Deutschlands erster Gesundheitskiosk

Mehr Gesundheit für den Hamburger Osten: Wo alles begann…

Damals gingen die niedergelassenen Hamburger Ärzte Dr. Dirk Heinrich und Dr. Joachim Weiss mit einem ersten Konzept auf Dr. h. c. Helmut Hildebrandt von der OptiMedis AG zu, um in den beiden Stadtteilen Billstedt und Horn bessere Strukturen für die ärztliche Versorgung aufzubauen. Ende 2015 hat OptiMedis nach einer umfassenden Analyse – unter anderem auf der Basis von Routinedaten der AOK Rheinland/Hamburg und Interviews mit Akteuren aus der Region – das Entwicklungs- und Handlungskonzept vorgelegt – ein Teil davon war der Gesundheitskiosk. Möglich wurde das Konzept durch eine finanzielle Unterstützung der Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, das Investment von OptiMedis, die Initiative der AOK Rheinland/Hamburg, das Engagement der Ärzte des Ärztenetzes Billstedt-Horn sowie die Unterstützung durch den NAV-Virchowbund und die sozialen Einrichtungen aus Billstedt und Horn.

Gesundheitskiosk
Patientenaktivierung im Fokus: Eine der wichtigsten Aufgaben des Gesundheitskiosks ist es, die Wirkung der ärztlichen Empfehlungen zu erhöhen und die Patient:innen nachhaltig zu unterstützen, ihr Verhalten zu verändern. Foto: OptiMedis
Für die Umsetzung war eine zentrale Koordination nötig, die das Netzwerk, den Gesundheitskiosk und die neuen Versorgungsprozesse aufbaut und steuert und die Verhandlungen mit Projektpartnern führt.

Hierfür wurde 2016 die regionale Managementgesellschaft „Gesundheit für Billstedt/Horn UG“ gegründet. Mithilfe von OptiMedis hat die GfBH einen Antrag beim Innovationsfonds für INVEST1 Billstedt/Horn gestellt, der bewilligt wurde. Sie setzt in ihrer Arbeit viele der Punkte des von OptiMedis erarbeiteten Entwicklungs- und Handlungskonzepts um, die sich auch in dem von OptiMedis ab 2005 laufend weiterentwickelten, grundlegenden Modell einer regionalen, populationsorientierten und integrierten Versorgung wiederfinden.

Die Konsortialpartner des Innovationsfonds-Projektes waren neben der OptiMedis AG die AOK Rheinland/Hamburg, die BARMER und die DAK, das Institut für Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf und das Digital Health-Unternehmen connected-health.eu GmbH mit dem Produkt LifeTime. Das Projekt wird durch das Hamburg Center for Health Economics (HCHE) an der Universität Hamburg unter Leitung von Prof. Dr. Jonas Schreyögg wissenschaftlich begleitet, um die Übertragbarkeit zu evaluieren.

Zum Ende des Jahres 2019, nach vielen Jahren erfolgreicher Aufbauarbeit gemeinsam mit dem heutigen Ärztenetz Billstedt-Horn e.V., hat OptiMedis den Großteil der Gesellschafteranteile an der Gesundheit für Billstedt/Horn UG an den gemeinnützigen Verein Gesundheitskiosk e.V. Hamburg abgegeben. Damit soll den sozialen Einrichtungen und Patientenvertretungen eine stärkere Rolle im Gesundheitsnetzwerk ermöglicht werden.