Forschungs­projekte

Laufende Projekte

OECD-Studie PaRIS

OptiMedis entwickelt als Teil des internationalen Konsortiums “Patient-Reported Indicator Surveys” (PaRIS) der OECD Messverfahren zur Bewertung der Versorgungsqualität aus der Sicht chronisch kranker Patient:innen. Damit werden in den OECD-Mitgliedsländern Daten erhoben. Ziel ist es, international vergleichbare Indikatoren zu schaffen, die die Erfahrungen und Outcomes von Menschen mit chronischen Erkrankungen in der ambulanten Versorgung erfassen. OptiMedis entwickelt hierfür unter anderem einen Fragebogen, der aus bereits validierten Patient-Reported Outcome Measures (PROMs – von Patient:innen berichtete Ergebnisse der Versorgung) und Patient-Reported Experience Measures (PREMs – von Patient:innen berichtete Erfahrungen mit der Versorgung) besteht.

Strategische Partner
OECD, Netherlands Institute for Health Services Research, National University of Singapore

Laufzeit: 2017-2023

Weitere Informationen
www.oecd.org/health/paris

Strategische Partner
Kronikgune – Baskisches Institut für Versorgungsforschung

Laufzeit: 2020-2024

Weitere Informationen
www.adlifeproject.com

ADLIFE

Im Rahmen des EU-Projekts ADLIFE zu „large scale pilots for integrated outcomes-based care“ wird die Umsetzbarkeit einer personalisierten, integrierten Versorgungsplattform evaluiert, die es älteren Patient:innen mit fortgeschrittener chronischer Krankheit ermöglichen soll, länger in ihrem eigenen Zuhause zu leben. Neben der Patient-Empowerment-Plattform werden auch Prädiktionsmodelle zur besseren Früherkennung relevanter Versorgungsmaßnahmen eingesetzt. OptiMedis als Konsortialpartner leitet in dem Projekt das Arbeitspaket Business Exploitation und unterstützt die Gesundheitsregion Gesunder Werra-Meißner-Kreis in der Pilotierung der Patient-Empowerment-Tools.

COMPAR-EU

COMPAR-EU zielt darauf ab, die effektivsten Interventionen zum Self-Management (SMI) für Erwachsene in Europa zu ermitteln, zu vergleichen und zu bewerten. Dabei stehen Patient:innen im Fokus, die an einer der folgenden vier chronischen Erkrankungen leiden: Typ-2-Diabetes, Adipositas, chronisch obstruktive Lungenerkrankung und Herzinsuffizienz. Aufbauend auf dem Vergleich verschiedener Selbstmanagement-Interventionen werden Entscheidungshilfen für Ärzt:innen, Patient:innen, Leitlinienentwickler:innen und politische Entscheidungsträger:innen entwickelt. An dem Projekt arbeiten sieben Partner aus fünf Ländern mit, unter ihnen OptiMedis. Wir sind für die Webseite www.self-management.eu verantwortlich, auf der in Zukunft auch umfassende Informationen zu Entscheidungshilfen für Patient:innen und Leistungserbringer:innen zugänglich sein werden und die als primäres Informationsportal zu diesem Thema in der EU ausgebaut werden soll. Außerdem entwickelten wir einen Data Management-Plan, der den Ansatz für die Sammlung und Aufbereitung großer Datenmengen über die gesamte Projektdauer beschreibt, einen Communication and Dissemination-Plan mit Strategien für die Kommunikation und Verbreitung von Projektergebnissen sowie Businesspläne zur praktischen Umsetzung der identifizierten Interventionen.

Strategische Partner
Autonome Universität Barcelona, Cochrane Centre Barcelona, Netherlands Institute for Health Services Research, European Patient Forum

Laufzeit: 2018-2022

Weitere Informationen
www.self-management.eu

Laufzeit: 2018-2022

Weitere Informationen
www.healthpros-h2020.eu

HealthPros

Bei dem Projekt „Healthcare Performance Intelligence Professionals“ (HealthPros) handelt es sich um ein sogenanntes „Marie Sklodowska-Curie Training Network“. Ziel ist es, innerhalb eines speziell entwickelten Programms 13 internationale Doktorand:innen im Themenfeld „Data Science for Health System Performance Assessment“ aus- und weiterzubilden. Sie sollen im Anschluss in der Lage sein, Gesundheitsdaten und strategische Planungsentscheidungen systematisch zu verknüpfen. Hintergrund ist ein internationaler Bedarf an Expert:innen, die multidisziplinäres Fachwissen aus Bereichen wie Medizin, Sozialwissenschaften, Informatik und Gesundheitspolitik vereinen und in Maßnahmen zur Verbesserung von Gesundheitssystemen und -diensten umsetzen können. Dr. Oliver Gröne, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von OptiMedis, übernimmt als Co-Principal Investigator im Projekt die Leitung des Arbeitspaketes „Governance-Mechanismen zur Leistungsverbesserung“. OptiMedis verantwortet darüber hinaus – in Zusammenarbeit mit Prof. Jonas Schreyögg vom Hamburg Center for Health Economics – die Ausbildung und Betreuung von zwei Doktorand:innen.

JADECARE

Die „Joint Action on implementation of digitally enabled integrated person-centred care“ (JADECARE) ist ein von der EU gefördertes Projekt und Teil der Initiative „The third health programme 2014-2020 – funding health initiatives” der Europäischen Union. Durch die digitale Weiterentwicklung von Gesundheitssystemen in der EU soll eine personenzentrierte, digital unterstützte Versorgung der Bevölkerung gefördert werden. Insgesamt nehmen 17 Partner sowie 40 verschiedene Regionen aus ganz Europa teil. Vier Best-Practice-Modelle in Europa dienen als Vorlage für die Implementierung bewährter Versorgungsmethoden in die verschiedenen europäischen Gesundheitssysteme – hierzu gehört das Versorgungsmodell von OptiMedis. In Zusammenarbeit mit der Eurometropole Strasbourg berät OptiMedis Institutionen in sechs europäischen Ländern bei der Einführung des OptiMedis-Ansatzes.

Strategische Partner
Academic Medical Centre Amsterdam, University of Oxford, Pisa School of Advanced Studies

Laufzeit: 2020-2023

Weitere Informationen
www.jadecare.eu

Strategische Partner
AOK Nordwest, Techniker Krankenkasse, Hamburg Center for Health Economics

Laufzeit: 2020-2023

Weitere Informationen
www.madita.online

M@dita

M@dita steht für „Mutterschaftsvorsorge@digital im Team von Anfang an“ und entwickelt die Versorgung schwangerer Frauen weiter. Die Initiatoren möchten dazu beitragen, die Früh- und Mangelgeburtenrate zu senken und den Anteil der vier Monate nach der Geburt voll gestillten Kinder zu erhöhen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Aufbau eines regionalen Netzwerks, das die medizinischen und sozialen Versorgungsstrukturen systematisch miteinander verknüpft. Die Schwangeren werden persönlich von ihrem vernetzten Team aus Frauenärzt:in und Hebamme versorgt. Über die M@dita-App haben sie Zugriff auf ihren digitalen Mutterpass, individuelle Informationen und vieles mehr. Die AOK Nordwest startete das Versorgungsprogramm zusammen mit den Konsortialpartnern Techniker Krankenkasse, Hebammenverband Schleswig-Holstein, OptiMedis und dem Hamburg Center for Health Economics (HCHE) der Universität Hamburg. OptiMedis war unter anderem für die Akquise und die Kommunikation und Außendarstellung verantwortlich.

Scirocco Exchange

SCIROCCO Exchange will die Einführung und Ausweitung Integrierter Versorgung in Europa unterstützen. Das Projekt beinhaltet die Entwicklung eines Modells zur Integrierten Versorgung, die Implementierung in mehreren EU-Ländern und den entsprechenden Wissenstransfer. OptiMedis ist für die Erhebung der „Scirocco Maturity“-Matrix zur Integrierten Versorgung in Deutschland verantwortlich und empfiehlt auf der Basis der Matrix-Erhebungen aller Länder konkrete Qualitätsverbesserungsmaßnahmen, die in den unterschiedlichen regionalen Kontexten reflektiert und umgesetzt werden sollen.

Strategische Partner
NHS Scotland

Laufzeit: 2019-2022

Weitere Informationen
www.sciroccoexchange.com

Laufzeit: 2022-2026

 

SAFEST

Bei dem EU-Projekt “Improving quality and patient SAFEty in surgical care through Standardisation and harmonisation of perioperative care in Europe” (SAFEST) geht es um die Entwicklung von patientenzentrierten und evidenzbasierten standardisierten Verfahren zur Patientensicherheit in der perioperativen Versorgung. Ziele sind, die Einhaltung evidenzbasierter standardisierter Verfahren zur Patientensicherheit in der perioperativen Versorgung um 15 Prozent zu verbessern, die Häufigkeit chirurgischer Komplikationen nach einer 18-monatigen, aus mehreren Komponenten bestehenden Maßnahme um acht Prozent zu verringern und durch den Einsatz einer Perioperativen Quality Improvement Learning Collaborative (PQILC) die Übernahme evidenzbasierter Praktiken zu fördern.

Abgeschlossene Projekte

Ergebnisse
Die Ergebnisse und Links zu Veröffentlichungen werden in Kürze auf der Projekt-Webseite veröffentlicht.

Strategische Partner
Universität Witten/Herdecke

Laufzeit: 2019-2021

Weitere Informationen:
www.pflegeheim-sensitive-krankenhausfaelle.de

PSK – Vermeidung von Pflegeheim-sensitiven Krankenhausfällen

Wenn ältere Patient:innen aus dem Pflegeheim ins Krankenhaus kommen, besteht immer die Gefahr, dass sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert – sei es durch die psychische Belastung, Infektionen oder zu lange Immobilisation. Im Rahmen des Innovationsfonds-Projekts „Bedarfsgerechte Versorgung von Pflegeheimbewohnern durch Reduktion Pflegeheim-sensitiver Krankenhausfälle“ untersuchen die Universität Witten/Herdecke und OptiMedis deshalb unter anderem folgende Fragen: Welche Hospitalisierungen wären vermeidbar, welche neuen Strukturen bräuchten wir dafür und wie müsste das Fachpersonal geschult werden? Das Projekt wurde 2021 erfolgreich abgeschlossen. Es wurde eine Liste Pflegeheim-sensitiver Krankenhausfälle (PSK) erarbeitet sowie das jeweilige Vermeidungspotenzial geschätzt. Gleichzeitig wurden Maßnahmen identifiziert, die den Anteil der PSK reduzieren könnten, und die Einsparpotenziale für das GKV-System hochgerechnet. Der zum Projektende veröffentlichte Katalog kann zum Beispiel von Krankenkassen genutzt werden, um Vermeidungspotenziale zu identifizieren und zu beziffern. Die Empfehlungen richten sich an Kostenträger, Leistungserbringer:innen und politische Entscheider:innen.

Frag mich!

Die Einbindung von Patient:innen in die Fehlerprävention ist wichtig, um sicherheitsrelevante Probleme aufzudecken und die Fehlerprävention zu verbessern. Das zeigen Erfahrungen aus dem stationären Bereich. Doch für die ambulante Versorgung gab es zu Beginn des Projekts „Frag mich!“ noch keine geeigneten deutschsprachigen Messinstrumente. Im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit hat OptiMedis einen Fragebogen für Patient:innen zum Thema sicherheitsrelevante Ereignisse entwickelt und getestet. Außerdem hat OptiMedis einen Feedbackmechanismus entworfen, mit dem die Rückmeldungen der Patient:innen automatisiert an die Praxen zurückgespiegelt werden können.

Ergebnisse
Die Ergebnisse wurden in einem Abschlussbericht und einer Videopräsentation vorgestellt

Strategische Partner
BMG, Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe, Aktionsbündnis
Patientensicherheit

Laufzeit: 2019-2021

Weitere Informationen
www.frag-mich.org

Ergebnisse
Act@Scale hat ein Handbuch mit Best-Practice-Analysen und Erfahrungen aus dem Projekt veröffentlicht.

Strategische Partner
NHS Scotland

Laufzeit: 2017-2019

 

ACT@Scale

ACT@SCALE ist ein EU-Projekt, das 2019 erfolgreich abgeschlossen wurde. Es hat Pilotprojekte zur Integrierten Versorgung in der EU identifiziert sowie Best-Practice-Modelle für die Bereiche Care Coordination und Telehealth in neuen Kontexten umgesetzt und auf größere Populationen hochskaliert. Dabei haben insgesamt 75.000 Bürger:innen und Patient:innen Zugang zu den neuen Versor-gungsmodellen erhalten. Zielgruppe waren Patient:innen mit chronischen Erkrankungen und ältere Menschen, die zum Beispiel gebrechlich oder psychisch erkrankt waren oder soziale Dienste in Anspruch nehmen mussten. Zu den Partnern gehörten diverse europäische Gesundheitsregionen und Hochschulen. OptiMedis hatte zwei Aufgaben in diesem Projekt. Zum einen haben wir die Gesundes Kinzigtal GmbH, die ebenfalls zu den Partnern des Projekts gehörte, in ihren Analysen zur Bevölkerungsgesundheit unterstützt und den Impact der Kinzigtaler Interventionsprogramme „Gesundheitsberatung“ und „Trainingswelt“, für die sogenannte Quality Improvement Collaboratives umgesetzt werden, evaluiert. Dabei handelt es sich um agile Ansätze zur lokalen Identifizierung und Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgung. Zum anderen entwickelte OptiMedis gemeinsam mit der Universität Groningen Businesspläne für die Pilotprojekte, um eine nachhaltige Implementierung und Adaptation in anderen Regionen zu unterstützen.

BigMedilytics

Das EU-Projekt BigMedilytics hat mit 35 Partnern aus 12 Ländern Pilotprojekte zur Anwendung von künstlicher Intelligenz in den Themenbereichen Bevölkerungsgesundheit und chronische Erkrankungen, Onkologie und Prozessoptimierung in der Gesundheitsversorgung umgesetzt. Aufgabe von OptiMedis war es, zusammen mit der INCLIVA Stiftung in Valencia und mit Philips in Eindhoven bessere Methoden zur Vorhersage des Inanspruchnahmeverhaltens von Patient:innen zu entwickeln und zu implementieren. Gemeinsam mit unseren Partnern wurde ein sehr umfassender Datensatz der Region Valencia in Spanien ausgewertet, der neben den üblichen Versorgungsdaten auch detaillierte klinische Daten sowie Informationen zu individuellem Risikoverhalten enthält. Ziel war es, zu prüfen, wie sich künstliche Intelligenz zu einer besseren Steuerung der Prozesse im Gesundheitssystem einsetzten lässt, dabei Nutzen und Risiken abzuschätzen sowie neue Versorgungsmodelle zu entwickeln.

Strategische Partner
Philips, University of Valencia

Laufzeit: 2018-2021

Weitere Informationen
www.bigmedilytics.eu

 

 

Strategische Partner
Verband der Ersatzkassen, Deutsches Netz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen

Laufzeit: 2020-2021

Weitere Informationen
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Fortbildungssystem Betriebliches Gesundheitsmanagement

Um Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen bei ihren Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung zu unterstützen, haben der Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek), die OptiMedis AG und das Deutsche Netz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen e.V. (DNGfK) gemeinsam ein Fortbildungssystem für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) entwickelt. Es richtet sich an Krankenhäuser, (teil-)stationäre Pflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste. Die von OptiMedis konzipierte strukturierte Seminarreihe wurde in 20 Einrichtungen erprobt. Inhaltlich ging es dabei unter anderem um die Frage, welche betrieblichen Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches BGM geschaffen werden müssen und wie den Beschäftigten ein gesundheitsförderlicher Arbeits- und Lebensstil vermittelt werden kann. Auch gesundes Führen gehörte zu den Themen.

Redesign von Entscheidungsprozessen in der ambulanten Versorgung

Patient:innen sind an medizinischen Entscheidungen kaum beteiligt, Informations- und Entscheidungsprozesse sind schlecht strukturiert und es wird zu wenig dokumentiert. Diese Mängel in der Patientenbeteiligung werden schon lange kritisiert. Die Bertelsmann Stiftung hat daher in Kooperation mit OptiMedis die jetzigen Versorgungsprozesse betrachtet und Erfahrungen und Erwartungen von Patient:innen, Ärzt:innen und Expert:innen analysiert. Das Projekt wurde 2021 abgeschlossen. Das Ergebnis sind Empfehlungen für bessere Information, Kommunikation und Beteiligung, wobei ein besonderer Fokus auf der gemeinsamen Entscheidungsfindung (Shared-Decision-Making) liegt.

Ergebnisse
Die Studie steht als PDF-Datei zum Download auf der Webseite der Bertelsmann Stiftung.

Strategische Partner
Bertelsmann Stiftung

Laufzeit: 2019-2021

Weitere Informationen:
www.bertelsmann-stiftung.de