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OptiMedium Dezember 2018

Internationales Ausbildungsprogramm HealthPros gestartet: Zwei Doktoranden bei OptiMedis

Durch die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens in Richtung einer patientenzentrierten und am Outcome orientierten Versorgung gibt es international einen hohen Bedarf an Experten. Gefragt sind Fachkräfte, die multidisziplinäres Fachwissen aus Bereichen wie Medizin, Sozialwissenschaften, Informatik und Gesundheitspolitik vereinen und dieses in innovative Maßnahmen umsetzen können.

Im Rahmen des durch die Europäische Kommission geförderten Marie-Curie-Trainingsnetzwerks für “Healthcare Performance Intelligence Professionals” (HealthPros) werden seit Sommer 2018 solche neuen Fachkräfte für die Arbeit im Gesundheitswesen ausgebildet. OptiMedis zählt zu den wissenschaftlichen Partnern von HealthPros und hat zwei der insgesamt 13 Doktorandenstellen vergeben. Die OptiMedis-Doktoranden werden von Dr. Oliver Gröne (OptiMedis) und Prof. Dr. Jonas Schreyögg (Hamburg Centre for Health Economics) betreut.

Die ausgewählten Doktoranden lernen während des dreijährigen Vollstipendiums vorrangig, Gesundheits- und Versorgungsdaten effektiv zu nutzen, mit strategischen Planungsentscheidungen zu verknüpfen und Governance-Mechanismen zur Leistungsverbesserung anzuwenden. Es werden innovative Methoden entwickelt, die auf die Gesundheitssysteme verschiedener Länder wie Niederlande Dänemark, Deutschland, England, Italien, Ungarn und Kanada übertragen werden können.

Vorstellung der OptiMedis-Doktoranden: Sophie Wang und Nicolás Eduardo Larrain

Sophie WangSophie WangSophie Wang aus Kanada wird OptiMedis die kommenden drei Jahre im Rahmen ihrer Promotion als Junior Analystin unterstützen. Sie hat einen Masterabschluss in Public Health von der kanadischen Simon Fraser University (Vancouver) und ist sehr daran interessiert, Lücken in der Wissensmobilisierung zu schließen und die Rollen von Datenanalyse und -visualisierung bei der Planung von Gesundheitsversorgung zu fördern, insbesondere in der heutigen Big-Data-Wirtschaft. Derzeit konzentriert sich ihre Arbeit auf das Verständnis, wie Verhaltensökonomie zur Verbesserung der Gesundheitssystemleistung eingesetzt werden kann. Bei OptiMedis wird sie u. a. Konzepte aus der Verhaltensökonomie anwenden, um Leistungsberichte in integrierten Versorgungssystemen zu entwerfen und deren Einsatz zu verstärken.

In Vancouver leitete Sophie verschiedene Initiativen zur Neugestaltung des Gesundheitssystems. Dazu gehörten Projekte zur Verbesserung der Versorgungsqualität durch das Engagement von Ärzten bei Initiativen zur Qualitätsverbesserung im Gesundheitswesen der Vancouver Physician Staff Association sowie Evaluationen überregionaler Initiativen zur Patienteneinbeziehung beim BC Patient Safety and Quality Council. Außerdem übernahm sie die Planung einer regionalen integrierten Gesundheitsversorgung durch Zusammenarbeit mit den Stakeholdern zur Erstellung von Landkarten und zur Visualisierung von Gesundheitsdaten.

Nicolas LarrainNicolás Eduardo LarrainNicolás Eduardo Larrain aus Chile unterstützt das OptiMedis-Team ebenfalls als Junior Analyst. Seinen Master hat er an der SDA Bocconi School of Management in “International Healthcare Management Economics and Policy” absolviert. Nicolás arbeitet an der Entwicklung innovativer Methoden zur Messung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit integrierter Gesundheitssysteme. Seine Motivation ist es, den vollen Wert der integrierten Gesundheitsversorgung zu verstehen sowie die wichtigsten Hebel und Determinanten der Systemleistung zu identifizieren. Dabei ist sein Ziel, bessere Informationen zu liefern, um mögliche Optimierungsmaßnahmen zu priorisieren und die Entscheidungsfindung in den Gesundheitssystemen zu verbessern. Der Schwerpunkt seiner Forschungstätigkeit liegt in der Auswertung großer Datenmengen für die Implementierung von Simulations- Modellierungstechniken in integrierte Versorgungssysteme.

Zuvor war Nicolás u. a. als Mitarbeiter im Bereich Forschung und Umfrage im Abdul Latif Jameel Poverty Action Lab (Massachusetts Institute of Technology- MIT) tätig. Er leitete die Umsetzung eines Impact-Evaluierungsprojekts zum Verständnis von Determinanten für Finanzverhalten und der Wirksamkeit einschlägiger Richtlinien in einkommensschwachen Haushalten.

HealthPros-Trainingswoche in Amsterdam

Anfang November fand in Amsterdam das erste Treffen des HealthPros-Netzwerks statt, bei dem die international rekrutierte Gruppe von Doktoranden zum Auftakt ihres dreijährigen, kollaborativen Trainingsprogramms zusammenkam. In den interaktiven Workshops zu den Schwerpunkten Projektmanagement, Kommunikation und Karriereentwicklung lernten die Stipendiaten mehr über das Management von Forschungsprojekten: Wie wird zum Beispiel die rechtzeitige Lieferung von Produkten sichergestellt oder in welcher Form ein Laienpublikum über Forschungsprojekte informiert.

Health ProsDie Doktoranden des HealthPros-Trainingsnetzwerks. Foto: privatAn zwei Tagen trafen bei einem ersten Community-Event alle assoziierten Partner, Forscher und Netzwerkmitglieder mit den Doktoranden zusammen. In mehreren Runden mit kurzen Pitches und während der Networking-Zeiten hatte jeder die Möglichkeit, mehr über die Arbeit des anderen zu erfahren und Bereiche möglicher Zusammenarbeit zu diskutieren. Ein "Speed-Dating" bot den Teilnehmern zudem die Möglichkeit, eine Vielzahl von niederländischen Organisationen zu treffen – von öffentlichen Organisationen über private Beratungsunternehmen bis hin zu Versicherungsgesellschaften.

An den letzten Tagen des Trainings nahmen die Stipendiaten zusammen mit anderen Doktoranden der Universität Amsterdam an Workshops zu Ethik, Datenschutz und rechtlichen Überlegungen in der Forschung teil. In diesem Rahmen hatten sie die Möglichkeit, ihre Arbeit vorzustellen, und sich gegenseitig Feedback zu geben.

Natürlich wäre ein Treffen in Amsterdam nicht vollständig ohne am Wochenende Windmühlen in Aktion zu sehen, etwas über die niederländische Geschichte zu lernen, leckere “Pannenkoeken” und Käsesorten zu probieren. Noch aufregender wurde die Reise durch die Begleitung von Prof. Dr. Jeffrey Braithwaite, dem Gründer des Australian Institute of Health Innovation und des gewählten Präsidenten der International Society for Quality in Healthcare (ISQUa), der als einer der führenden Wissenschaftler spannenden Input gab.

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