Expert Board
Wo Expertise auf Innovation trifft
Komplexe Herausforderungen im Gesundheitswesen brauchen viele Perspektiven. Mit dem neuen Expert Board erweitert OptiMedis den Blick auf zentrale Themen der Gesundheitsversorgung – durch den Austausch mit erfahrenen Fachleuten aus Medizin, Ökonomie und Versorgungspraxis.
Die Mitglieder bringen ihre wissenschaftliche und praktische Expertise in ausgewählte Projekte ein und geben Impulse für die Weiterentwicklung unserer Ansätze. Sie bereichern damit bestehende Prozesse und fördern den Dialog über innovative und zugleich praxistaugliche Lösungen.
Das Expert Board versteht sich außerdem als Plattform für fachlichen Austausch und Vernetzung – zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis. Seine Mitglieder engagieren sich in Diskussionen, Vorträgen und Publikationen und tragen so dazu bei, neue Ideen in die Versorgung zu bringen.
Weiter unten stellen wir alle Mitglieder mit Kurzprofil, Foto und einem persönlichen Statement vor.
Nikola Biller-Andorno
Nikola Biller-Andorno, MD, PhD, MHBA, ist seit 2005 ordentliche Professorin für Biomedizinische Ethik und leitet das Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte der Universität Zürich (Schweiz). In Forschung, Lehre und Beratung – unter anderem für nationale Regierungen, die Europäische Kommission und die Weltgesundheitsorganisation – widmet sie sich der Transformation von Gesundheitssystemen im Zuge technologischer Dynamik, demografischer Veränderungen und komplexer Krisen. Ihr Interesse gilt insbesondere der Gestaltung integrierter Versorgungs- und Steuerungsmodelle, in denen Innovation verantwortungsvoll verwirklicht wird, Governance fair gestaltet ist und Entscheidungen in klinischen Kontexten wie im öffentlichen Gesundheitsbereich ethisch fundiert getroffen werden.
„Ich engagiere mich im Expert Board von OptiMedis, weil evidenzbasierte, ethisch fundierte und patientenorientierte Transformationsprozesse eine gemeinsame strategische Orientierung brauchen. Ich möchte dazu beitragen, dass innovative Versorgungsmodelle nicht nur wirksam, sondern auch fair, verantwortungsvoll und gesellschaftlich tragfähig gestaltet werden. Besonders ansprechbar bin ich für Fragen zu Ethik in der Transformation des Gesundheitswesens, verantwortungsvoller Digitalisierung, Governance-Fragen sowie evidenzbasierten Entscheidungsprozessen in klinischer und populationsbezogener Versorgung.“
Matthias Frinken
Matthias Frinken, Dipl.-Ing., Bauassessor (Städtebau), Architekt und Stadtplaner (AK Hamburg), ist seit 1992 freiberuflich tätig – u. a. mit plankontor stadt & gesellschaft in Hamburg, der GSW Brandenburg und Tetra-Ing. Neuruppin. Zuvor war er Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Wohnungsbau und Stadtteilplanung (IWOS) der TU Berlin und arbeitete im Büro Lindener Baukontor in Hannover. Er studierte Architektur an der TU Berlin (Diplom 1981) und legte 1985 das 2. Staatsexamen in Hannover ab. Lehraufträge hatte er u. a. an der TU Berlin, TU Harburg und 2025 an der HCU Hamburg zum Thema „Skizzen für eine Gesunde Stadt“ (veröffentlicht in PlanerIn 5/2025). Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Stadtsanierung, Soziale Stadt, Gesunde Stadt, soziale Infrastruktur, Wohnungsfragen, energetische Stadterneuerung und integrierte Stadtentwicklung.
„Gern bin ich Mitglied im Expert Board, weil mich besonders die Umsetzung der Ziele von HiaP, der SDG`s sowie der interdisziplinären Arbeit von OptiMedis in einen qualitätvollen gesunden Lebensraum in unseren urbanen Zusammenhängen interessiert. In großen wie in kleinen Städten und Gemeinden. Die Gesunde Stadt ist dann auch eine Schöne Stadt!“
Martin Härter
Martin Härter studierte Psychologie und Humanmedizin an den Universitäten Würzburg, Padua und Freiburg. Nach Promotionen in Psychologie und Medizin habilitierte er 2001 an der Universität Freiburg. Von 2004-2008 leitete er die Sektion für Klinische Epidemiologie und Versorgungsforschung an der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Freiburg. Seit 2008 ist er Direktor des Instituts und der Poliklinik für Medizinische Psycho-logie und seit 2017 Co-Direktor des Instituts für Psychotherapie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Von 2016-2024 war er wissenschaftlicher Leiter des Ärztlichen Zent-rums für Qualität in der Medizin, Berlin. Seit 2017 ist er Sprecher des Hamburger Netzwerks für Versorgungsforschung, seit 2022 Hauptgeschäftsführer des Deutschen Netzwerks Versorgungsforschung. Er war Gründungspräsident der International Shared Decision Making Society (2018-2022). Wissenschaftliche Schwerpunkte sind psychische Störungen bei körperlichen Erkrankungen, Psychoonkologie, Depression, patientenzentrierte Medizin und die Evaluation innovativer Versorgungsformen bei chronischen Erkrankungen.
„OptiMedis steht für intelligente und innovative Versorgungsmodelle, die im Gesundheitswesen mehr denn je gefragt sind. Gerne setze ich mich dafür ein, dass diese Erfolgsgeschichte weitergeht.“
Prof. Dr. med. Thomas Kersting
Prof. Dr. med. Thomas Kersting ist Facharzt für Anästhesiologie mit Zusatzweiterbildung in spezieller anästhesiologischer Intensivmedizin sowie MBA im Bereich General Management. Er verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung als Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor gemeinnütziger Krankenhäuser, u. a. bei den DRK Kliniken Berlin und der DIAKOVERE gGmbH. Seit 2004 lehrt er als Professor für Krankenhausmanagement an der Technischen Universität Berlin. Heute ist er geschäftsführender Gesellschafter des ITC – Institut TakeCare GmbH und als Berater, Interimsmanager und Gutachter tätig. Seine Schwerpunkte liegen in der Krankenhausplanung, Strategieentwicklung, operativem Management, Fusionen und der Umsetzung innovativer Versorgungskonzepte. Darüber hinaus begleitet er Unternehmen bei Marktzugang, Nutzenbewertung und Erstattungsverfahren für Medizinprodukte und digitale Gesundheitsanwendungen. Er ist zertifizierter Qualitätsmanager nach EFQM und den Richtlinien der Bundesärztekammer.
„Seit vielen Jahren verfolge ich das Engagement von OptiMedis in vielen Bereichen des Gesundheitswesens und bin immer wieder beeindruckt von der Schnelligkeit, mit der sich abzeichnende Entwicklungen und Innovationen in praktischen Projekten abgebildet und umgesetzt werden. Ich würde gerne mit meiner Expertise aus der (v.a. stationären) Gesundheitsversorgung sowie dem Innovationsfeldern in der Medizin versuchen, Synergieeffekte mit der OptiMedis herzustellen.“
Dr. Monika Schliffke
Dr. Monika Schliffke ist Fachärztin für Allgemeinmedizin mit langjähriger Erfahrung in der ambulanten Versorgung und im ärztlichen Selbstverwaltungswesen. Nach ihrem Medizinstudium und der Promotion an der Medizinischen Hochschule Hannover war sie von 1982 bis 2012 als niedergelassene Hausärztin in Ratzeburg tätig. Parallel übernahm sie vielfältige Funktionen innerhalb der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH), u. a. als Kreisstellenvorsitzende, Mitglied der Abgeordnetenversammlung und schließlich von 2012 bis 2024 als Vorstandsvorsitzende. Zusätzlich qualifizierte sie sich mit einem Diplom in Gesundheitsökonomie und engagierte sich im Praxisnetz Herzogtum Lauenburg sowie in der Notdienstorganisation. Seit 2024 ist sie projektbezogen tätig, u. a. als Mitglied im Landesausschuss Ärzte und Krankenkassen Schleswig-Holstein und im Kontaktstudium Jura an der Universität Hamburg. Seit 2025 arbeitet sie als freie Mitarbeiterin für OptiMedis.
„Das Expert Board öffnet die Option, das eigene Wissen aus ärztlicher Tätigkeit, Gremien- und Netzarbeit und zwölf Jahren Vorstandsvorsitz einer Kassenärztlichen Vereinigung in Dialoge und Networking einzubringen. Unser Gesundheitssystem ist es wert, auch mit innovativen, digitalen und intersektoralen neuen Impulsen sich für die Zukunft einer qualitativ hochwertigen und patientenbezogenen Versorgung einzusetzen.“
Prof. Dr. Philipp Walther
Prof. Dr. Philipp Walther verfügt über langjährige Expertise in der Planung und praxisorientierten Umsetzung regionaler Versorgungsstrukturen. In dem von ihm initiierten Gesundheitsnetzwerk Gesundes Ostfriesland e.V. werden innovative Projekte zur Gesundheitsversorgung und Digitalisierung sowie Gesundheitsförderung und Prävention umgesetzt. Im internationalen Kontext hat er zudem langjährig im post-sowjetischen Raum in Projekten zu telemedizinischen Versorgungskonzepten wie der Tele-ICU in Usbekistan mit dem Robert-Koch-Institut gearbeitet. Er ist Professor für Gesundheitsmanagement an der Hochschule Fresenius und Vorstand Gesundes Ostfriesland e.V. Aktuelle Publikationen sind „Digitale Gesundheitsregionen“ (2024) und „Kommunale Versorgungsanalyse und -Planung“ (2025) im medhochzwei Verlag.
„Vor dem Hintergrund der weitreichenden Veränderungen der stationären Versorgungsstrukturen bedarf es auch regionaler, individueller medizinisch-pflegerischer Lösungen. Versorgung muss hier gemeinsam neu gedacht und umgesetzt werden. OptiMedis ist hierbei seit vielen Jahren Vorreiter und daher unterstütze ich hier mit meiner Expertise im Expert-Board.“
Michael Weller
Michael Weller ist Gesundheitssystemexperte mit jahrzehntelanger Erfahrung in leitenden Funktionen auf Bundesebene. Bis Juni 2025 war er Abteilungsleiter für Krankenversicherung, Gesundheitsversorgung und Krankenhaus im Bundesministerium für Gesundheit. Zuvor leitete er den Stabsbereich Politik im GKV-Spitzenverband und war langjähriger Geschäftsführer Politik beim AOK-Bundesverband. Seine berufliche Laufbahn begann er im GKV-System, unter anderem beim GKV-Verband und in verschiedenen Positionen bei Krankenkassen. Als Grundsatzreferent für Gesundheitspolitik arbeitete er zudem für die SPD-Bundestagsfraktion. Seine Schwerpunkte liegen in der regionalen Versorgungsstruktur, der gesetzlichen Krankenversicherung, Krankenhausfinanzierung, Digitalisierung sowie der gesundheitsökonomischen Bewertung von Versorgungsmodellen.
„Ich möchte dazu beitragen, dass gute regionale gesundheitliche Versorgungskonzepte in der Region für die Region entwickelt und umgesetzt werden. Ziel muss es dabei auch sein, dass gut etablierte, funktionierende und empfehlenswert evaluierte Leuchtturmprojekte bundesweit ausgerollt werden. Hierfür gilt es die notwendigen versorgungspolitischen Rahmenbedingungen zu schaffen.“
Prof. Dr. habil. Thomas Klie
Prof. Dr. habil. Thomas Klie als Hochschullehrer, Autor und Rechtsanwalt. Der Leiter des Instituts AGP Sozialforschung in Freiburg/Berlin, Justiziar der VdPB München.
„OptiMedis ist ein Innovationstreiber und –partner im deutschen Gesundheitswesen mit Durchhaltevermögen.“
Dr. Thomas Götz
Dr. Thomas Götz, Jg. 1972, Staatssekretär a.D. Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie & Facharzt für Öffentliches Gesundheitswesen. Nach dem Medizinstudium in Freiburg i.B. und klinisch-wissenschaftlicher Arbeit im In- und Ausland war er von 2012 – 2016 Leiter der Abteilung Psychiatrie des Gesundheitsamtes in Frankfurt/M. und von 2016 – 2021 Landesbeauftragter für Psychiatrie des Landes Berlin. 2021 – 2023 wirkte er als Staatsekretär für Gesundheit und Pflege im Land Berlin. Nach dem Ausscheiden aus dem Amt infolge eines Regierungswechsels engagierte er sich im Vorstand der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit. In 2024 war er erneut als Staatssekretär für Gesundheit und Soziales in Brandenburg bis zum Regierungswechsel tätig. Seitdem ist er als freiberuflicher Berater tätig.
„Durch meine klinische Expertise und Führungserfahrungen in Verwaltungen auf kommunaler und Landesebene verfüge ich über ausgeprägte Kenntnisse der aktiven Gestaltung von Verwaltungs- und Politikprozessen mit einem Fokus auf gesundheitlichen und sozialen Versorgungsstrukturen und deren Transformation. Dies ergänzt sich bestens mit dem evidenz-basierten systemischen Ansatz einer vernetzten und Werte-basierten Versorgung, den OptiMedis verfolgt, um aus Schnittstellen Nahtstellen zu machen.“
Prof. Dr. Josef Hilbert
Prof. Dr. Josef Hilbert (geb. 1954) ist Direktor emeritus des Institut Arbeit und Technik (IAT) in Gelsenkirchen. Hier war er u.a. als geschäftsführender Direktor und als Leiter des Forschungsschwerpunkts Gesundheitswirtschaft und Lebensqualität tätig. Er promoviert in Soziologie, habilitierte in Berufspädagogik und Gesundheitsökonomie und lehrte als Honorarprofessor an den Fakultäten Medizin und Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. Ehrenamtlich ist Hilbert Vorsitzender des Netzwerk Deutsche Gesundheitsregionen | NDGR e.V. und darüber hinaus engagiert er sich als wiss. Co-Leiter des Gesundheitskongress des Westens (GdW) in Köln und des Europäischen Gesundheitskongress München (EGKM).
„In einer Zeit, in der in Deutschland viel darüber debattiert wird, wieviel Gesundheit und Altern wir uns leisten können, wird es Zeit herauszuarbeiten, dass es v.a. auf der regionalen Ebene viel Erfahrung und Gestaltungskraft gibt, um mehr Gesundheit zu wagen. Und je mehr evidenzbasierte Klarheit wir über regionale Gestaltungsmöglichkeiten haben, desto wichtiger wird es, die positiven Erfahrungen zu verbreitern und zu vertiefen.“