrstufigen Verfahren aus rund 100 Bewerbungen acht supPORT-Vorhaben ausgewählt. "Wir freuen uns über die Anerkennung als innovatives kommunales Gesundheitszentrum. Unser MVZ kann eine Blaupause für weitere medizinische Zentren in privater oder kommunaler Trägerschaft im Landkreis sein“, unterstreicht Pelin Meyer, Geschäftsführerin des Zentrums für Medizinische Versorgung GmbH und Betriebsleiterin der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg. Ziel ist unter anderem, die im MVZ angestellten Ärzte bei der Patientenversorgung durch nicht-ärztliche Berufsgruppen zu entlasten. Dazu zählen nicht-ärztliche Praxisassistentinnen (NäPa), die delegierbare Aufgaben wie Hausbesuche übernehmen, und eine examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, die als Case Managerin die Versorgung alter multimorbider Patienten koordinieren soll. „Die Alterung der Patienten und die steigende Zahl chronischer Erkrankungen bei einer sinkenden Zahl von Fachkräften erfordern neue Versorgungskonzepte“, betont Ulf Werner, zuständiger Projektleiter bei OptiMedis.

Geriatrische Versorgung wird sektorübergreifend organisiert

Besonders wichtig bei der Diagnostik und Therapie alter multimorbider bzw. geriatrischer Patienten sind eine enge Zusammenarbeit und Koordination über die Berufs- und Sektorengrenzen hinweg. Das von OptiMedis mitentwickelte geriatrische Versorgungskonzept regelt die dazu notwendige Abstimmung zwischen Hausärzten, dem MVZ Ober-Ramstadt als geriatrische Schwerpunktpraxis, geriatrischer Klinik sowie Physio- und Ergotherapeuten im Landkreis. Die Case Managerin wird die Versorgung koordinieren und die Versorgungspläne der Patienten überwachen. Mithilfe des geriatrischen Versorgungspfades sollen die Selbständigkeit und Alltagsfunktionalitäten der geriatrischen Patienten erhalten und unnötige Einweisungen in Pflegeheime oder in die geriatrische Klinik des Kreises vermieden werden. Ein weiteres Element bei der Versorgung älterer Menschen wird die Kooperation zwischen dem MVZ und dem Pflegestützpunkt Darmstadt-Dieburg sein, der gemeinsam von Landkreis und Kranken- und Pflegekassen getragen wird. Unter anderem ist eine schnellere Überleitung der MVZ-Patienten, die Beratungs- und Unterstützungsbedarfe haben, in Richtung Pflegestützpunkt angedacht.  

Weitere Informationen zum Vorhaben finden Sie in der gemeinsamen Pressemitteilung des Landkreises Darmstadt-Dieburg und der OptiMedis AG.


Billstedt-Horn: Mehr als 3.800 Beratungen im Gesundheitskiosk

KioskDer Gesundheitskiosk am Billstedter Marktplatz ist eine wichtige Anlaufstelle für viele Einwohner geworden. Foto: Gesundheit für Billstedt/Horn UGImmer mehr Menschen suchen Deutschlands ersten Gesundheitskiosk auf: Von September 2017 bis Mitte Dezember 2018 fanden über 3800 Beratungen statt, davon zirka 1500 Folgetermine. Vorrangiges Ziel dabei ist, die Eigenkompetenz von Patienten zu fördern. Die enge Zusammenarbeit zwischen Ärzten und dem Gesundheitskiosk bildet die Basis des Erfolges. Dazu trägt auch die digitale Vernetzung bei. „Wir stellen schon jetzt eine deutliche Entlastung unserer Praxen fest“, sagt Kardiologe Jens Stadtmüller, Mitglied des Ärztlichen Beirates der „Gesundheit für Billstedt/Horn UG“. Er betreut die Herzsportgruppe im Gesundheitskiosk, dessen sieben fachlich durch das UKE geschulte Mitarbeiter neun Sprachen abdecken und damit der multikulturellen Bevölkerungsstruktur in Billstedt und Horn Rechnung tragen.

Für die beteiligten drei großen Krankenkassen AOK Rheinland/Hamburg, BARMER und DAK-Gesundheit bedeuten die „Gesundheit für Billstedt/Horn UG“ und der Gesundheitskiosk einen Aufbruch in ein neues Denken innerhalb unseres Gesundheitssystems. „Hier kommt es darauf an, durch gemeinsames Handeln die Patienten in ihrer jeweiligen Situation abzuholen und mit konkreten Hilfsangeboten zu unterstützen“, stellen die Vorstände der AOK Rheinland/Hamburg und der DAK-Gesundheit in einer gemeinsamen Erklärung fest. „Wir sind entschlossen, uns für die Fortführung des Projektes über 2019 hinaus gemeinsam einzusetzen.“ Die Landesvertretung der BARMER sieht ebenso eine positive Entwicklung des Gesundheitskiosks: „Nicht nur für Hamburg ist das Projekt ein gutes Beispiel dafür, wie die medizinische Versorgung in Deutschland für Menschen verständlicher und für den Einzelnen wirkungsvoller gemacht werden kann.“

Träger des Gesundheitskiosks und Anbieter vieler weiterer Interventionen ist die „Gesundheit für Billstedt/Horn UG“, zu deren Gesellschaftern OptiMedis gehört.


Innovationsprojekt in Schleswig-Holstein: M@dita will Früh- und Mangelgeburten verhindern

Psychosoziale Belastungen in der Schwangerschaft können zu Früh- und Mangelgeburten führen. In einem vom Innovationsfonds geförderten Projekt unter Federführung der AOK NordWest arbeiten Gynäkologen und Hebammen in Schleswig-Holstein gemeinsam daran, Schwangere zu unterstützen (wir berichteten). Das Modellprojekt „M@ditaMutterschaftsvorsorge@digital im Team von Anfang an“ geht neue Wege. Innovativ ist dabei die digitale Unterstützung der Leistungsanbieter und Schwangeren. Der für Ärzte und Hebammen zugängliche elektronische Mutterpass wird um Fragen zu möglichen Risiken erweitert. Die Schwangeren können per Smartphone-App auf die hinterlegten Informationen zugreifen.

MaditaDas Modellprojekt M@DITA soll die Mutterschaftsvorsorge in Schleswig-Holstein stärken. Foto: Unsplash2.353 Schwangere sollen nach den Plänen der Projektpartner in der Modellregion an dem Programm teilnehmen. Gefördert wird M@dita vom Innovationsfonds des G-BA: Ab Mitte 2019 soll das mit rund 4,6 Millionen Euro bezuschusste Projekt starten. Neben der Gesundheitskasse sind auch der Berufsverband der Frauenärzte e.V. Landesverband Schleswig-Holstein, der Hebammenverband Schleswig-Holstein e.V., die Techniker Krankenkasse, das Hamburg Center for Health Economics und die OptiMedis AG an dem Versorgungsprojekt beteiligt.


OptiMedis entwickelt mit der Stadt Dieburg innovatives Konzept für ehemaligen Krankenhausstandort

dieburgInnovatives Konzept für ehemaligen Krankenhausstandort in dre Stadt Dieburg gefragt: OptiMedis leitet dazu einen mehrstufigen Prozess. Foto: UnsplashVor zwei Jahren schloss das St. Rochus Krankenhaus im südhessischen Dieburg seine Pforten. Nun macht sich die Stadt Dieburg auf den Weg, ein Nachnutzungskonzept für das Areal erstellen zu lassen. Sie hat hiermit die OptiMedis AG beauftragt. „Unser Ziel ist es, mit den lokalen Akteuren ein Konzept zu entwickeln, welches eine nachhaltige Nutzung des neu zu bebauenden Rochus Areals ermöglicht“, erläutert Dieburgs Bürgermeister Frank Haus. Der Magistrat der Stadt Dieburg hat im September ein Leitbild entwickelt, das eine medizinische, pflegerische und soziale Nutzung des innerstädtischen Geländes vorsieht. Dieburg steht wie viele Mittelstädte vor der Herausforderung einer alternden Bürgerschaft sowie erodierenden haus- und fachärztlichen Versorgungsangeboten.

Die OptiMedis AG führt derzeit Gespräche mit Haus- und Fachärzten, Pflegeheimbetreibern, Sozialverbänden und Apothekern, um mehr über die Versorgungsbedarfe in der Stadt und über die möglichen Nutzungsabsichten der Akteure zu erfahren. „Die Gespräche mit den lokalen Akteuren geben uns einen fundierten Eindruck davon, wie das Areal zukünftig genutzt werden könnte“, betont Ulf Werner, verantwortlicher Projektleiter bei der OptiMedis AG. Die Kooperations- und Integrationstiefe könnte von einer losen Kooperation der zukünftig ansässigen Leistungserbringer bis hin zu einem Campus-Modell reichen. „Ein modernes, integriertes Zentrum mit Haus- und Fachärzten, verschiedenen Gesundheitsberufen sowie vielfältigen Wohn- und Pflegeangeboten für alte Menschen kann die Standortattraktivität Dieburgs erhöhen“, so Werner.

Bis zu der Erarbeitung des Bauplanentwurfs, Mitte 2019, ist ein mehrstufiger Prozess vorgesehen, den die OptiMedis AG leitet und moderiert. Nach einer ersten Versorgungs- und Strukturanalyse und der Erstellung eines Leitbilds finden Gespräche mit relevanten Anspruchsgruppen statt. Anfang des Jahres 2019 wird ein Forum veranstaltet, zu dem lokale Akteure aus den Bereichen Medizin, Pflege und Soziales, mögliche Investoren und die Lokalpolitik geladen werden. Dort sollen die Grundlagen für ein Nachnutzungskonzept erarbeitet werden.


Aus Politik und Verbänden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn besucht OptiMedis

Spahn OptiMedis TeamJens Spahn mit dem OptiMedis-Team. Foto: Bente StachowskeWeiterentwicklung sektorenübergreifender, populationsorientierter Versorgung in Deutschland war Thema eines Gesprächs zwischen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und dem Vorstandsteam von OptiMedis im August 2018 in Hamburg. Spahn war in das Hamburger OptiMedis-Büro gekommen, um über Möglichkeiten für die Skalierung innovativer Versorgungsmodelle und die Beseitigung von Hemmnissen für Krankenkassen und Initiatoren zu sprechen. Grundlage war das 5-Punkte-Sofortprogramm zu Anreizmodellen und zum Abbau von Barrieren für die sektorenübergreifende Versorgung, das OptiMedis veröffentlicht hat. Der OptiMedis-Vorstand stellte außerdem neben den bereits laufenden Versorgungssystemen Gesundes Kinzigtal und Gesundheit für Billstedt/Horn die neuen Projekte im Werra-Meißner-Kreis und im Westmünsterland, Spahns Wahlkreis, vor.


 

Drei neue Arbeitsgruppen im Bereich Gesundheitsförderung durch das Deutsche Netz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen initiiert

DNgfK GruppeDer Vorstand und die Mitglieder des DNGfK freuen sich auf rege Beteiligung in den neuen Arbeitsgruppen. Foto: DNGfKDie Reaktionen auf das DNGfK-Symposium Ende September (hier geht es zum Bericht) haben die Relevanz des strategischen Vorhabens des Netzes bestätigt. Mit diesem Rückenwind hat das Netz, dessen Geschäftsführung OptiMedis Anfang 2018 übernommen hat, inzwischen drei neue Arbeitsgruppen zu den Themen “Qualitätsverträge”, “BGM für ältere Mitarbeiter” und “Patient Reported Outcome Measures (PROMs)” ins Leben gerufen.

Im Rahmen der DNGfK-Arbeitsgruppen werden Strategien und Konzepte für verschiedene Schwerpunkte im Bereich Gesundheitsförderdung und Arbeitsgestaltung entwickelt. Gleichzeitig bieten sie den Teilnehmern eine hervorragende Möglichkeit, sich zu vernetzen. Es sind offene Gremien, die sich ein- bis zweimal im Jahr treffen.

AG Qualitätsverträge

Durch den Abschluss von Qualitätsverträgen durch Krankenkassen und Krankenhäuser können sich Gesundheitsfördernde Krankenhäuser für ihre Aktivitäten und den resultierenden Nutzen belohnen lassen. Die Grundsätze, Standards und Maßnahmen, die die Gesundheitsfördernden Krankenhäuser hierzu erarbeitet haben, können einen wichtigen Wettbewerbsvorsprung bei der Umsetzung von Qualitätsverträgen bedeuten.

Durch die Arbeitsgruppe soll beantwortet werden, wie die Expertise des DNGfK genutzt werden kann, um Qualitätsverträge zu gestalten. Ziel ist es, eine Anleitung zur Unterstützung bei der Erstellung von Qualitätsverträgen zu entwickeln. Darüber hinaus sollen für Gesundheitsförderung in Krankenhäusern entsprechende Regelungen in den bestehenden Qualitätsverträgen sowie separat die Gesundheitsförderung in Krankenhäusern als Qualitätsvertrag verhandelt werden. OptiMedis unterstützt dies mit dem Knowhow aus den Vertragsverhandlungen mit Krankenkassen für IV-Verträge.

AG BGM – Betriebliches Gesundheitsmanagement für ältere Mitarbeiter

Gesundheitseinrichtungen müssen sich entsprechend der veränderten Bevölkerungs- und Altersstruktur ausreichend auf die Alterung des Personals und den Arbeitskräftemangel vorbereiten. Um langen Regenationszeiten nach Belastungsphasen, hohen Fluktuationsraten und Aussteigerpotential sowie eine zunehmende Flucht in eine Arbeitsunfähigkeit älterer Mitarbeiter entgegenzuwirken und Mitarbeiter zu binden sollten nachhaltige gesundheitsfördernde Maßnahmen in der Unternehmenskultur verankert werden. Das DNGfK bietet Raum für den Austausch des Erfahrungs- und Wissensschatzes zur Lösung arbeitsspezifischer Probleme. Die Arbeitsgruppe erarbeitet Modelle für altersgerechtes Arbeiten, u. a. zur Gestaltung und Standardisierung gesundheitsfördernder Arbeitsstrukturen in Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen mit dem Ziel einer Nachhaltigkeit und Gegenfinanzierung.

AG PROMs – Patient Reported Outcome Measures

Zur Verbesserung der Versorgungsqualität gewinnen Patient Reported Outcome Measures (PROMs) zunehmend an Bedeutung. PROMs sind Instrumente zur Messung der patientenrelevanten Ergebnisqualität von Behandlungen aus Sicht des Patienten. Ergebnisse solcher Messverfahren ermöglichen es Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen ihre Behandlungsqualität zu kommunizieren. Die Erfassung der Ergebnisqualität einer Behandlung aus Patientenperspektive konzentriert sich auf den realen Nutzen des Patienten und birgt damit ein enormes Verbesserungspotential für eine patientenzentrierte Versorgung. Um dieses Potential ausschöpfen zu können müssen konzeptuelle, methodische und strukturelle Voraussetzungen geschaffen werden. Die Arbeitsgruppe „Patient Reported Outcome Measures“ organisiert Workshops zur Entwicklung und zum Einsatz von PRO-Messinstrumenten in Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen.

Bei Interesse an einer Teilnahme in einer der DNGfK-Arbeitsgruppen können Sie bereits jetzt die DNGfK-Geschäftsstelle kontaktieren. Ab Anfang 2019 wird es die Möglichkeit zur Online-Anmeldung über die DNGfK-Webseite geben. Mehr zum Inhalt und den Zielen der Arbeitsgruppen finden Sie hier.


 

Internationales

OptiMedis-COBIC UK: Erfolgreich im “Health Systems Support Framework” des NHS

Unser britisches Joint Venture OptiMedis-COBIC UK (OMC) arbeitet seit zwei Jahren mit lokalen Gesundheits- und Pflegepartnern in ganz Großbritannien zusammen, um integrierte, populationsorientierte Versorgungssysteme zu entwickeln. Dabei konzentriert sich die Arbeit insbesondere auf die regionale „Integrator-Funktion“, die für den Aufbau und die Umsetzung integrierter Versorgungsnetze unerlässlich ist.

Als innovativer Anbieter ausgewählt

Der britische National Health Service (NHS) hat in den vergangenen Jahren seine Bemühungen, innovative patientenzentrierte Versorgungmodelle in die bestehenden Systeme zu implementieren, intensiviert. Da der NHS nicht selbst über alle dafür nötigen Qualifikationen, Tools und Erfahrungen verfügt, hat er im Rahmen des sogenannten “Health Systems Support Framework” anhand strenger Auswahlkriterien ein breites Portfolio innovativer Partner bzw. Anbieter – darunter OMC – ausgewählt.  

In den drei Bereichen des “Frameworks” waren insgesamt zehn Aufgabenschwerpunkte in Form von Losen (Lots) ausgeschrieben. Für acht davon hatte sich OMC beworben und wurde für sieben als offizieller Anbieter akkreditiert (siehe Übersicht).

OM C Lots

Lesen Sie mehr über das Angebot  von OptiMedis-COBIC UK in der neuen Broschüre des Joint-Ventures (auf Englisch)!


Binationale Diskussion: Optimierung der Gesundheitsversorgung durch den Ausbau populationsorientierter Versorgungssysteme in Deutschland und den Niederlanden

Im Rahmen des Life Sciences & Health Program der „Economic Mission to Germany“ diskutierten niederländische und deutsche Entscheidungsträger sowie Kooperationspartner aus den Bereichen Altenpflege und Gesundheitswesen relevante Themen wie Personalbeschaffung, digitale Unterstützungssysteme und die Frage, wie ältere Menschen möglichst selbstbestimmt leben können. Dr. Alexander Pimperl, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der OptiMedis AG und seit Ende Oktober auch Geschäftsführer der Gesundes Kinzigtal GmbH, und Jurriaan Pröpper, CEO von OptiMedis Nederland, hatten die Gelegenheit, ihren Ansatz einer populationsorientierten, integrierten Versorgung dem niederländischen Minister für Gesundheit, Wohlfahrt und Sport, Hugo de Jonge, und der Delegation vorzustellen. Sie berichteten von ihren Aktivitäten in Gesundes Kinzigtal sowie in anderen Regionen Deutschlands und den Niederlanden und diskutierten Möglichkeiten zur Überwindung von Herausforderungen und rechtlichen Hindernissen, um solche Modelle in Deutschland und den Niederlanden auszubauen.


Internationales Ausbildungsprogramm HealthPros gestartet: Zwei Doktoranden bei OptiMedis

Durch die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens in Richtung einer patientenzentrierten und am Outcome orientierten Versorgung gibt es international einen hohen Bedarf an Experten. Gefragt sind Fachkräfte, die multidisziplinäres Fachwissen aus Bereichen wie Medizin, Sozialwissenschaften, Informatik und Gesundheitspolitik vereinen und dieses in innovative Maßnahmen umsetzen können.

Im Rahmen des durch die Europäische Kommission geförderten Marie-Curie-Trainingsnetzwerks für “Healthcare Performance Intelligence Professionals” (HealthPros) werden seit Sommer 2018 solche neuen Fachkräfte für die Arbeit im Gesundheitswesen ausgebildet. OptiMedis zählt zu den wissenschaftlichen Partnern von HealthPros und hat zwei der insgesamt 13 Doktorandenstellen vergeben. Die OptiMedis-Doktoranden werden von Dr. Oliver Gröne (OptiMedis) und Prof. Dr. Jonas Schreyögg (Hamburg Centre for Health Economics) betreut.

Die ausgewählten Doktoranden lernen während des dreijährigen Vollstipendiums vorrangig, Gesundheits- und Versorgungsdaten effektiv zu nutzen, mit strategischen Planungsentscheidungen zu verknüpfen und Governance-Mechanismen zur Leistungsverbesserung anzuwenden. Es werden innovative Methoden entwickelt, die auf die Gesundheitssysteme verschiedener Länder wie Niederlande Dänemark, Deutschland, England, Italien, Ungarn und Kanada übertragen werden können.

Vorstellung der OptiMedis-Doktoranden: Sophie Wang und Nicolás Eduardo Larrain

Sophie WangSophie WangSophie Wang aus Kanada wird OptiMedis die kommenden drei Jahre im Rahmen ihrer Promotion als Junior Analystin unterstützen. Sie hat einen Masterabschluss in Public Health von der kanadischen Simon Fraser University (Vancouver) und ist sehr daran interessiert, Lücken in der Wissensmobilisierung zu schließen und die Rollen von Datenanalyse und -visualisierung bei der Planung von Gesundheitsversorgung zu fördern, insbesondere in der heutigen Big-Data-Wirtschaft. Derzeit konzentriert sich ihre Arbeit auf das Verständnis, wie Verhaltensökonomie zur Verbesserung der Gesundheitssystemleistung eingesetzt werden kann. Bei OptiMedis wird sie u. a. Konzepte aus der Verhaltensökonomie anwenden, um Leistungsberichte in integrierten Versorgungssystemen zu entwerfen und deren Einsatz zu verstärken.

In Vancouver leitete Sophie verschiedene Initiativen zur Neugestaltung des Gesundheitssystems. Dazu gehörten Projekte zur Verbesserung der Versorgungsqualität durch das Engagement von Ärzten bei Initiativen zur Qualitätsverbesserung im Gesundheitswesen der Vancouver Physician Staff Association sowie Evaluationen überregionaler Initiativen zur Patienteneinbeziehung beim BC Patient Safety and Quality Council. Außerdem übernahm sie die Planung einer regionalen integrierten Gesundheitsversorgung durch Zusammenarbeit mit den Stakeholdern zur Erstellung von Landkarten und zur Visualisierung von Gesundheitsdaten.

Nicolas LarrainNicolás Eduardo LarrainNicolás Eduardo Larrain aus Chile unterstützt das OptiMedis-Team ebenfalls als Junior Analyst. Seinen Master hat er an der SDA Bocconi School of Management in “International Healthcare Management Economics and Policy” absolviert. Nicolás arbeitet an der Entwicklung innovativer Methoden zur Messung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit integrierter Gesundheitssysteme. Seine Motivation ist es, den vollen Wert der integrierten Gesundheitsversorgung zu verstehen sowie die wichtigsten Hebel und Determinanten der Systemleistung zu identifizieren. Dabei ist sein Ziel, bessere Informationen zu liefern, um mögliche Optimierungsmaßnahmen zu priorisieren und die Entscheidungsfindung in den Gesundheitssystemen zu verbessern. Der Schwerpunkt seiner Forschungstätigkeit liegt in der Auswertung großer Datenmengen für die Implementierung von Simulations- Modellierungstechniken in integrierte Versorgungssysteme.

Zuvor war Nicolás u. a. als Mitarbeiter im Bereich Forschung und Umfrage im Abdul Latif Jameel Poverty Action Lab (Massachusetts Institute of Technology- MIT) tätig. Er leitete die Umsetzung eines Impact-Evaluierungsprojekts zum Verständnis von Determinanten für Finanzverhalten und der Wirksamkeit einschlägiger Richtlinien in einkommensschwachen Haushalten.

HealthPros-Trainingswoche in Amsterdam

Anfang November fand in Amsterdam das erste Treffen des HealthPros-Netzwerks statt, bei dem die international rekrutierte Gruppe von Doktoranden zum Auftakt ihres dreijährigen, kollaborativen Trainingsprogramms zusammenkam. In den interaktiven Workshops zu den Schwerpunkten Projektmanagement, Kommunikation und Karriereentwicklung lernten die Stipendiaten mehr über das Management von Forschungsprojekten: Wie wird zum Beispiel die rechtzeitige Lieferung von Produkten sichergestellt oder in welcher Form ein Laienpublikum über Forschungsprojekte informiert.

Health ProsDie Doktoranden des HealthPros-Trainingsnetzwerks. Foto: privatAn zwei Tagen trafen bei einem ersten Community-Event alle assoziierten Partner, Forscher und Netzwerkmitglieder mit den Doktoranden zusammen. In mehreren Runden mit kurzen Pitches und während der Networking-Zeiten hatte jeder die Möglichkeit, mehr über die Arbeit des anderen zu erfahren und Bereiche möglicher Zusammenarbeit zu diskutieren. Ein "Speed-Dating" bot den Teilnehmern zudem die Möglichkeit, eine Vielzahl von niederländischen Organisationen zu treffen – von öffentlichen Organisationen über private Beratungsunternehmen bis hin zu Versicherungsgesellschaften.

An den letzten Tagen des Trainings nahmen die Stipendiaten zusammen mit anderen Doktoranden der Universität Amsterdam an Workshops zu Ethik, Datenschutz und rechtlichen Überlegungen in der Forschung teil. In diesem Rahmen hatten sie die Möglichkeit, ihre Arbeit vorzustellen, und sich gegenseitig Feedback zu geben.

Natürlich wäre ein Treffen in Amsterdam nicht vollständig ohne am Wochenende Windmühlen in Aktion zu sehen, etwas über die niederländische Geschichte zu lernen, leckere “Pannenkoeken” und Käsesorten zu probieren. Noch aufregender wurde die Reise durch die Begleitung von Prof. Dr. Jeffrey Braithwaite, dem Gründer des Australian Institute of Health Innovation und des gewählten Präsidenten der International Society for Quality in Healthcare (ISQUa), der als einer der führenden Wissenschaftler spannenden Input gab.


 

Aus Wissenschaft und Forschung

Gesundheitsstandort Privathaushalt: Einst nebensächlich, jetzt Hoffnungsträger

Gastbeitrag von Prof. Dr. Ulrich Otto, Careum, Schweiz

Prof OttoProf. Dr. Ulrich Otto. Foto: Careum Hochschule Gesundheit Der Gesundheitsstandort Privathaushalt wurde lange unterschätzt. Mit der starken Zunahme an chronisch und mehrfach kranken Menschen rückt er ins Zentrum und nimmt auch in der Integrierten Versorgung eine immer größere Rolle ein. Prof. Dr. Ulrich Otto, Leiter Forschung in der Careum Hochschule Gesundheit (Zürich) beschreibt in einem Gastbeitrag für OptiMedis, wie der Gesundheitsstandort Privathaushalt gestärkt und in die Integrierte Versorgung einbezogen werden kann. Zusammen mit Prof. Otto und weiteren Initiativen arbeitet OptiMedis in der Schweiz an der Entwicklung von Integrierten Versorgungslösungen.

Wir könnten in diesem Artikel einfach vom „Zuhause“ oder vom „Privathaushalt“ sprechen. Warum also die Rede vom „Gesundheitsstandort Privathaushalt“ (zuerst: Fachinger & Henke 2010)? Weil es sich beim Privathaushalt auch um jenes Setting handelt, in dem alle gesundheitlichen Herausforderungen „zuhause sind“, und das damit eine außerordentlich wichtige gesellschaftliche Funktion mit größter Selbstverständlichkeit übernimmt – nicht hinterfragt und oft genug ungesehen.

Im Privathaushalt werden gesundheitliche Erfahrungen gemacht und der Umgang mit Gesundheit und Krankheit lebenslang gelernt, ausgeübt und allenfalls wieder modifiziert. Das zeigt sich auch in der Realität: In der Schweiz beispielsweise wendet sich lediglich ein Drittel der Menschen mit Symptomen überhaupt an einen Arzt, eine Apotheke oder ein Spital. Zwei Drittel behelfen sich mit Selbstsorge, mit vertrauten oder ähnlich betroffenen Personen – also vor allem im Privathaushalt. Er ist der Ort, an dem bestimmt wird, ob Gesundheitsförderung, Prävention und Resilienz mehr oder weniger Chancen haben.

Der Gesundheitsstandort Privathaushalt muss gestärkt werden

Es gibt gute Gründe, den Privathaushalt als Gesundheitsstandort weiter zu erforschen und zu unterstützen: Zum einen wegen der demografischen Entwicklung, zum anderen, weil die Gesundheitsversorgung weltweit auf akute Krankheiten ausgerichtet ist und deshalb vor allem bei chronisch und immer häufiger auch mehrfach erkrankten sowie sterbenden Menschen an ihre Grenzen stößt. Deshalb ist die Suche nach Integrierter Versorgung so wichtig, nicht zuletzt am Gesundheitsstandort Privathaushalt – sowohl mit Blick auf die Gesundheitsversorgung als auch die Langzeitversorgung. Gesellschaft und Gesundheitssystem müssen den Gesundheitsstandort Privathaushalt also qualifizieren und fördern:

Der Gesundheitsstandort Privathaushalt und Integrierte Versorgung

Die Zunahme der chronischen Krankheitsverläufe einer älter werdenden Bevölkerung verlangt aber neue, viel dynamischere Konzepte von Integration. Gerade dann, wenn Ziel der Behandlung und Betreuung nicht Heilung sein kann. Vielmehr geht es darum, die Funktionsfähigkeit möglichst lange zu erhalten und maximale Lebensqualität zu erreichen.

Als Folge davon löst sich das herkömmliche Modell der Versorgung mit einer deutlichen Trennung von ambulant und stationär zusehends auf. Aufenthalte in stationären Einrichtungen werden mehr und mehr zu „Stippvisiten“. Die betroffenen Menschen drängt es immer wieder nach Hause.

OM Patientenbehandlung

Die Pfeile in der Grafik oben zeigen, wie sich das herkömmliche Modell mit einer deutlichen Trennung von ambulant und stationär und einer Ablauflogik von links nach rechts zusehends auflöst und der Bereich „Zu Hause“ eine immer größere Rolle einnimmt. Der Trend weist Richtung „home care“ und „hospital@home“ mit innovativen Pflege- und Therapiemodellen bei komplexer Nachsorge, mit aufsuchender Behandlung und Betreuung, alltagsunterstützenden Assistenzlösungen, Telemonitoring, digitaler Vernetzung der Akteure und Gesundheitsstandorte. Dank verstärkter Integration gibt es Prozesse, die von der häuslichen über die ambulante und teilstationäre Versorgung in die Reha hineinlaufen – und dann wieder nach Hause führen.

Angesichts dieser Verschiebungen nimmt die Krankheits- und Lebensbewältigung im Privathaushalt und im sozialen Umfeld eine zunehmend wichtigere Rolle ein – die häusliche Umgebung wird, neben ambulant und stationär, zum dritten Gesundheitsstandort (nach Müller-Mielitz et al., 2016).

Die Langfassung des Artikels ist im Newsletter fmc Impulse erschienen und hier online zu lesen.

Prof. Dr. Ulrich Otto (*1961) leitet das 24-köpfige Forschungsinstitut der Careum Hochschule Gesundheit (Zürich) sowie den dortigen Programmbereich «Ageing at Home». Er ist habilitierter Sozialpädagoge und Sozialgerontologe. Seine Schwerpunkte:
Koproduktion im Welfare Mix, soziale Netzwerke und Unterstützung, pflegende und betreuende Angehörige, integrierte quartiersorientierte Versorgung am Gesundheitsstandort Privathaushalt, Caring Communities, innovative Wohnpflegeformen, gemeinschaftliche Wohnformen.

Literatur

Fachinger, U. & Henke, K.-D. (2010). Der private Haushalt als Gesundheitsstandort. Theoretische und empirische Analysen. Baden-Baden: Nomos.

Hediger, R. & Bischofberger, I. (2017). Neue Rollen, neue Fertigkeiten, neue Perspektiven: Personal- und Versorgungslücken: Neue berufliche Rollen und ihre Potenziale in der Pflege. Clinicum, 13(1), 88-91.

Müller-Mielitz, S. et al. (Hg.). (2016). Innovationen in der Gesundheitswirtschaft. Theorie und Praxis von Businesskonzepten – 10 Jahre B. Braun-Stiftung Mentoringprogramm. Melsungen: Bibliomed.

Nestmann, F. (1989). Förderung sozialer Netzwerke – eine Perspektive pädagogischer Handlungskompetenz? Neue Praxis, 19, 107-123

Otto, U. (2011). Soziale Netzwerke.  In Otto, H.-U. & Thiersch, H. (Hg.), Handbuch Sozialarbeit/Sozialpädagogik (S. 1376-1389). München: Reinhardt. http://www.reinhardt-verlag.de/de/programm/schwerpunkte/titel/51085/

Otto, U. & Hegedüs, A. (2018). Alternsfreundliche Quartiere und Wohnformen – Sicht der Forschung. In: SAGW-Bulletin, Bern http://www.sagw.ch/sagw/oeffentlichkeitsarbeit/bulletin.html 

Trageser, J., Gschwend, E., von Stokar, T., Landolt, H., Hegedüs, A. & Otto, U. (2018). Evaluation der Neuord­nung der Pflegefinanzierung. Schlussbericht ans BAG. Zürich: Infras. (Download hier)


Schlaglichter

Dr. Eckart von Hirschhausen zu Gast in Gesundes Kinzigtal

GK Hirschhausen 03Dr. Eckart von Hirschhausen probierte in der Trainingswelt unter der Anleitung von Patrick Bothor (li.) die Trainingsgeräte aus. Foto: Gesundes Kinzigtal GmbH„Ich interessiere mich für Modelle, die Menschen gesund machen,“ erklärte der prominente Entertainer, Kabarettist, Autor, Moderator und Arzt Dr. Eckart von Hirschhausen seine Motivation das innovative Versorgungsmodell persönlich unter die Lupe zu nehmen. Und so kam er im November in die Gesundheitswelt in Hausach, wo er nicht nur Fragen rund um das Modell stellte, sondern direkt mit Begeisterung an den modernen Geräten in der "gesund+aktiv: Trainingswelt" tätig wurde. Auf der Trainingsfläche hörte er sich dann gleich bei den Trainierenden um und fragte: Was bewegt Sie regelmäßig in die Gesundheitswelt zu kommen und wie positiv wirkt sich das auf Ihr Leben aus?

Gut gelaunt ging es anschließend in einen fachlichen Austausch mit den Initiatoren und Geschäftsführern des Leuchtturms für erfolgreiche, sektorenübergreifende Populationsmodelle. Besonders gefiel dem Mediziner die Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schulen bei Koch- und Gesundheits-AGs und Bewegungskursen. Selbst plädiert er schon lange dafür, das Fach „Gesundheit“ in allen Schulen einzuführen. Spannend fand er auch die Videosprechstunde für pflegende Angehörige, die Gesundes Kinzigtal gerade im Bereich eines Forschungsprojekts realisiert. Denn sozial eingebunden und beweglich zu bleiben, das seien die Faktoren, die auch und gerade im Alter glücklich machen. Am Ende blieb nur eine Frage offen: „Warum gibt es dieses Beispiel eigentlich nicht viel häufiger in Deutschland?“


Multimedialer Rückblick auf die Zukunftsklänge-Konferenz 2018

Die einzigartige Dynamik und die Ideen einer interdisziplinären Gemeinschaft, die sich für eine gute, nachhaltige „Versorgungslandschaft der Zukunft“ einsetzt, wirken nach: So ist u. a. ein 5-Punkte-Sofortprogramm für den Gesetzgeber entstanden, das Lösungen für den Abbau von Barrieren zugunsten einer patientenzentrierten und populationsorientierten Versorgung aufzeigt. 

Mit einem multimedialen Rückblick bedanken wir uns herzlich bei allen Teilnehmern uns Referenten, die Ende Juni Teil der interaktiven Zukunftsklänge-Konferenz mit dem Titel „Menschlich. Im Team. Digital. Wie wollen wir morgen arbeiten?“ waren. Dazu hatte OptiMedis in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Netzwerk für Versorgungsforschung (HAM-NET) Ärzte und MFA, Pflegekräfte, Wissenschaftler, Patienten- und Krankenkassenvertreter und auch Studierende der Medizin sowie weiterer Fachgruppen eingeladen, die für die Zukunft der Versorgung verantwortlich sein werden.

Zusätzliche 7.000 € für das World Doctors Orchestra

Dank der zahlreichen Konferenz-Teilnehmer, die vorher zum Benefizkonzert des World Doctors Orchestra in die Elbphilharmonie kamen, konnten wir zusätzlich zu den Kartenerlösen eine Summe von 7.000 € an das World Doctors Orchestra spenden. Bedacht wurden die Kroschke Kinderstiftung und das Projekt “Herzbrücke” der Albertinen-Stiftung.

Link zum Rückblick

Den Konferenzbericht, einen Gastbeitrag von Matthias Horx sowie Videos und Fotos zur Veranstaltung finden Sie online unter www.optimedis.de/zukunftsklaenge


Lesetipp: Ergebnistransparenz – der Qualitätswettbewerb unter Krankenkassen braucht einen neuen Rahmen

„Wir brauchen differenzierbare Erkenntnisse über die Qualität bei Krankenkassen. Dazu bedarf es einer guten Transparenz, dazu sollte es Kennzahlen und strukturierte Rahmenvorgaben geben“, so hat Rolf Stuppardt im Editorial der Ausgabe 10/2018 der Zeitschrift „Welt der Krankenversicherung“ (WdK) seine Sicht der Dinge beschrieben. Doch mit welchen Indikatoren kann die Ergebnisqualität von Krankenkassen sinnvoll gemessen werden? Und welche Hürden gilt es zu überwinden? Das beschreibt OptiMedis-Vorstand Dr. h. c. Helmut Hildebrandt in einem ausführlichen Beitrag, der in der Januar-Ausgabe der WdK erscheint, unter dem Titel „Ergebnistransparenz – der Qualitätswettbewerb unter Krankenkassen braucht einen neuen Rahmen“.


 

Termine

Vernetzte Gesundheit 2019, 16. bis 17. Januar 2019 in Kiel

Workshop

16.01.2019, 16:15 - 17:45 Uhr

Pre-Workshop: Perspektiven für ein Vergütungssystem zur sektorenübergreifenden Patientenversorgung
Moderation: Dr. h. c. Helmut Hildebrandt, Vorstandsvorsitzender OptiMedis AG

Weitere Informationen und Anmeldung

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BMC Kongress 2019, 22. bis 23. Januar 2019 in Berlin

Ausgewählte Vorträge

23.01.2019, 15:45 - 17:15 Uhr

Slot C2: Alternative Wohnkonzepte und Nachbarschaft
Dr. h. c. Helmut Hildebrandt, Vorstandsvorsitzender OptiMedis AG

Weitere Informationen und Anmeldung

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2. Heidelberger Forum Gesundheitsversorgung, 8. Februar 2019, Heidelberg

Ausgewählte Vorträge

08.02.2019, 14:30 Uhr

Perspektiven und Beispiele regionaler Vernetzung und Kooperation in Deutschland
Dr. h. c. Helmut Hildebrandt, Vorstandsvorsitzender OptiMedis AG

Weitere Informationen und Anmeldung

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ICIC19 – 19th International Conference on Integrated Care, 1. bis 3. April 2019 in San Sebastian, Baskenland

‘Evaluating and implement models of integrated people-centred services’

Workshop

Evaluation of integrated care: ensuring rigor, scaling up, scaling out

Dr Oliver Groene (OptiMedis AG), Prof Mary-Alison Durand (London School of Hygiene and Tropical Medicine), Prof Eva Oppel (Hamburg Centre for Health Economics)

Weitere Informationen und Anmeldung

Link


 

Presseschau


 

Publikationen