Kommunale MVZ - OptiMedis AG

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Kommunen (Landkreise, Städte, Gemeinden) haben seit 2015 das Recht, Medizinische Versorgungszentren (MVZ) zu gründen. Von diesem Recht haben bisher bundesweit gut ein Dutzend Kommunen Gebrauch gemacht. Trend steigend. Für Bürgermeister und Landräte gewinnt die Sicherstellung der medizinischen Versorgung an Bedeutung. Doch die hausärztliche Versorgung in vielen Gemeinden droht zu erodieren, weil keine Nachfolger gefunden werden bzw. Einzelpraxen auf dem Land als unattraktiv gelten. Dadurch wird die Sicherstellung der ambulanten Gesundheitsversorgung für die lokalen Entscheidungsträger zu einem Thema der kommunalen Daseinsvorsorge – neben Aufgaben wie Wasser- und Energieversorgung, Abwasser und Müllbeseitigung oder dem Unterhalt von Kindergärten. Für die Bevölkerung ist der Hausarzt die wichtigste Infrastruktureinrichtung vor Ort, wie eine Umfrage des AOK Bundesverbandes zeigt.[1]

Bevor sich Kreise oder Städte auf den Weg zu einem kommunalen MVZ machen, sollten sie dies sorgfältig vorbereiten. Dabei sollten sie sowohl mit allen relevanten Anspruchsgruppen wie Ärzten, Krankenhäusern, Lokalpolitikern und Kassenärztlicher Vereinigung nach Lösungen suchen als auch von der Kommunalaufsicht die MVZ-Trägerschaft prüfen lassen. Die Gründung und Trägerschaft eines kommunalen MVZ sollte immer die Ultima Ratio sein und nur dann erfolgen, wenn alle anderen Wege nicht zum Ziel führen. Kommunen sollten sich frühzeitig mit dem Thema kommunales MVZ auseinandersetzen und nicht erst, wenn der letzte Hausarzt seinen bevorstehenden Ruhestand ankündigt. Eine Vorlaufzeit von bis zu zwei Jahren sollte eingeplant werden.

Wir begleiten Kommunen auf Ihrem Weg zu einem kommunalen MVZ. Mit unserer Erfahrung und Expertise, u. a. im interkommunalen MVZ Vogelsberg gGmbH, können wir alle Phasen des Prozesses abdecken. Dabei können wir auf bereits entwickelte Instrumente und Methoden zurückgreifen:

Vorbereitungs- und Entscheidungsphase

  • Bedarfs- und Versorgungsanalyse
  • Standortfindung und -auswahl
  • Machbarkeitsstudie inklusive betriebswirtschaftlicher Analyse
  • Gespräche mit Anspruchsgruppen wie Ärzten, Krankenhäusern, Lokalpolitikern und Kassenärztlicher Vereinigung
  • Begleitung bei der kommunalrechtlichen Prüfung durch Aufsichtsbehörde

Planungsphase

  • Ansprache und Auswahl möglicher MVZ-Ärzte bzw. abgebender Praxisinhaber
  • Bewertung und Analyse von Praxen
  • Betriebskonzept und -organisation (u. a. Ärztlicher Leiter)
  • Business- bzw. Geschäftsplan
  • Mitwirken am kommunalen Entscheidungsprozess

Gründungsphase

  • Mitwirken am Erstellen einer Satzung
  • Auswahl oder Bestellung Geschäftsführer o. ä.
  • Verhandlungsführung bei Praxisübernahme (Kaufvertrag)
  • Vertragliche Regelungen zur Anstellung von Ärzten und MFA, z. B. im Rahmen eines Betriebsübergangs nach § 613a BGB
  • Personalgewinnung, z. B. Ärzte oder Praxismanager
  • Zulassungsverfahren zur Anstellung von Ärzten sowie zur Genehmigung eines MVZ
  • Akquise von Fördermitteln (Land, Stiftungen)

Geschäftsbesorgung

  • Übernahme Geschäftsführung, u. a. Personal- und Lohnwesen, Praxisorganisation inklusive ITK, Finanzen und Controlling, Praxis- und Patientenmanagement, Marketing
  • Akquise von Fachkräften (Ärzten und MFA)

Mit der Etablierung als kommunales MVZ können Kooperationen mit anderen medizinischen, pflegerischen, sozialen oder kommunalen Diensten angestrebt werden und die Weiterentwicklung des kommunalen MVZ in ein lokales Gesundheitszentrum verfolgt werden. Ferner sind Möglichkeiten zur Teilnahme an Selektivverträgen mit Krankenkassen zu prüfen.

Aufgeführt finden Sie Referenzen bei Planung, Gründung und Management eines kommunalen MVZ bzw. Weiterentwicklung in Richtung Lokales Gesundheitszentrum:

  • MVZ Vogelsberg gGmbH: Planung, Gründung und Management des ersten interkommunalen MVZ in Hessen, das 2020 vom Vogelsbergkreis und den Gemeinden Grebenhain und Freiensteinau an zwei Standorten gegründet worden ist.

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  • Zentrum der Medizinischen Versorgung Darmstadt-Dieburg (MVZ) GmbH: Projektleitung bei der Weiterentwicklung des MVZ in ein lokales Primärversorgungszentrum u. a. mit Fördermitteln der Robert Bosch Stiftung („PORT Patientenzentrierte Zentren zur Primär- und Langzeitversorgung“).

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Wie wir Kommunen zur Sicherung der Gesundheitsversorgung sonst noch unterstützen können, erfahren Sie hier.