BonVenture-Partner Jochen Herdrich. Foto: BonVenture

Das auf sozialen Nutzen ausgerichtete Unternehmen für Management, Analytik und Forschung im Gesundheitswesen stellt sich damit für die stark gestiegene Nachfrage nach bedarfs- und patientenorientierten und gleichzeitig wirtschaftlich nachhaltigen Lösungen im Gesundheitssystem auf.

„Die Zeit ist reif für den Wandel der fragmentierten, auf Krankheiten ausgerichteten Gesundheitsversorgung von heute hin zu einem echten Gesundheitswesen, in dem Ärzte und Gesundheitsdienstleiter zusammen mit der lokalen Bevölkerung Gesundheit generieren und daran gemessen werden“, so Jochen Herdrich, Partner des Münchener Impact-Investors BonVenture. „Dieses Modell verbessert die Gesundheit der Bevölkerung, fördert Prävention und Patientenzufriedenheit und senkt nicht zuletzt die Gesundheitskosten. OptiMedis ist in diesem Feld Marktführer in Deutschland und der nachgewiesene Social Impact überzeugt uns sowohl von der Qualität als auch von der finanziellen Nachhaltigkeit der regionalen Lösungen“, erläutert Herdrich weiter.

Ziel bleibt die Entwicklung eines nachhaltigen und patientengerechten Gesundheitswesens

Wie sehr das Thema Gesundheit alle Bereiche unserer Gesellschaft, des Zusammenlebens und auch der Wirtschaft bestimmt, hat die Corona-Pandemie den Verantwortlichen zuletzt noch einmal deutlich ins Gedächtnis gerufen: Entscheidungsträger, z. B. von Krankenhausträger-, Kommunen- oder Ärztenetzseite, suchen – ebenso wie die politisch Verantwortlichen – nach überzeugenden Konzepten für eine zukunftsfeste Gesundheitsversortung.

OptiMedis-Vorstandsvorsitzender Dr. h. c. Helmut Hildebrandt

Team erweitern, Modell skalieren und neue Innovationen entwickeln

Die erfolgreiche Finanzierungsrunde ermöglicht nun die weitere Skalierung des international erprobten und auf sozialen Nutzen ausgerichteten Versorgungsmodells von OptiMedis sowie die Entwicklung neuer, innovativer Lösungen und Produkte im Bereich der Gesundheitsförderung und Restrukturierung der Versorgung.

Das unternehmensübergreifende Wachstum ist dabei dreidimensional ausgerichtet: Zum einen wird das Team künftig von weiteren Profis aus den Bereichen Versorgungsforschung und Analytik, Gesundheitswissenschaften- und -ökonomie sowie der Projekt-, Produkt- und Organisationsentwicklung verstärkt. Zum anderen wird neben neuen (Forschungs-)Projekten im In- und Ausland ein Roll-Out des populationsorientierten OptiMedis-Modells in weitere Regionen Deutschlands, so u. a. in Bochum-Wattenscheid, in Brandenburg und in der Pfalz sowie in den europäischen Nachbarländern, wie in Ostbelgien, vorbereitet. „Als dritten Baustein erweitern wir unseren Bereich der Innovationsförderung, damit künftig smarte, digitale Lösungen im regionalen Versorgungskontext eine reale Unterstützung werden“, skizziert Hildebrandt die angestoßenen Pläne.

Extrainfo: Impact Investing

„Unter Impact Investing (dt. Wirkungsorientiertes Investieren) versteht man Investitionen in Unternehmen, Organisationen und Fonds, mit der gezielten Absicht, neben einer positiven finanziellen Rendite messbare, positive Auswirkungen auf die Umwelt oder die Gesellschaft zu erzielen. Die soziale bzw. ökologische Wirkung ist Teil der Investmentstrategie und wird gemessen. Damit unterscheidet sich Impact Investing sowohl von klassischen, rein renditegetriebenen Anlagen als auch von Spenden, d.h. Impact Investing schließt die Lücke zwischen renditeorientierten Investitionen und Spenden für soziale Zwecke. Der entscheidende Unterschied zum Social Responsible Investing sind die explizite Festlegung von Wirkungszielen und die Messung der Wirkung des Investments.“ (Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon 2021, abrufbar unter https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/impact-investing-120058).