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Neue Fördertöpfe für Versorgungsinnovationen

Viele Besucher des Kongresses interessierten sich für die Fördermöglichkeiten für Netze.Viele Besucher des Kongresses interessierten sich für die Fördermöglichkeiten für Netze.Wer als regionales Gesundheitsnetz innovative Projekte finanzieren möchte, dem stehen verschiedene Fördermöglichkeiten offen. Dies war die Quintessenz unseres Workshops auf dem diesjährigen Kongress für Gesundheitsnetzwerker in Berlin. Knapp 50 Interessierte erhielten zu Beginn von unserem Mitarbeiter Ulf Werner einen Überblick über die vielfältigen Fördertöpfe der Länder, des Bundes und der EU zur Innovationsförderung. Er unterstrich, dass bei der Verleihung des Preises für Gesundheitsnetzwerker am Vormittag deutlich wurde, wie sinnvoll Netze die Fördermittel ihres jeweiligen Bundeslandes nutzen können. Beide Preisträger, die Solimed aus Solingen und das Gesundheitsnetz Frankfurt/Main, konnten ihre Projektinnovationen nur dank der Zuschüsse des Landes NRW bzw. Hessen realisieren. Dargestellt wurde auch die Förderung im Rahmen des Innovationsfonds, der mit dem Versorgungsstärkungsgesetz in Kraft tritt. Die Richtung ist bekannt und das Förderverfahren und die Förderkriterien werden in der zweiten Jahreshälfte vom G-BA ausgearbeitet. Ob der Fonds auch für einzelne Netze oder aber besser für Zusammenschlüsse mehrerer Netze interessant sein wird, werden wir im Herbst erfahren.

Im Anschluss daran erfuhren die Zuhörer von Dr. Bernadette Klapper mehr über die Grundsätze und Förderprogramme der Robert-Bosch-Stiftung. Die Stuttgarter Stiftung hat allein im vergangenen Jahr Projekte unter anderem aus dem Bereich Gesundheit mit knapp 70 Mio. Euro gefördert. Eine Drittmittelförderung ist dabei möglich. Die aktuellen Förderschwerpunkte im Gesundheitsbereich liegen zum einen in der Versorgung von chronisch kranken Menschen und zum anderen in der Regionalisierung der Versorgung.

Der letzte Vortrag kam von der Beratungsgesellschaft empirica, mit der wir u.a. im Kinzigtal bei mehreren EU-Projekten kooperieren. Senior-Berater Reinhard Hammerschmidt zeigte auf, was bei der Antragstellung und Mittelverwendung von Förderprojekten zu beachten ist und welchen „Gesetzen“ diese unterliegen (siehe auch Bericht in der Ärzte Zeitung). Dabei wurde deutlich, dass auch Netze mit wenig Erfahrung mit dem richtigen Partner an ihrer Seite erfolgreich Fördergelder beantragen können.

Die drei Vorträge boten den Teilnehmern einen ersten Einstieg in das Thema Fördermittel und beleuchteten verschiedene Förderebenen und Facetten. Der Workshop verdeutlichte, dass Fördermittel für regionale Gesundheitsnetze eine wichtige Säule zur Finanzierung innovativer Versorgungsprojekte darstellen können.

Wir werden uns mit diesem Thema auch in Zukunft beschäftigen und planen weitere Veranstaltungen ab der zweiten Jahreshälfte. Für regionale Netze halten wir zudem eine Förderdatenbank bereit, in der die Programme der Länder, des Bundes, der EU sowie von Stiftungen aufgeführt werden. Zu der Förderdatenbank und den Vorträgen des Workshops gelangen Sie hier oder Sie senden eine E-Mail an u.werner@optimedis.de.