Publikationen

Wissen teilen, Innovationen fördern: Wir veröffentlichen – in internationaler Kooperation mit Universitäten und Forschungsinstituten – wissenschaftliche Studien und Fachartikel rund um unsere Arbeit.

Helmut Hildebrandt, Daniel Dröschel

GDNG: Plädoyer für mehr Vertrauen in Krankenkassen

Krankenkassen erhalten mit dem Gesundheitsdatennutzungsgestz (GDNG) die Möglichkeit, ihre Versicherten auf Gefährdungspotenziale hinzuweisen, sofern sie sich aus Abrechnungsdaten ergeben. Sebastian Hofmann sah dies in seinem Beitrag im Observer Gesundheit kritisch und beschrieb es als eine "Methode mit hohem Risikopotenzial". Dr. h.c. Helmut Hildebrandt und Daniel Dröschel schildern hier ihre Sichtweise, unter anderem aufgrund ihrer knapp 20 Jahre langen Erfahrung in populationsorientierten Netzwerken.

In: Observer Gesundheit

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Hildebrandt, H., Dröschel, D. (2024). GDNG: Plädoyer für mehr Vertrauen in Krankenkassen. In: Observer Gesundheit, 20.02.2024.
Heike Köckler, Anne Roll, Michael Wessels, Helmut Hildebrandt

Gesundheitskiosk: Konzepte, Erfahrungen und Perspektiven

Dieses Buch beschreibt den aktuell diskutierten und vereinzelt erprobten Ansatz der Gesundheitskioske. Gesundheitskioske stellen ein innovatives Angebot im Gesundheitsbereich dar, da sie den Zugang zu Versorgung, Prävention und Gesundheitsförderung insbesondere für solche Communities erhöhen, die sich mit Zugangsbarrieren konfrontiert sehen. Zugangsbarrieren können in der Kenntnis des Gesundheitssystems, Sprachkompetenz oder fehlenden gesundheitsbezogenen Angeboten in der unmittelbaren Wohnumgebung liegen. In diesem Essential wird die Vielfalt der aktuellen Ansätze aus einer gesundheitsökonomischen, sozialräumlichen und pflegerischen Perspektive vor dem Hintergrund eigener Erfahrung im Aufbau und der Implementierung von Kiosken beschrieben. Denn zur Umsetzung eines Gesundheitskiosks ist immer eine spezifische Lösung am jeweiligen Ort zu entwickeln.

In: Springer Gabler

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Köckler, H., Roll, A., Wessels, M., Hildebrandt, H. (Hrsg.) (2024). Gesundheitskiosk: Konzepte, Erfahrungen und Perspektiven. Springer Gabler, Wiesbaden.
Heike Köckler, Helmut Hildebrandt, Michael Wessels

Ausgangslage

Gesundheitskioske sind eine Innovation im Gesundheitssystem mit neuen Angeboten an neuen Orten für eine zunehmend diversere Gesellschaft. Nach ersten Modellvorhaben liegt ein Gesetzesentwurf vor, der die Handlungsmöglichkeiten von Kommunen erhöht, in Zusammenarbeit mit gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen einen Beitrag zu mehr kontextspezifischer Gesundheitsförderung, Prävention und Gesundheitsversorgung zu leisten. Dieser Band skizziert die Hintergründe und Rahmenbedingungen, in denen Gesundheitskioske bereits implementiert wurden und zukünftig weiter zu implementieren sind.

In: Gesundheitskiosk. Konzepte, Erfahrungen und Perspektiven

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Köckler, H., Hildebrandt, H., Wessels, M. (2023). Ausgangslage. In: Köckler, H., Roll, A., Wessels, M., Hildebrandt, H. (Hrsg.). Gesundheitskiosk. Konzepte, Erfahrungen und Perspektiven. Springer Gabler, Wiesbaden. S. 1-4. https://doi.org/10.1007/978-3-658-43666-7_1
Helmut Hildebrandt, Anja Stührenberg, Michael Wessels

Betreibermodelle von Gesundheitskiosken

Wer einen Gesundheitskiosk betreiben möchte, muss eine Trägergesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit gründen. Je nach Zweck der Gesellschaft und Anzahl der Gesellschafter sollte die Rechtsform der Trägergesellschaft gewählt werden. Denkbar ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH), eine eingetragene Genossenschaft (eG) oder ein eingetragener Verein, dessen Vorstand dann allerdings gewisse Haftungsrisiken eingehen müsste.

In: Gesundheitskiosk. Konzepte, Erfahrungen und Perspektiven

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Hildebrandt, H., Stührenberg, A., Wessels, M. (2023). Betreibermodelle von Gesundheitskiosken. In: Köckler, H., Roll, A., Wessels, M., Hildebrandt, H. (Hrsg.). Gesundheitskiosk. Konzepte, Erfahrungen und Perspektiven. Springer Gabler, Wiesbaden. S. 31-34. https://doi.org/10.1007/978-3-658-43666-7_6
Heike Köckler, Michael Wessels

Angebotsspektrum eines Gesundheitskiosks

Es sind vor allem Barrieren im Zugang zu den Leistungen des Gesundheitssystems sowie der Aufbau von Gesundheitskompetenz und Gesundheitsförderung, die das Angebotsspektrum eines Gesundheitskiosks ausmachen. Ein Gesundheitskiosk sollte immer auch im Hinblick auf seine sozialräumliche Einbindung konzipiert und dimensioniert werden. Dies bedeutend, Angebote communityspezifisch und barrieresensibel entsprechend des jeweiligen Sozialraums zu gestalten und aufsuchende Arbeit in das Angebot aufzunehmen.

In: Gesundheitskiosk. Konzepte, Erfahrungen und Perspektiven

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Köckler, H., Wessels, M. (2023). Angebotsspektrum eines Gesundheitskiosks. In: Köckler, H., Roll, A., Wessels, M., Hildebrandt, H. (Hrsg.). Gesundheitskiosk. Konzepte, Erfahrungen und Perspektiven. Springer Gabler, Wiesbaden. S. 11-16. https://doi.org/10.1007/978-3-658-43666-7_3
Helmut Hildebrandt, Michael Wessels

Zur Finanzierung eines Gesundheitskiosks

Die grundsätzliche Herausforderung für die Finanzierung von Gesundheitskiosken besteht darin, eine angemessene Beteiligung der Akteure Kommunen, Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und Private Krankenversicherung (PKV) und darüber hinaus eine angemessene Aufteilung zwischen allgemeiner Daseinsfürsorge, d. h. Finanzierung aus Steuermitteln einerseits und Leistungen der Krankenversicherung, d. h. Finanzierung aus Beiträgen der GKV bzw. Prämien der PKV andererseits zu erreichen. Dieser Artikel beschreibt die Finanzierung der aktuell bereits bestehenden Gesundheitskioske und stellt die Planungen des Bundesgesundheitsministeriums dar, wie eine Aufteilung der Finanzierung zwischen den kommunalen Gebietskörperschaften sowie den gesetzlichen und privaten Krankenkassen erfolgen soll.

In: Gesundheitskiosk. Konzepte, Erfahrungen und Perspektiven

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Hildebrandt, H., Wessels, M. (2023). Zur Finanzierung eines Gesundheitskiosks. In: Köckler, H., Roll, A., Wessels, M., Hildebrandt, H. (Hrsg.). Gesundheitskiosk. Konzepte, Erfahrungen und Perspektiven. Springer Gabler, Wiesbaden. S. 25-30. https://doi.org/10.1007/978-3-658-43666-7_5
Helmut Hildebrandt

Vom InnoFonds-Projekt zum Gesetzesentwurf

Der erste Gesundheitskiosk in Deutschland wurde im Rahmen eines vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) geförderten Projektes in Hamburg in den Jahren 2017 bis 2019 in den Stadtteilen Billstedt und Horn errichtet. Dessen Unterstützung für die mehrheitlich sozioökonomisch benachteiligten Bewohnerinnen und Bewohner, die Entlastung der lokalen Ärzteschaft sowie die erfolgreiche Kooperation mit den sozialen und kommunalen Einrichtungen führte in der Evaluation und in der Öffentlichkeit zu einer positiven Bewertung, die auch seitens der Politik aufgenommen wurde und in der Koalitionsvereinbarung von SPD, FDP und Grünen in 2021 seinen Niederschlag fand. Dieser Artikel beschreibt die Entwicklungsgeschichte bis hin zu dem Referentenentwurf eines Gesetzes im Juni 2023, das Gesundheitskioske bundesweit in benachteiligten Regionen unter bestimmten Bedingungen ermöglichen will.

In: Gesundheitskiosk. Konzepte, Erfahrungen und Perspektiven

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Hildebrandt, H. (2023). Vom InnoFonds-Projekt zum Gesetzesentwurf. In: Köckler, H., Roll, A., Wessels, M., Hildebrandt, H. (Hrsg.). Gesundheitskiosk. Konzepte, Erfahrungen und Perspektiven. Springer Gabler, Wiesbaden. S. 5-9. https://doi.org/10.1007/978-3-658-43666-7_2
Helmut Hildebrandt, Anja Stührenberg

Beispiele für Gesundheitskioske

Jede Region ist genauso wie ihre Bevölkerung verschieden und dementsprechend muss auch jeder Gesundheitskiosk eine eigene Ausrichtung haben. Daher sind Gesundheitskioske im ländlichen Raum anders gestaltet als diejenigen im städtischen Raum. Für den ländlichen Raum wird das Beispiel Region Seltenrain im Unstrut-Hainich-Kreis und für die Stadt das Beispiel Billstedt und Horn in Hamburg skizziert.

In: Gesundheitskiosk. Konzepte, Erfahrungen und Perspektiven

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Hildebrandt, H., Stührenberg, A. (2023). Beispiele für Gesundheitskioske. In: Köckler, H., Roll, A., Wessels, M., Hildebrandt, H. (Hrsg.). Gesundheitskiosk. Konzepte, Erfahrungen und Perspektiven. Springer Gabler, Wiesbaden. S. 41-45. https://doi.org/10.1007/978-3-658-43666-7_8
Clemens Moll, Fritz Arndt, Theodoros N. Arvanitis, Nerea Gonzàles, Oliver Gröne, Ana Ortega-Gil, Dolores Verdoy, Janika Blömeke

“It depends on the people!” – A qualitative analysis of contextual factors, prior to the implementation of digital health innovations for chronic condition management, in a German integrated care network

Integrated care and digital health technology interventions are promising approaches to coordinate services for people living with chronic conditions, across different care settings and providers. The EU-funded ADLIFE project intends to provide digitally integrated personalized care to improve and maintain patients’ health with advanced chronic conditions. This study conducted a qualitative assessment of contextual factors prior to the implementation of the ADLIFE digital health platforms at the German pilot site. The results of the assessment are then used to derive recommendations for action for the subsequent implementation, and for evaluation of the other pilot sites.

In: Digital Health

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Moll, C., Arndt, F., Arvanitis, T. N., Gonzàles, N., Groene, O., Ortega-Gil, A., Verdoy, D., Bloemeke, J. (2023). "It depends on the people!” A qualitative analysis of contextual factors, prior to the implementation of digital health innovations for chronic condition management, in a German integrated care network. In: Digital Health 09/2023. https://www.doi.org/10.1177/20552076231222100
Carina Lummer, Carsten Eggers, Andreas Becker, Fenja Demandt, Tobias Warnecke

Interdisciplinary network care collaboration in Parkinsons’s disease: a baseline evaluation in Germany

The strengthening of interdisciplinary care collaboration in Parkinson’s disease is taking on increasing importance in daily medical routine. Therefore, care providers worldwide are organizing themselves in disease-specific regional network structures. However, the existing networks are heterogeneous, and the driving key players are yet unidentified. To systematically identify key factors of the composition of health care professionals, who are initially interested in the development of a Parkinson network for interdisciplinary care collaboration, their motivation, and expectations, a basic evaluation was conducted in three different German regions.

In: Neurological Research and Practice

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Lummer, C., Eggers, C., Becker, A., Demandt, F., Warnecke, T. (2024). Interdisciplinary network care collaboration in Parkinsons's disease: A baseline evaluation in Germany. In: Neurological Research and Practice, 6/2024. https://doi.org/10.1186/s42466-023-00300-5
Elmar Stegmeier, Uwe Borchers, Anke Siebdrat, Anja Stührenberg, Alexander Thomas, Elena Zarges

Community Health und Patientenlots:innen. Ein Werkstattbericht zum Case Management in ländlichen Räumen von der 18. Jahrestagung der DGCC

Das Prinzip des Case Managements steht im ländlichen Raum vor besonderen Anforderungen, bietet aber Potentiale sowohl für individuelle als auch systematische Bewältigungsstrategien. Insbesondere Community Health und Patientenlots:innen werden als "neue" Lösungsansätze breit diskutiert.

In: Case Management

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Stegmeier, E., Borchers, U., Siebdrat, A., Stührenberg, A., Thomas, A., Zarges, E. (2023). Community Health und Patientenlots:innen. Ein Werkstattbericht zum Case Management in ländlichen Räumen von der 18. Jahrestagung der DGCC. In: Case Management, 04/2023, medhochzwei Verlag, Heidelberg. S. 164-167.
Oliver Gröne

Gesundheitssysteme für planetare Gesundheit

Wenn unsere Gesundheitssysteme sowohl zur menschlichen als auch zur planetaren Gesundheit beitragen sollen, stehen wir vor enormen Herausforderungen. Die Komplexität und das Ausmaß der notwendigen Veränderungen werden deutlich, wenn wir uns allein die Dimension der Reduktion von klima- schädlichen Emissionen im Gesundheitswesen anschauen.

In: Witten Lab Magazin

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Gröne, O. (2023). Gesundheitssysteme für planetaren Gesundheit. In: Witten Lab Magazin, 04/2023, Private Universität Witten/Herdecke, Witten. S. 54-57.